Berichte


548. Gebrauchsprüfung vom 23.-24.11.2018 in Wenns/Pitztal

Prüfungsleiter: Geisler Herbert

Richter: Kopf Martin, Geisler Herbert, Wille Reinhard

Am 23. November 2018 trafen sich die Richter und Revierbetreuer und es wurden im Prüfungsrevier Wenns/Pitztal die künstlichen Rot- und Rehwildwundfährten gelegt, die in Länge, Verlauf und Stehzeit der Prüfungsordnung des Klub Dachsbracke entsprachen.

Zu dieser Gebrauchsprüfung sind eine Hündin und ein Rüde angetreten. Beide Dachsbracken waren in der Lauten Jagd bereits vorgeprüft.

Am 24.11.2018 war für alle Richter, Revierbetreuer und Hundeführer Treffpunkt beim Gasthof Post. Der Prüfungsleiter machte die erste Richterbesprechung und bestimmte das Schiedsgericht. Nach der Begrüßung durch den Prüfungsleiter wurde die Fährtenverlosung durchgeführt und die Richter wurden dem jeweiligen Hundegespann zugeteilt.

Anschließend wurden bei beiden Dachsbracken die Schweißarbeit auf künstlicher Schweißfährte und noch alle ausständigen Prüfungsabschnitte, wie Wesensfestigkeit und Revierführigkeit, durchgeprüft.

Danach wurde bei den Prüfungshunden und einer weiteren Hündin die Formbewertung von Formwertrichter Martin Kopf vorgenommen.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen, der Auswertung und Erstellung der Ergebnisliste und Zeugnisse, konnte dann die Preisverteilung durchgeführt werden. Beide Hunde haben die Prüfung bestanden. Die Resultate der Prüfung ergaben zwei II. Preise.

Als Standquartier diente das Gasthaus Post in Wenns, in dem alle Teilnehmer ausgezeichnet mit Speis und Trank versorgt wurden.

Weidmannsdank dem Jagdleiter der Genossenschaftsjagd Wenns, Herrn Schmid Benedikt, der das Revier für diese Gebrauchsprüfung zur Verfügung gestellt hat. Ebenso großer Dank dem Jagdhelfer Schöpf Manfred, der zum Gelingen dieser Gebrauchsprüfung wesentlich beigetragen hat.

Weidmansheil
Reinhard Wille

 


CACIT Brackierprüfung vom 16.-17.11.2018 in Hart im Zillertal

Der Klub Dachsbracke reiste mit den Hundeführern Peter Mattersberger, Hans Fercher und Franz Moisi ins schöne Zillertal. Als Gastrichter fungierten Obmann Harald Heil, Obmann Stellvertreter Herbert Geisler, Kassier Reinhard Wille und Ausstellungsreferent Franz Höhn.

Erstmals war der Klub Dachsbracke als Mitveranstalter bei dieser ÖJGV-Brackierprüfung eingeladen. Der gesamte Gabentisch, vom Hundefutter (Franz Höhn) über Zillertaler Schnäpse (Herbert Geisler) bis zu den wunderschönen Glaspokalen (Bernhard Einfalt) wurde vom Klub Dachsbracke organisiert und gespendet. Außerdem war Herbert Geisler auch für einen Teil der Organisation der Reviere zuständig. Bestens untergebracht waren wir im Gasthof Hamberg der Familie Ortner, wobei Herr Ortner auch Mitglied und Züchter im Klub Dachsbracke ist.

Zwölf Gespanne waren angetreten, um diese Prüfung zu absolvieren. Leider konnten aufgrund der trockenen Bedingungen nur drei Gespanne die Prüfung bestehen. Unser Hundeführer Franz Moisi erreichte mit seiner Hündin Bea v. Hinterwinkel den hervorragenden 2a Preis. Dies bestätigt, dass unsere Dachsbracken hervorragend für die Laute Jagd geeignet sind, da wir bei jeder Teilnahme an dieser CACIT-Brackierprüfung einen ersten oder zweiten Preis erreicht haben, wie zum Beispiel im vorigen Jahr bei der CACIT Brackierprüfung in Hirschegg.

Danke an den Vorsitzenden der Bracken Kommission, Ing. Wolfgang Ramsel für seinen Einsatz und die sachlichen Gespräche. Danke auch an unsere Hundeführer und Leistungsrichter für die Teilnahme an dieser Prüfung in Hart im Zillertal.

Weidmannsheil
Harald Heil


545. Gebrauchsprüfung vom 2.-3.11.2018 in Lavant/Osttirol

Prüfungsleiter: Peter Mattersberger

Richter: Anton Angermann, Walter Angermann, Raimund Brunner, Herbert Geisler, Josef Mair, Stefan Mair, Alois Mattersberger, Arno Mattersberger

Richteranwärter: Andreas Angermann

Die 545. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke wurde am 02. und 03. November bei etwas nebeligen, leicht regnerischen, herbstlichen Wetterbedingungen abgehalten. In den Revieren der Genossenschaftsjagden Lavant, Nußdorf und Bannberg wurden künstliche Übernachtfährten gelegt, die in Länge, Verlauf und Stehzeit der Prüfungsordnung entsprachen.

Prüfungsleiter Peter Mattersberger begrüßte Richter und Richteranwärter am Freitag, dem 02. November um 13.30 Uhr in der Römerstube in Lavant zur ersten Richterbesprechung, Konstituierung des Schiedsgerichtes und anschließend zum Legen der künstlichen Schweißfährten. Für jeden zu prüfenden Hund stand ein Stück Rehwild zur Verfügung. Aufgrund der Wettergeschehnisse der letzten Woche und der damit einhergehenden Hochwasser- bzw. Sturmschäden in den Wäldern wurden entsprechende Orte für die Fährten ausgesucht.

Auch über Nacht gab es wieder einiges an Niederschlag zu verzeichnen, wobei uns das Wetter am Prüfungstag hold war. Die Hunde kamen mit der Situation gut zurecht und die wenigen Regentropfen hatten keinen größeren Einfluss auf das Prüfungsgeschehen. Die Verlosung der Fährten wurde am Samstag, 03. November zu Beginn der Prüfung durchgeführt. Anschließend machten sich die einzelnen Gespanne auf den Weg in die Reviere.

Die Laute Jagd war bei allen Hunden bereits vorgeprüft.

Gegen Mittag trafen die Prüfungsgespanne wieder im Prüfungsquartier ein, verfassten die Richterberichte, schrieben das Bewertungsblatt rein und übergaben die Daten nach einer abschließenden Richterbesprechung dem Prüfungsleiter.

Im Hinblick auf die Prüfungsergebnisse konnte im Rahmen der Richterbesprechung ein sehr positives Resümee gezogen werden. Mit einem gemeinsamen Essen und gemütlichem Beisammensein sowie einer Preisverteilung mit vom Prüfungsleiter organisierten Preisen ging die 545. Gebrauchsprüfung zu Ende.

Allen Mitwirkenden, besonders den Revierpächtern und den einzelnen Jägern für das zur Verfügung stellen der Stücke, sowie dem Team der Römerstube als Standquartier gilt ein herzliches Vergelt’s Gott. Ein weiterer Dank geht an die Frau unseres verstorbenen Klubobmannes (Dr. Hermann Spinner), Maria Spinner für eine großzügige Spende anlässlich der Prüfung.

Weidmannsheil
Andreas Angemann


Jagdhund – Erfahrungen der ersten zwei Jahre

Früher war es selbstverständlich, dass nur mit dem Jagdhund des Vaters zur Jagd ausgerückt wurde. Ausbildung, Beruf und Familie ließen den Gedanken an einen eigenen Jagdhund zunächst verblassen oder sogar unmöglich erscheinen.

Die Entscheidungsfindung für einen Jagdhund

Der Wunsch reifte in mir nach den ersten Jahren als geladener Gast, als ich begann, ein eigenes Revier zu bewirtschaften. Da wartete ich mit bangen Gefühlen auf den Jagdhund samt Führer vor einer Dickung, in welche das weidwunde Stück geflüchtet war. Zumeist erfolgt der Schuss im letzten Büchsenlicht, das Stück liegt ohnehin nicht weit. Man darf weder den Anschuss noch die Weidwundfährte vertreten, sonst wird es auch für den Jagdhund schwierig. Da kommt mir immer wieder der Spruch „Jagd ohne Hund ist Schund“ in den Sinn.

Zunächst beschäftigte mich natürlich die Frage, welche Jagdhunderasse wohl für mich geeignet wäre. Mein Schalenwildrevier mit wenig Niederwildbesatz legte einen Schweißhund oder eine Bracke nahe. Hauptsächlich würde der Jagdhund für die Nachsuche eingesetzt werden, vereinzelt sich die Möglichkeit zur Brackierjagd ergeben. Die Alpenländischen Dachsbracke beherrscht sowohl die Schweißarbeit als auch die Laute Jagd, außerdem die Verloren- und Stangensuche.

Die nächste Frage war, wie groß sollte mein Jagdhund sein. Ich fragte bei erfahrenen Hundeführern wegen der geringeren Größe der Dachsbracke nach. Diese räumten mit dem Vorurteil auf, dass die Alpenländische Dachsbracke den beiden anderen Schweißhunderassen nicht ebenbürtig sei.

Die Unterstützung des Klubs und das Einbinden der Familie

Familienfreundlichkeit, Unerschrockenheit, Vorsicht bei wehrhaftem Wild, Durchhaltewillen, Wildschärfe, sichere Riemenarbeit, lauter Hals und ruhiges, charakterfestes Wesen waren mit den kürzeren Läufen die richtige Wahl für die Familie und das Revier in der strukturierten Hügel-, Wald – und Gebirgslandschaft.

Daneben bestimmte das umfangreiche Ausbildungsangebot des Klub Dachsbracke und der Patriotismus, die einzige vom FCI anerkannte Schweißhunderasse mit dem Stammland Österreich zu führen, die Entscheidung für die Alpenländische Dachsbracke. Die gebrandelte oder hirschrote Färbung ist Geschmackssache. Gebrandelte haben eine geringere Stockbehaarung, Hirschrote eine ausgeprägte Gesichtsmaske. Ob Rüde oder Hündin muss jeder für sich entscheiden. Als Hobbyjäger glaube ich aber, dass eine Hündin leichter zu führen ist. Rüden sind kräftiger, neigen aber hin und wieder dazu, „abzupaschen“. Hündinnen sind vielleicht stärker an den Hundeführer gebunden.

Eine wesentliche Hürde für mich war die Zustimmung der Familie und die positive Antwort auf die Frage, ob unser zukünftiger Jagdhund  an unserem Wohnort tierschutz- und rassegerecht gehalten werden kann – mit genügend Auslauf, Sozialkontakt usw. Wichtig war für mich auch, dass mein Hund beim jagdlichen Einsatz nicht Gefahr läuft, überfahren zu werden oder revierübergreifend unterwegs zu sein.

Die Auswahl und Ausbildung meines Jagdhundes

Zum für mich richtigen Zeitpunkt trat ich dem Klub Dachsbracke (www.klub-dachsbracke.com) bei. Der Welpenvermittler unterstützte mich kompetent beim Finden und Kauf des für mich richtigen Welpen. Nun begannen zwei intensive, aber mit viel Freude und Abwechslung verbundene Jahre der Ausbildung für mich und meinen Jagdhund.

Das erste Ziel war die Stubenreinheit. Es folgten spielerische Futterschleppen, dann regelmäßiges Nasentraining auf kurzen, dann immer länger werdenden Kunstfährten auf alles greifbare (Unfall)Wild mit und ohne Schweiß. Auch Mantrailing mit dem Sohn funktionierte. Beim Schnallen zur freien Suche nach der Schweißarbeit für die letzten 100m samt Totverweisen bzw. Totverbellen musste mit allen Tricks gearbeitet werden, dem Hund beizubringen, was man will. Warme Naturfährten auf kurz zuvor erlegtes Wild sollte man anfänglich meiden.

Leinenführigkeit, Gehorsamsübungen und das Ablegen für mindestens 20 Minuten mit einer Schussabgabe dazwischen war ein besonders schwieriges Fach. Dafür liebte der Hund das Suchen und Apportieren von versteckten Abwurfstangen und fallengelassenen Gebrauchsgegenständen, auch in der Wohnung.

Wertvolle Tipps erhielt ich bei den praktischen Übungstagen des Klubs von den Richtern und Klubkameraden, insbesondere was das eigene Verhalten und das Lesenlernen des Hundes anlangt. Mit der Zeit übernahm ich auch die Gelassenheit erfahrener Hundeführer, wenn das „Geläut“ bei der Lauten Jagd nur mehr weit entfernt hörbar war und der Hund nach gefühlt unendlicher Zeit dann doch exakt auf seiner und der Spur seines Hundeführers zurück kam.

Es ergaben sich neue Bekanntschaften mit anderen Hundeführern, lehrreiche Ausflüge in fremde Reviere, Nachsuchen bei Klubkameraden auf Kunstfährten, auf Naturfährten, auch bei Reviernachbarn. Ich hatte die Möglichkeit, an mehreren Schweißsonderprüfungen im In- und Ausland – auch bei anderen Rasseklubs – teilzunehmen.

Die Gebrauchsprüfung

Der große Tag der Gebrauchsprüfung war für meinen Jagdhund und mich eine ziemliche Herausforderung. Oft kann an diesem Tag die Leistung nicht in der gewohnten Qualität abgerufen werden. Ähnliche Veranstaltungen vorab mit dem Hund zu besuchen, ist daher sehr hilfreich.

Nach bestandener Gebrauchsprüfung sollte nicht mit gelegentlichem Training gespart werden. Nachsuchen und Haseln machen dem Gespann bei jeder sich bietenden Gelegenheit Freude. Wird der Hund auch zum Riegeln eingesetzt, muss man wissen, dass diese Jagdart den Hund möglicherweise dazu bringt, mit hoher Nase zu arbeiten und er somit an Sicherheit auf der Schweiß- und Hasenfährte verliert. Ist bei der Gebrauchsprüfung auch ein guter Formwert erzielt worden, steht dem Gedanken ans Züchten nur mehr die notwendige Untersuchung im Weg.

Ihren wertvollsten Beitrag zur Jagd leisten die Alpenländischen Dachsbracken aber im alltäglichen Einsatz durch verlässliches Anzeigen von Wild bei der Pirsch und beim Ansitz sowie durch ihr freundliches Wesen im Umgang mit Familie und anderen Hunden.

Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde!
Der Hund bleibt mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde!

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier, HF


546. Gebrauchsprüfung vom 2.-3.11.2018 auf der Forsteralm in Gaflenz/Oberösterreich

Prüfungsleiter: Josef Atschreiter
Richter: Ofö. Josef Pfarl, Ofö. Peter Zoister, Ofö. Max Moro, Dr. Georg Urak, Franz Höhn, Manfred Schwarzlmüller, Gottfried Ratzberger.

Die 546. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke am 2. und 3. November 2018 fand zum ersten Mal bei zuerst schönem und dann diesigem Herbstwetter mit sehr milden Temperaturen auf der Forsteralm in Gaflenz statt.

Zur Prüfung waren insgesamt 3 Dachsbracken mit ihren Führern gemeldet. Kurz vor der Prüfung musste leider eine Hündin zurückgezogen werden, da sie hitzig wurde. Von den beiden anderen Hunden war eine Hündin in der Lauten Jagd vorgeprüft.

Als Standquartier konnten wir die mitten im Prüfungsrevier befindliche, urgemütlich ausgestattete Hirschkogelhütte der Familie Forster nutzen. Pünktlich am 02.11.2018 um 13.00 Uhr trafen alle Richter bei der Hirschkogelhütte im Schigebiet Forsteralm ein, wo die erste Richterbesprechung mit Hinweis auf die Prüfungsordnung und Gruppeneinteilung stattfand. Im Anschluss wurden bei traumhaftem Herbstwetter die künstlichen Rehwildschweißfährten von den Richtern hergestellt.

Um 08:00 Uhr des nächsten Tages fand eine vom Prüfungsleiter einberufene Besprechung mit den Hundeführern und Richtern statt, wobei die Hundeführer durch die Losvergabe ihren Gruppen zugeteilt wurden. Während der Nachtstunden hatte leichter Nieselregen eingesetzt und tagsüber herrschte diesiges Herbstwetter bei relativ warmen Temperaturen, wo die Schweißarbeit durchgeführt wurde.

Beide Hunde konnten die Schweißfährten erfolgreich ausarbeiten. Am Nachmittag erfolgte noch Prüfung in der Lauten Jagd des noch zu prüfenden Hundes.
Im Anschluss an die Prüfung fanden im Standquartier ein gemütliches Beisammensitzen der Hundeführer, Richter und Gäste anlässlich des „Grünen Abends“ sowie die Verteilung der Prüfungsergebnisse statt.

Ein herzlicher Weidmannsdank gilt besonders der Familie Forster zur Bereitstellung ihres idealen  Prüfungsrevieres sowie der netten Unterkunft. Ebenfalls ein besonderer Weidmannsdank an alle  mitwirkenden Richter und unseren beiden  „Verpflegerinnen“ Anni und Jutta.

Weidmannsheil
Josef Pfarl


542. Gebrauchsprüfung vom 12.-13.10.2018 in Flattnitz/Kärnten

Prüfungsleiter: Mf Adolf Pichelkastner
Richter: Hubert Stark, Leo Kogler Alfred Rieder, BJM ÖR Hans Drescher

Die 542. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke wurde am 12. und 13. Oktober 2018 bei schönstem Herbstwetter mit sehr milden Temperaturen abgehalten. Am Freitag um 13 Uhr treffen Richter und Hundeführer im Gasthof Isopp in Flattnitz ein. Es sind 3 Hunde zur Prüfung angemeldet. Das Prüfungsfach Laute Jagd konnte bei allen 3 Hunden positiv vorgeprüft werden. Zwei Hunde sind auf der natürlichen Schweißfährte auch bereits geprüft.

Nach der Begrüßung durch den Prüfungsleiter Mf Adolf Pichelkastner wurde bei einer Richterbesprechung der Prüfungsablauf erörtert und festgelegt. Anschließend fuhren wir ins Prüfungsrevier zum Jagdhaus Schachmann, wo mit der Prüfung der Führigkeitsfächer begonnen wurde. Nach Prüfung der Revierführigkeit wurde die noch notwendige künstliche  Schweißfährte getreten.

Nach einer Richterbesprechung im Jagdhaus konnten Richter und Hundeführer den ersten Prüfungstag beim „Grünen Abend“ – mit Speisen und Getränken gut versorgt – sehr stimmungsvoll ausklingen lassen, zu dem am Abend auch unser Obmann Harald Heil angereist ist.

Am nächsten Morgen wurde die Prüfung mit der Schweißarbeit fortgesetzt. Zurück von der erfolgreichen Riemenarbeit, fuhren wir vom Prüfungsrevier wieder zum Gasthof Isopp, wo bereits unser Geschäftsführer Peter Mattersberger und Formwertrichter Alois Mattersberger angereist waren. Eine Hündin wurde noch formbewertet.

Nach Abschlussbesprechung der Richter und der Streckenlegung wurde vom Prüfungsleiter die Preisverteilung durchgeführt und den Hundeführern zur erfolgreich abgelegten Prüfung gratuliert.

Ein herzliches Weidmannsdank den Pächtern vom Prüfungsrevier für die kostenlose Unterbringung der Prüfungsteilnehmer, sowie für die Bereitstellung des wunderschönen Prüfungsreviers mit sehr guten Wildbeständen.

Ein besonderer Weidmannsdank gilt auch dem Berufsjäger Hubert Stark für die Bereitstellung der Wildstücke und für die gesamte Unterstützung bei der Prüfungsdurchführung. Weidmannsdank dem Prüfungsleiter für die Organisation der Prüfung sowie den Richtern für ihre Tätigkeit. Dankeschön auch dem Team vom Gasthof Isopp für die Bewirtung der Prüfungsteilnehmer.

Mit einem gemeinsamen Essen ging die 542. Gebrauchsprüfung zu Ende.

Weidmannsheil
Alfred Rieder


544. Gebrauchsprüfung vom 25.-26.10.2018 in Altenmarkt im Yspertal/Niederösterreich

Prüfungsleiter: Fö Ing. Thomas RUPP, Landesleiter N/W/BGLD
PrüfungsleiterStV.: Dr. Georg URAK
Leistungsrichter: AusbRef. Franz HÖHN, Johann REISENBAUER, Ing. Thomas RUPP, Rainer STANZL, Dr. Georg URAK
LR-Anwärter: Stefan RAUCHBAUER, Dr. Hanno ZANIER
Formwertrichter: Dr. Georg URAK
Prüfungsrevier: Revier Kleehof, Habsburg-Lothringisches Gut Persenbeug, Jagdleiter FM DI Hubert HOFMANN

Bei Kaiserwetter erwartete uns das Urgestein des Ostrong bei Temperaturen von 9° bis 13° Celsius.

Landesleiter Fö Ing. Thomas RUPP wies im Standortquartier GH LINDE/Familie HAIDER die Richtergruppen in den Ablauf und die zu prüfenden Fächer, insbesondere die Wesensprüfung, ein. Im Anschluss wurde das Schiedsgericht bestimmt. Für die fünf Gespanne war ausreichend Rehwild erlegt und vorbereitet worden. Die drei Richtergruppen rückten mit den Revierkundigen um 15:00 Uhr zum Treten der vormarkierten Übernachtfährten von über 1000 m Länge, mit 2 Haken im rechten Winkel, einem Bogen und einem Wundbett ca. 100 m vor dem Ablegeplatz aus.

Um 17:00 Uhr waren alle Teams wieder im Standortquartier und wurden dort von den sehr gastfreundlichen Quartiergebern mit exzellenten, typisch Waldviertler Gerichten verwöhnt. Da von mehreren Richtern Hunde aus ihrer Zucht zu prüfen waren, wurden die Nummern nur teilweise verlost. Nicht allzu lange wurde am Abend bei dem einen oder anderen Glas fachgesimpelt und gescherzt.

An einem Feiertag, begrüßte der Prüfungsleiter pünktlich um 8:00 Uhr die Teilnehmer, welche unverzüglich zur Schweißarbeit ausschwärmten. Nachdem alle Hunde erfolgreich zum Stück gekommen waren, wurde deren Verhalten am erlegten Stück auch durch Annäherung eines Fremden geprüft. Führigkeit und Gehorsam wurden seit der Zuteilung zur Richtergruppe beobachtet. Nach einem Ortswechsel prüften die Richter auch das Verhalten auf Schuss und abschließend das Ablegen. Ein Hund nahm trotz erfolgreicher Vorprüfung die Gelegenheit wahr, in der Lauten Jagd noch einmal anzutreten, konnte sich aber nicht verbessern.

Das Jägerblut begann zu wallen, als das Brackengeläut durch den sonnendurchfluteten Urgesteinswald hallte!

Die Ergebnisse wurden den Prüfungskandidaten jeweils im Offenen Richten bekannt gegeben.

Zurückgekehrt in das Standortquartier, nahmen Dr. Georg URAK und der Prüfungsleiter die Formbewertung vor. Die nicht mit Schreibarbeiten eingedeckten Teilnehmer konnten auf der Terrasse der LINDE noch die wärmende Herbstsonne genießen. Durch die disziplinierte Mitwirkung aller Beteiligten wurde die 544. Gebrauchsprüfung bereits am 26.10.2018 mit einem fröhlichen Grünen Abend abgeschlossen.

Erfreulicherweise waren auch die beiden rumänischen Kameraden vom Vorjahr, zwei Junghundeführer und ein Welpen-Interessent – seither Klubmitglied – als Gäste mit Zustimmung der Hundeführer bei der Prüfung dabei. Einige „Hundemütter“ gesellten sich zur Preisverteilung ebenso zu uns, wie unser eigens aus dem Mariazellerland angereister hochgeschätzter Klubpräsident Harald HEIL, flankiert von Ausstellungsreferent Georg HUBMER.

Prüfungsleiter und Klubpräsident konnten vier II. und einen III. Preis vergeben und somit die weiße Fahne hissen!

Fö Matthias Trummer, Hubert Hausleitner und Albert Schauer vom Habsburg-Lothringisches Gut Persenbeug gilt unser Dank für Ihre Hilfe als Revierkundige. Unsere Sponsoren stellten zusätzlich schöne Sachpreise zur Verfügung.

Zu Kaiserwetter am Beginn, passen Kaiserworte am Schluss: „Es war sehr schön, es hat uns sehr gefreut

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier


543. Gebrauchsprüfung vom 20.–21.10.2018 in Greith bei Gußwerk/Steiermark

Bei bestem Herbstwetter fand am vergangenen Wochenende von Samstag auf Sonntag die 543. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke in Greith statt. Gemeldet waren 4 Hunde, wobei ursprünglich 7 angedacht waren. Die Hunde waren alle vorgeprüft und ein Gespann konnte im Vorfeld auch bereits eine natürliche Schweißfährte erfolgreich ausarbeiten.

Geplant wäre die Anreise aller Richter am 20. um 13:00 Uhr gewesen, um anschließend die Fährten zu legen, gekommen ist es jedoch ganz anders.

Eine Schwierigkeit bei allen Gebrauchsprüfungen ist es immer, zeitgerecht Stück und Schweiß für die Fährten zur Strecke zu bringen. Oft werden in den Wochen davor ausreichend Stücke erlegt, können aber nicht 10 oder mehr Tage aufbehalten werden. Deshalb wird in den Tagen vor der Prüfung immer mobilisiert und jeder noch so weit Bekannte ins Revier geschickt, um doch noch ausreichend Stücke zu Stande zu bringen.

Die Fleißigen belohnt das Leben und so kam es, dass am 20. bei der Morgenpirsch nicht nur ein Stück erlegt werden konnte, sondern auch noch eine Nachsuche auf natürlicher Schweißfährte zur Verfügung stand. Den unglücklichen Schuss muss leider ich auf meine Kappe nehmen.

Nun wurde herumtelefoniert und zusammengepackt und 3 Stunden später war bereits die Hälfte der Prüfungsgesellschaft im Standquartier eingetroffen. Sofort brachen alle ins Revier auf, der Bereich um den Anschuss wurde weiträumig abgestellt und das erste Prüfungsgespann wurde am Anschuss angesetzt.
Die Fährte führte entlang eines steilen Rückeweges gen eine Felswand. Nach gut 500 Metern wurde der Hund geschnallt, arbeitete die Fährte weiter und nach kurzer Zeit war ein Hatzlaut zu hören. Die Hündin stellte alsbald das schwerkranke Kalb, sodass der Hundeführer die Bail angehen und den erlösenden Fangschuss geben konnte.

Nachdem das Stück geliefert und versorgt war, traf sich die Prüfungsgesellschaft wie ursprünglich geplant um 13:00 Uhr im Standquartier. Dieses war das Gasthaus Leitner, welches neben 1a Quartieren auch noch mit bester Verpflegung aufwartete.

Nach der ersten Richterbesprechung und der Gruppeneinteilung wurden die 2 verbliebenen Schweißfährten laut Prüfungsordnung gelegt, zusätzlich wurde noch eine Verweiserfährte gelegt, da diese Disziplin bei der Nachsuche am Vormittag nicht gezeigt werden konnte.

In der Zwischenzeit konnte bereits Formwertrichter Ofö. Peter Zoister mit der Formbewertung der Hunde beginnen.

Zurück im Standquartier gab es eine Begrüßung aller Teilnehmer durch Prüfungsleiter Obmann Harald Heil mit der anschließenden Losvergabe. In diesem Rahmen wurde Ofö. Peter Zoister für seine langjährigen Verdienste für den Klub Dachsbracke, und im Zuge seines 70. Geburtstages, eine Ehrung überreicht. Danke für Deine jahrelange Unterstützung und Förderung des Klubs!

Danach wurde nach der zweiten Richterbesprechung der Grüne Abend begangen, wo es bereits viel zu berichten gab. Umrahmt wurde das Ganze von Hansi Lasinger, welcher auf Einladung des Prüfungsleiters mit seiner Steirischen und jeder Menge Humor den Abend vollendete.

Am nächsten Morgen begaben sich alle frisch gestärkt durch ein opulentes Frühstück ins Revier.

Das erste Gespann begann mit der Schweißarbeit, während bei den Anderen die Gehorsamsfächer geprüft werden konnten. Danach wurde noch die 2. Schweißfährte gearbeitet und noch bevor es zu regnen begann waren alle Gruppen wieder zurück im Standquartier.

Den krönenden Abschluss bot die Vergabe der Preise, welche auf Grund der vorzüglichen Leistungen, die gezeigt wurden, sehr emotional war. Ein detaillierter Bericht über die gezeigten Leistungen wird im Jahresbericht veröffentlicht werden.

Vom steirischen Landesjägermeister Franz Mayr-Melnhof Saurau und vom Jagdhundereferent der Steirischen Landesjägerschaft Karl Haidic wurden die Ehrenpreise zur Verfügung gestellt. Zusätzlich dazu wurde dem Prüfungssieger ein handgefertigter, edler Knicker überreicht, welcher von Stefan Zimmermann aus seiner eigenen Produktion gespendet wurde.

Ein besonderer Dank gilt auch den Österreichischen Bundesforsten AG für die Zurverfügungstellung der Reviere.

Weidmannsheil!
Georg Hubmer