CACIT


CACIT Brackierprüfung des ÖBV 2019 in Hirschegg

Vor 3 Wochen rief mich Landesleiter Robert Hafellner an und fragte mich, ob ich zur Internationalen Brackierprüfung mit CACIT, die vom Österreichischen Brackenverein (ÖBV) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Jagdgebrauchshundeverband (ÖJGV) veranstaltet wird, teilnehmen will. Ich sagte sofort zu, war aber der Meinung, ich sollte als Leistungsrichter Anwärterin und nicht als aktive Hundeführerin teilnehmen. Als mir klar wurde, dass es da ein Missverständnis gibt, war es zu spät. Also brav die Anmeldung ausgefüllt und den Prüfungsleiter Karl Heiz Neuhold angerufen und nachgefragt, was denn da so geprüft wird und bekam folgende Auskunft: Es muss ein Hase brackiert werden, der von einem Richter bestätigt werden muss. Dann natürlich noch Gehorsam, Schussfestigkeit und 20min ablegen mit Schuss. Ok, denk ich mir, ablegen muss ich wieder mit ihr üben, aber alles andere sollte funktionieren.

Am 19. November traf ich um 16:30 im Prüfungsquartier Sprengerwirt in Hirschegg auf der Pack in der Steiermark ein. Hier wurde mir dann bewusst, wie groß der Aufwand für diese Prüfung ist.
10 Gespanne waren gemeldet, wobei 1 Gespann leider absagte. Angetreten sind 2 Tiroler Bracken, 1 Basset fauve de Bretagne, 1 Brandlbracke, 1 Steirische Rauhaarbracke,1 Beagel und 3 Dachsbracken. Jedem der 9 Gespanne wurden mind. 3 Richter/Beobachter zugeteilt. Insgesamt standen 5 Jagdreviere mit insgesamt 8458 ha zur Verfügung.

Nach der Registrierung und Überprüfung der Hunde fand die Verlosung der Reviere statt. Mit der Nr. 4 wurde mir das Revier vom Jagdverein Kreuzberg zugeteilt. Nachdem am nächsten Morgen um 5:15 Tagwache für mich war, zog ich es vor, mich schon eher früh zu verabschieden, um am nächsten Tag rechtzeitig auf die Läufe zu kommen.

Der nächste Tag begrüßte uns mit strahlender Sonne mit 0 Grad, aber eiskaltem Wind.
Um 7:00 ging es ab ins Revier. Insgesamt hatten 3 Gruppen teilweise denselben Weg. Da ich es vorzog, meine Hündin nicht unaufgewärmt zu schnallen, beschlossen LR OJ Leo Geier und ich, den letzten Teil zu Fuß zu gehen. In der Zeit konnten LR Mag. S. Winkler und LRA M. Gruber-Kummer und der Revierführer ihre Positionen beziehen.

Punkt 8:00 habe ich Ajka von schwarzem Gift geschnallt. Kurz darauf hörten wir schon das erste Brackengeläut. Ich dachte nur „Passt, fängst super an“. Leider konnten wir aber keinen Hasen bestätigen und so ging es fast 2 Stunden weiter. Ajka suchte systematisch alles ab und wurde immer wieder kurz laut. Sie kam öfter zurück und wir versuchten eine neue Stelle. Dort schickte ich sie wieder los. Dazwischen wurde zwar einmal ein Hase hoch, ging aber leider hinter Ajka und gegen den Wind ab. Ajka fand die Spur später und verfolgte sie auch mit Geläut, konnte aber so nicht mehr gewertet werden. Gerade als ich dem Richter mitteilte, eine Pause einzulegen, hatte mein Hund die gleiche Idee. Wie immer zeigte sie das mit ihrem speziellen Bellen an. Lachend gingen wir zum Auto zurück, wo ich Ajka versorgte und sie dann eine halbe Stunde Pause machte.
Nach der Pause und einer wieder motivierten Ajka ging es zurück ins Revier, diesmal von der anderen Seite aus. Ajka wurde auch gleich wieder laut, aber wieder konnten wir keinen Hasen bestätigen. Nach ca. 30 Min. fand sie eine alte Sasse, die sie genau untersuchte. Daraufhin ging sie den Hang weiter runter und suchte systematisch von unten nach oben, wobei sie wirklich mit der Nase einen Hasen hoch machte, 5-6m vor dem Leistungsrichter und mir entfernt. Ajka verfolgte den Hasen sofort mit tollem Geläut. Erfreulich, dass wir nach ca. 3 Stunden doch noch einen Hasen bestätigen konnten.

Die Fächer Gehorsam und Leinenführigkeit wurden vom LR bereits am Weg ins und im Revier geprüft. Es fehlte nur mehr das Ablegen und die Schussfestigkeit. Also wer hat eine Flinte? Leider in unserer Gruppe niemand, macht nix, da es kurz vor 12 ist und die Prüfung bis dahin beendet sein muss, warten wir bis eine der anderen Gruppen vorbei kommt. Kurz darauf erschien eine der Gruppen und… keine Flinte… Also warten auf die dritte Gruppe. Zum Glück hatten die eine Flinte mit.

Wir beschlossen, Frieda am Waldrand, windstill und in der Sonne abzulegen. Also ich auf zu dem zugewiesenen Platz und legte Ajka frei ab. Kaum war ich ca. 10 Schritte weg, höre ich hinter mir Ajkas Geläut und als ich mich umdrehtem, sah ich nur noch die weisse Blume eines Hasen im Wald verschwinden und Ajka mit Geläut knapp drauf. Als ich mich umdrehte, sah ich die 2 Gruppen, die uns beobachteten und sich vor Lachen bogen. Sie konnten keine Hasen finden und Ajka fand einen beim Ablegen. Beim zweiten Versuch ging ich auf Nummer sicher und hab sie am Rucksack angeleint abgelegt. Diese Aufgabe hat sie wie auch die Schussfestigkeit mit Bravour bestanden.

Zurück im Prüfungslokal gab es dann ein Mittagessen und die Richterbesprechung. Zu dem Zeitpunkt hörte ich, dass es angeblich leider nur 4 Gespane geschafft haben. Nach der Richterbesprechung erfuhr ich, dass es doch nur 3 Gespanne bestanden haben. Mir wurde von verlässlicher Quelle ins Ohr geflüstert, dass ich den 2ten Platz einnehme. Darüber habe ich mir sehr gefreut. Als es zur Preisverleihung kam, ging der 3te Platz an das Beagle Gespann und ich machte mich schon bereit aufzustehen. Als die Punkte vorgelesen wurden, wusste ich, das sind nicht meine, als dann auch noch ein anderer Name aufgerufen wurde, realisierte ich langsam: Meine Ajka hat gewonnen.

Ich bin sehr stolz auf meine Frieda (Ajka von schwarzem Gift), dass sie diese Prüfung bestehen konnte und dann auch noch mit dem 1. Platz und dem I. Preis!

Weidmannsheil
Lisa Zimmermann

Hier geht es zu den Berichten von der CACIT Brackierprüfung 2018 in Hart im Zillertal, der CACIT Brackierprüfung des ÖBV 2017 in Hirschegg und zum Bericht der SPoR des Jagdgebrauchshundeklub Obersteiermark 2017.


CACIT Brackierprüfung 2018 in Hart im Zillertal

Der Klub Dachsbracke reiste mit den Hundeführern Peter Mattersberger, Hans Fercher und Franz Moisi zu dieser CACIT Brackierprüfung ins schöne Zillertal. Als Gastrichter fungierten Obmann Harald Heil, Obmann Stellvertreter Herbert Geisler, Kassier Reinhard Wille und Ausstellungsreferent Franz Höhn.

Erstmals war der Klub Dachsbracke als Mitveranstalter bei dieser ÖJGV-Brackierprüfung eingeladen. Der gesamte Gabentisch, vom Hundefutter (Franz Höhn) über Zillertaler Schnäpse (Herbert Geisler) bis zu den wunderschönen Glaspokalen (Bernhard Einfalt) wurde vom Klub Dachsbracke organisiert und gespendet. Außerdem war Herbert Geisler auch für einen Teil der Organisation der Reviere zuständig. Bestens untergebracht waren wir im Gasthof Hamberg der Familie Ortner, wobei Herr Ortner auch Mitglied und Züchter im Klub Dachsbracke ist.

Zwölf Gespanne waren angetreten, um diese Prüfung zu absolvieren. Leider konnten aufgrund der trockenen Bedingungen nur drei Gespanne die Prüfung bestehen. Unser Hundeführer Franz Moisi erreichte mit seiner Hündin Bea v. Hinterwinkel den hervorragenden 2a Preis.

Dies bestätigt, dass unsere Dachsbracken hervorragend für die Laute Jagd geeignet sind, da wir bei jeder Teilnahme an dieser CACIT-Brackierprüfung einen ersten oder zweiten Preis erreicht haben, wie zum Beispiel im vorigen Jahr bei der CACIT Brackierprüfung in Hirschegg.

Danke an den Vorsitzenden der Bracken Kommission, Ing. Wolfgang Ramsel für seinen Einsatz und die sachlichen Gespräche. Danke auch an unsere Hundeführer und Leistungsrichter für die Teilnahme an dieser Prüfung in Hart im Zillertal.

Weidmannsheil
Harald Heil


CACIT Brackierprüfung des ÖBV 2017 in Hirschegg

Auf Einladung des Österreichischen Brackenvereins (ÖBV) und des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbands (ÖJGV) nahm eine Delegation des Klub Dachsbracke an dieser selektiven CACIT Prüfung teil.

Als Hundeführer wurden unser Zuchtwart Dr. Georg Urak mit Cilli vom Salzatal, Welpenvermittler Robert Solarzyk mit Caja vom Salzatal und Fachbeirat Andreas Koidl mit Waldi vom Omesberg entsandt. Als Gastrichter fungierten Obmann Harald Heil und Obmann-Stellvertreter Herbert Geisler. Prüfungsleiter Karl Heinz Neuhold und sein Stellvertreter Konrad Krammer sorgten für einen perfekt organisierten, bis ins kleinste Detail geplanten Prüfungsablauf.

Aufgewertet wurde die Veranstaltung durch den Präsidenten des ÖBV, Mf. Wolfgang Wachter, den Vorsitzenden der Brackenkommission im ÖJGV, Bezirksoberförster Ing. Wolfgang Ramsel und die ehemaligen ÖJGV Funktionäre Leopold Ivan und Gert Dobrovolny. Zur Prüfung in diesen wunderschönen Revieren rund um Hirschegg waren zehn Gespanne angemeldet. Bei leichten Minusgraden, 10 cm Neuschnee und Sonnenschein fuhren wir in die uns zugewiesenen Revierteile.

Sechs Gespanne konnten die Prüfung mit einer positiven Wertung in der Lauten Jagd und in den Revierführigkeitsfächern beenden. Die gezeigten Leistungen unserer Dachsbracken waren sehr erfreulich und alle drei Gespanne konnten bestehen.

1b Cilli vom Salzatal
1c Waldi vom Omesberg
2b Caja vom Salzatal

Danke an unsere Hundeführer, dass sie die lange Anfahrt auf sich nahmen, um unsere Dachsbracken bei so einer großen Veranstaltung zu präsentieren.

Weidmannsheil
Harald Heil
Obmann