Berichte


Landestreffen der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 6.4.2019 in Heiligenkreuz

Unter den Klängen der Jagdhornbläsergruppe Anningerblick eröffnete Landesleiter Ing. Thomas Rupp das Dachsbracken Landestreffen in der Jägerstube des Stiftsgasthofes. Dabei würde er unterstützt vom kräftigem Geläut von 20 Dachsbracken. Er begrüßte insgesamt 50 Mitglieder, Damen und Gäste, darunter unseren Klubobmann Harald Heil, Ausstellungsreferent Georg Hubmer, Ausbildungsreferent Franz Höhn, seinen Stellvertreter Hans Reisenbauer und unser Ehrenmitglied Ing. Erwin Weiss.

Bericht des Landesleiters

Thomas Rupp ließ das Jagdjahr 2018 revue passieren. Eingangs berichtet er vom Schweißhunde Übungstag in Seitenstetten, einer Ausbildungsmöglichkeit, die sehr gut angenommen wurde. Wir erinnern uns gerne an den begleitenden Vortrag des Nachsuche-Experten Peter Niethammer aus dem Schwarzwald, der sehr wertvolle Tipps für die Praxis gab.

Zur Dachsbracken Gebrauchsprüfung in Altenmarkt Ende Oktober 2018 traten fünf Hundegespanne erfolgreich an. Es bewährte sich die Vorgangsweise, die Vorprüfung in der Lauten Jagd bereits im Jänner davor zu absolvieren. Dadurch können sich die Gespanne bis zur Gebrauchsprüfung auf die übrigen Fächer vorbereiten.

Unsere Landesgruppe beschickte auch einige Hundeausstellungen mit Hunden für die Formbewertung. Der Schwerpunkt wird zu unserer Entlastung künftig auf Veranstaltungen in unserem Zuständigkeitsbereich gelegt.

Berichte der Vorstandsmitglieder und Neubesetzungen

Klubobmann Harald Heil appellierte an alle Mitglieder, an allen erdenklichen Jagdveranstaltungen teilzunehmen. Das ist immer eine tolle Chance, unsere Rasse bestmöglich zu präsentieren. Die umfangreiche internationale Vereinsarbeit bei Zucht und Ausbildung stellt unseren Klub als gut vernetzt und aktiv dar.

Angekündigt wurden interessante Änderungen der Prüfungsordnung, die nach Bewilligung durch den ÖJGV unverzüglich an die Leistungsrichter und Klubmitglieder weitergegeben werden.

Ausstellungsreferent Georg Hubmer berichtet von der regen Teilnahme an Veranstaltungen in Graz, Klagenfurt, Tulln, Wels und Greith. Für das Jahr 2021 kündigte er das 125-Jahr-Jubiläum des Klubs an.

Ausbildungsreferent Franz Höhn freut die Verjüngungskur bei den Leistungsrichtern, mahnt aber, weitere junge Hundeführer zu rekrutieren. Als Leistungsrichter-Anwärter konnte Ing. Ofö. Wolfgang Rauscher aus unserer Landesgruppe gewonnen werden.

Im Jahr 2018 wurden insgesamt 63 Welpen aus Österreich erfolgreich vermittelt.

Andreas Angermann ist unser neuer Geschäftsführer, Steiermark und Kärnten erhalten neue Landesleiter.

Hanno Zanier erzählte als Klubvertreter über zwei Schweisssonderprüfungen des Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verbandes im Weinviertel bzw. im Kobernaußerwald. Insbesondere hob er die Vorbereitung darauf hervor. Detailliert nachlesen kann man diese in seinen Berichten über die Dr. Peter Lebersorger Gedächtnis Schweißsonderprüfung sowie die 38. Schweißprüfung des ÖJGV.
Er ist künftig anstelle von Gerald Fressner als Beirat im Klubvorstand gewählt worden.

Ehrungen und Ausklang

Fünf Kameraden wurde das Hundeführerabzeichen in der entsprechenden Klasse verliehen.

Ing. Erwin Weiss wurde die besondere Ehre des Goldenen Ehrenzeichens für seinen aufopfernden Einsatz für den Klub zu Teil.

Avisiert werden der Übungstag für 18.08.2019 in Seitenstetten und die Gebrauchsprüfung 25. bis 27.10.2019 in Altenmarkt.

Das Dachsbracken Landestreffen wurde mit der Dachsbracken-Fanfare geschlossen. Anschließend wurden von Formwertrichter Ing. Thomas Rupp ein Hund formbewertet und zwei Junghunde begutachtet. Nach einem Gruppenfoto mit Hunden klang das Landestreffen in der Stiftsgaststätte mit anregenden Gesprächen bei Speis und Trank aus.

Weidmannsheil
Hanno Zanier


Internationale Hundeausstellung 30.03.2019 Salzburg

Am letzten Märzwochenende diesen Jahres wurde am Messegelände Salzburg wieder einmal eine internationale Hundeausstellung abgehalten. Auch diesmal konnten wir unsere Jagdhunderasse, die Alpenländische Dachsbracke, erfolgreich präsentieren. Erstmalig wurde diese Veranstaltung vom Kynologischen Verein für das Land Salzburg veranstaltet und nicht wie gewohnt vom ÖKV. Für den Klub Dachsbracke ergaben sich dadurch jedoch keine Veränderungen.

Der Veranstaltungsablauf

Mit einer stolzen Anzahl von 10 Hunden konnten wir am Samstag den 30. unsere Jagdhunderasse auf dieser Veranstaltung vorstellen. Ein großer Dank dafür gilt unserem Landesleiter Johann Fercher! Zusätzlich durften wir auch noch eine junge Hundeführerin aus Italien begrüßen.

Die Organisation von Seiten der Veranstaltungsleitung ließ diesmal ein wenig zu wünschen übrig. Nachdem wir nicht wie üblich als erste um 10:00 Uhr sondern erst um 11:30 Uhr starteten und sich dann aufgrund der Hunderasse vor uns noch alles um eine weitere Stunde verschob, hatten wir, pünktlich wie unsere Mitglieder sind, einiges an Zeit zu überbrücken.

Zu unserem Glück vergeht die Zeit in freundschaftlicher Runde schnell und es gibt immer ausreichend Gesprächsthemen. Mit Verspätung konnten dann doch noch alle Hunde im Ring vorgeführt werden.

Formwertrichter war Ing. Thomas Rupp, unterstützt von Ing. Georg Krautgartner als Schriftführer.

Rassebester wurde dieses Mal Johannes Tranninger mit seinem Rüden Veit von der Mieleralm, gefolgt von Rudi vom Feistritzgraben mit seinem Hundeführer Josef Gruber. Die beste Hündin präsentiere Johann Fercher, mit welcher er – wie wir hoffen – bald einen Wurf mit Rudi vom Feistritzgraben haben wird. Wie man sieht nicht nur jagdlich eine hochklassige Paarung.

Die Ergebnisse im Detail

Rüde Zwischenklasse
Veit von der MieleralmJohannes TranningerV1, CACA; CACIB; BOB
Rüde Offene Klasse
Rudi vom FeistritzgrabenJosef GruberV1, CACA; CACIBRes.
Rango vom FeistritzgrabenIng. Kurt SchlechtleitnerSG3
DikKanci Hory (ITA)V2, CACARes.
Rüde Gebrauchsklasse
Jorge z Kanci HoryKanci HorySG1
Rüde Championklasse
ZeusKanci HoryV1, CACA
Hündin Jugendklasse
Daria vom SalzatalMatthias NeureiterSG1
Lisanne z Kanci HoryKanci HoryGut
Hündin Zwischenklasse
Eika von der ApriacheralmJosef Elmar BuchnerSG1
Hündin Offene Klasse
Jessi von der SchlossherrnalmJohann FercherV1; CACA; CACIB; BOS

Trotz des schon etwas fortgeschrittenen Tages fanden wir noch die Zeit für ein gemeinsames Mittagessen, bevor alle die Heimreise antraten.

Die nächsten Hundeausstellungen mit Betreuung des Klub Dachsbracke sind:

  • 11.05. -12.05.2019 Internationale Hundeausstellung in Wieselburg
  • 13.07. -14.07.2019 Internationale Hundeausstellung in Oberwart
  • 17.08.-18.08.2019 Internationale Hundeausstellung in Innsbruck

Für diese Ausstellungen gibt es für Mitglieder eine Fördermöglichkeit. Die Anmeldung ist in der Regel bereits drei Monate vor der Ausstellung möglich, die erste Meldefrist ist dann jeweils zwei Monate, die zweite Meldefrist und gleichzeitig Meldeschluss jeweils ein Monat vor der Ausstellung.

Für die Unterstützung bei der Anmeldung bzw. für Fragen zum Ablauf stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. Auch Interessenten unserer Jagdhunderasse sind herzlich eingeladen zu kommen.

Weidmannsheil
Georg Hubmer
Ausstellungsreferent


Vorstands- und Ausschuss-Sitzung März 2019

Am 16. März dieses Jahres fand die Vorstands- und Ausschuss-Sitzung des Klub Dachsbracke im Salzburger Werfen statt.

Beinahe der gesamte Vorstand und Ausschuss des Klubs war angereist, um sich bei dieser Sitzung im Interesse der von uns vertretenen Jagdhunderasse, der Alpenländischen Dachsbracke, einzubringen. Ich danke allen für die Bereitschaft, ihre Zeit zu investieren um an dieser Arbeitssitzung teilzunehmen.

Besonders erwähnenswert finde ich die Tatsache, dass der jüngste Teilnehmer an diesem Treffen 30 Jahre und der älteste Teilnehmer 90 Jahre alt war. Gerade der reichliche Erfahrungsschatz unserer langjährigen Mitglieder ist bei jeder Entscheidungsfindung eine unverzichtbare Unterstützung. Danke!

Die Berichte der einzelnen Vorstandsmitglieder über ihre Aktivitäten im vergangenen Jahr wurden entgegengenommen und positiv bewertet.

Der Bericht der Kassaprüfer für 2018 wurde vorgetragen und der Kassier entlastet.

Dank der straffen Führung unseres Obmanns konnten alle eingebrachten Anträge verlesen, diskutiert und zur Abstimmung gebracht werden.

Die verabschiedeten Punkte umfassen:

  • kleinere Änderungen, Anpassungen und Ergänzungen im Bereich der Prüfungsordnung
  • die weitere Vorgehensweise für die HD Untersuchungen
  • personelle Umbesetzungen

Die detaillierten Ergebnisse werden im Rahmen der einzelnen Landestreffen bzw. zu einem späteren Zeitpunkt unseren Mitgliedern zur Kenntnis gebracht werden.

Der Klub Dachsbracke befindet sich bereits im 3. Jahrhundert seit seiner Gründung und wird Ende Mai 2021 eine 125 Jahrfeier abhalten. Wir bitten, diesen Termin bereits heute zu reservieren. Es wird sicherlich ein tolles Fest und auch eine Möglichkeit, den Erfolg der 125-jährigen Aufbauarbeit unserer Jagdhunderasse einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen. An dieser Stelle möchte ich Herrn Max Zernatto aus seinem Jahresbericht 1942-46 zitieren:

„Das Interesse der Jägerschaft für die Dachsbracke ist heute stärker denn je, umsomehr, als die meisten neuen österreichischen Landesjagdgesetze für größere Reviere die Verpflichtung zur Haltung eines brauchbaren Jagdhundes vorsehen werden. Und für einen großen Teil unserer österreichischen Reviere gibt es keinen geeigneteren Gebrauchshund als die Dachsbracke!
Der 50-jährigen Aufbauarbeit des Klub Dachsbracke ist es zu danken, daß dieser leichtführige und frühreife Gebrauchshund heute unseren Jägern in einer leistungsmäßig und formlich hochgezüchteten Form zur Verfügung gestellt werden kann.“

Eine besondere Freude für unseren Obmann Harald Heil war die Überreichung der Präsente an verdiente Ausschuss- bzw. Ehrenmitglieder anlässlich derer runden Geburtstage:

  • Alois Mattersberger, 80 Jahre
  • Hannes Scharf, 80 Jahre
  • Hans Zernatto, 90 Jahre

Wir gratulieren!

Unserem Geschäftsführer Peter Mattersberger wurde für seine ausgezeichnete Tätigkeit von 2003 bis 2019 gedankt. Der Vorschlag für seine Ernennung zum Ehrenmitglied anlässlich der nächsten Hauptversammlung wurde beschlossen.

Weidmannsheil
Andreas Angermann


Jagdhunde Präsentation bei der „Hohen Jagd“ 2019 in Salzburg

Auch heuer beteiligten wir uns wieder bei der „Hohen Jagd“, DER Jagd-Messe in Salzburg, bei der vom 21. bis 24.2.2019 insgesamt 43.404 Besucher ins Messezentrum strömten. Wie jedes Jahr wurden verschiedene Jagdhunderassen einem breiten Publikum vorgestellt. Wir konnten an allen vier Tagen mit verschiedenen Dachsbracken präsent sein, wobei täglich zwei Jagdhunde Präsentationen stattfanden. Unsere Auftritte waren wie immer ein großer Erfolg. Das Publikum war begeistert.

Organisator der Veranstaltung war der Salzburger Jagdgebrauchshundeklub unter Obmann Sepp Schnitzhofer, bei dem wir uns recht herzlich für die Einladung und vorbildliche Organisation bedanken möchten. Ein ganz besonderer Dank seitens unseres Klubs ergeht an die Hundeführer, die sich einen ganzen Tag mit ihren Hunden zur Verfügung stellten.

Teilnehmer an der Jagdhunde Präsentation waren:
Leistungsrichter Kurt Schlechtleitner mit Rango vom Feistritzgraben, ÖHZB 8614
Matthias Neureiter mit Diana vom Salzatal, ÖHZB 8706
Hannes Tranninger mit Veit von der Mieleralm , ÖHZB 8663
Josef Gruber mit Rudi vom Feistritzgraben, ÖHZB 8615

Hier finden Sie den Bericht der Jagdhunde Präsentation aus dem Vorjahr.

Waidmannsheil
LL Hans Fercher


Nachsuchenbericht einer Dachsbracke – Tina erzählt

Ich wollte es mir gerade auf dem Sofa neben meinem Herrn gemütlich machen, als plötzlich sein komisches Gerät läutete, welches er in letzter Zeit auch immer öfter bei der Jagd benützt. Da auch mein Name fiel, musste es sich wohl um eine Arbeit für mich handeln und schon wartete ich angespannt, was weiter geschah.

Ich hatte es wohl richtig gedeutet, denn schon begann sich mein Herrl die Jagdsachen anzuziehen und das Gewehr aus den Schrank zu nehmen. Ich wich nicht mehr von seiner Seite, denn es konnte endlich wieder einmal spannend werden. Was wollen die Jäger schon ohne mich machen, ihre Nasen sind für Nachsuchen sowieso nicht zu gebrauchen.

Unterwegs stieg noch ein Jagdkollege von meinem Herrl zu, den ich bereits kannte und der ein Halsband mit einer Antenne mitbrachte, welches ich vorher noch nie gesehen hatte. Auch er hat einen Hund, der lange Haare hat und etwas größer ist als ich. Wir waren auch schon öfter zusammen unterwegs und seine Hündin steckt ihre Nase immer in Hasenspuren, welche mich nicht so interessieren. Ihnen lange nachzulaufen bringt sowieso nichts, denn sie sind immer schneller als ich. Wenn es aber in der Fährte rot leuchtet, so werden die Tiere bald müde und ich kann sie einholen.

Nun fuhren sie mit mir eine Bergstraße entlang, bis zu einer Hütte, wo bereits zwei andere Jäger mit einem großen Hund auf uns warteten.
Die Unterhaltung der Jäger nützte ich, um den großen Hund zu beschnuppern und mit ihm Freundschaft zu schließen. Auch sein Führer, welcher Alexander genannt wurde, war sehr groß und irgendwie passten die beiden zusammen.
Er roch irgendwie nach Hirsch und wahrscheinlich musste ich ihm zur Seite stehen. Er sah auch noch sehr jung aus und es hatte ihn wohl der Mut verlassen, als der Hirsch nicht mehr weiter wollte. Aber so einem feschen Kerl kann man schon einmal aushelfen und schließlich war er auch schon müde, denn er hatte schon etliche Kilometer hinter sich gebracht. Nun fuhren wir weiter bis zu einer Rotwildfütterung, wo es sehr intensiv nach diesen großen Tieren roch, die mich aber nicht weiter interessierten.

Nach weiteren hundert Metern bemerkte ich im Schnee einige rote Stellen, die meinem Herrn gezeigt wurden und mich sehr interessierten.
Schon wollte ich dieser Fährte folgen, aber nun bekam ich dieses Halsband mit der Antenne umgehängt. Nun ging es endlich los und ich ließ die Jäger hinter mir. Sie hatten wohl nicht nur eine schlechte Nase, sondern auch ihre langen Beine verstanden sie nicht richtig einzusetzen.
Da mir diese Arbeit bekannt ist, muss ich den Hirsch nur so lange beschäftigen, bis mein Herr kommt. Zwar kann es manchmal sehr lange dauern, bis er meine Hilferufe hört, aber er kommt immer.

Schon wird der Hirsch unter einer großen Fichte hoch und ich verfolge ihn lauthals, bis er wohl schon müde hinter einem Zaun wartet, um auf mich loszugehen. Früh genug habe ich ihn gesehen und weiche seinem Geweih aus, welches er gegen mich einsetzen möchte. Ich verbelle den Hirsch so laut ich kann, um meinen Herrn zu rufen, der mir helfen sollte. Schneller als erwartet ist er diesmal zur Stelle und gibt dem Hirsch den Fangschuss. Als ich sehe, dass er zusammenbricht, bin auch ich wieder zur Stelle und packe ihn am Träger. Noch einmal schüttelt er mich ab, aber bald hat den Hirsch seine Kraft verlassen.

Zwar habe ich diese rasche Hilfe nicht erwartet, aber wahrscheinlich ist das Halsband mit der Antenne der Grund dafür.
Nun kommt auch der große Hund und möchte an meinen Hirsch. Auch Freundschaften haben ihre Grenzen und so zeige ich ihm, dass auch kleinere Hunde beißen können. Schließlich begleite ich meinen Herrn zum Auto und nun kann auch der große Hund an den Hirsch.
Ich glaube, mein Herrl war sehr stolz auf mich, denn er lobte mich sehr und es gab eine extra Portion Abendfressen für mich, obwohl wir erst spät nach Hause kamen.

Nachsuchenbericht von Ursa von der Ganzerin
Mein Herrl sagt Tina zu mir!


Vorprüfung Laute Jagd 2019 in Seitenstetten

Auch heuer konnte unser Klubmitglied OFö Thomas Handsteiner das mit Hasen gut besetzte Revier des Benediktinerstiftes Seitenstetten für die Vorprüfung in der „Lauten Jagd“ zur Verfügung stellen.

Prüfungsleiter: Fö Ing. Thomas Rupp
Richter: Josef Atschreiter, Johann Reisenbauer, Manfred Schwarzlmüller, Dr. Georg Urak
Leistungsrichter-Anwärter: Georg Hubmer, Mag. Dr. Hanno Zanier

Vor der prächtigen Kulisse des Stiftes begrüßte der Prüfungsleiter am Samstag 12.1. pünktlich um 8:00 Uhr vier Hundeführer mit Hündinnen und drei mit Rüden, erfreulicherweise auch mehrere Gäste und Junghundeführer. Sein Dank galt dem Eigentümervertreter bzw. Revierleiter und seinen ortskundigen Jägern.
Bei windigem Wetter mit Böen bis zu 60 km/h, Temperaturen um ca. 1° Celsius und ca. 10 cm Feuchtschnee wurden die antretenden Gespanne drei Richtergruppen zugeteilt.
Nach Einholen der Zustimmung der Hundeführer durften auch die Gäste die Prüfung beobachten.

Die Richter und Leistungsrichter-Anwärter stellten die zugeteilten Revierteile strategisch weiträumig ab. Ein Richter blieb immer beim jeweiligen Hundeführer. Über richterliche Aufforderung wurden die Hunde zur Suche geschnallt, der Beginn notiert und ausgiebig Zeit für eine gründliche Suche gegeben. Teilweise lag auf den freien Flächen schwerer Schnee, der starke Wind und der tropfende Wald erschwerten für die Hunde die Suche und für die Richter das Wahrnehmen des Spurlautes. Deshalb blieb das Gesamtergebnis hinter den letzten Jahren zurück. Allgemein saßen die Hasen bei nicht gefrorenem Boden fest in der Sasse und wurden auch nicht hoch, wenn man direkt neben ihnen stand.

Bei erfolgloser Suche wurde langsam weitergegangen bzw. der Revierteil gewechselt. Die Hunde wurden nach ca. einstündiger Arbeit zur Erholung ausgewechselt, nach Heben eines Hasen Länge und Verlauf der Brackade protokolliert und bei positivem Ergebnis die Prüfung mit den verbleibenden Hunden fortgesetzt. Gewertet wurde nur bei tatsächlicher Sichtung eines gejagten Hasen durch zumindest einen Richter. Die Ergebnisse für die Art der Suche, das Halten der Spur und den Spurlaut wurden im Offenen Richten vor Ort ermittelt und den Hundeführern umgehend bekannt gegeben.

Vor der Mittagspause wurden die Hunde in einiger Entfernung voneinander in Sitzposition gebracht und bei allen mit der Abgabe eines Schrotschusses die Schussfestigkeit bestätigt. Am Nachmittag gelang es dem sechsten Gespann, die Prüfung positiv abzuschließen.

Bei einem „Grünen Abend“ im Gasthaus Wieser in Seitenstetten kamen das Fachsimpeln und die Kameradschaft nicht zu kurz.

Am Sonntag 13.01.2019 konnte bei nasskaltem Wetter, bei schwindendem Schnee und starkem Wind auch das letzte Hundegespann positiv beurteilt werden.

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier


Internationale Zuchtschau für Alpenländische Dachsbracken vom 13.-15.09.2019 in St. Moritz

Die kommende Internationale Zuchtschau für Alpenländische Dachsbracken wird in der Schweiz stattfinden.

Sie wurde im Jahr 2013 in Altlengbach an uns vergeben. Der Schweizer Niederlaufhund und Dachsbrackenclub wird die Ausstellung, mit Vergabe des CAC der SKG, ausrichten. Wir freuen uns auf diese anspruchsvolle Aufgabe und sind bereits an den Vorbereitungen.

Der Anlass findet am 13. bis 15. September 2019 in St. Moritz statt. Es ist folgendes Programm vorgesehen:

FR 13.09.19 – ab ca. 19.30 Uhr Richter- und Züchterweiterbildung
SA 14.09.19 – Ausstellung und gemütlicher Abend im Hotel Bären
SO 15.09.19 – Rahmenprogramm, Ausflug u. gemeinsamer Apéro

Ein detailliertes Programm sowie die Meldescheine werden bis Mitte März 2019 verschickt. Für Unterkunft und Abendessen konnten wir preiswerte Konditionen aushandeln, sodass wir auf eine grosse Teilnehmerzahl hoffen!

Diese Zuchtschau soll uns einen Überblick über den Standard in den verschiedenen Ländern verschaffen und uns den Zugang zu einem grösseren Genpool ermöglichen. Nicht zuletzt soll sie auch dem Erfahrungsaustausch zwischen Hundeführern, Züchtern und Funktionären dienen.

mit freundlichen Grüssen
Margrit Martegani
Schweizer Niederlaufhund und Dachsbrackenclub

 


Internationale Hundeausstellung am 8.12.2018 in Wels

Am 08.12.2018 betreute der Klub Dachsbracke dieses Jahr die IHA Wels mit einer Sonderausstellung. Die Ausstellung in Wels ist traditionellerweise die letzte jeden Jahres und eine der wenigen internationalen Hundeausstellungen, bei welcher an beiden Tagen alle Rassen präsentiert werden können. Der Klub Dachsbracke nahm mit einer kleinen Abordnung von drei Hunden am Samstag teil. Die Formbewertung übernahm mein Vorgänger Formwertrichter Peter Kreutner, wofür ich mich recht herzlich bedanke.

Die Ergebnisse der Formbewertung waren durchwegs vorzüglich. Vertreten wurde unsere Rasse durch zwei hirschrote Rüden und eine Vieräuglhündin.

Rüde JugendklasseELVIS VON DER PLETZENWANDVorzüglich, Jugendbester
Rüde ZwischenklasseJIMMY VON DER SCHLOSSHERRNALMVorzüglich, CACA, CACIB, BOB
Hündin Offene KlasseAKITA VOM ISINGLAUVorzüglich, CACA, CACIB, BOS

Das Interesse an unserer Rasse war wieder einmal durchwegs hoch, auch wenn die Anzahl unserer Hunde überschaubar war.

Im Anschluss an die Ringarbeit versammelten sich alle Teilnehmer im Ausstellungscafe zum gemütlichen Ausklang. In der Zwischenzeit konnte ich die Richterberichte und Ausstellungsurkunden abholen, da die internationalen Hundeausstellungen seit Oberwart 2018 nur noch digital geführt werden .Das ist grundsätzlich sehr positiv zu beurteilen, auch wenn noch die eine oder andere Kinderkrankheit besteht.

In diesem Rahmen möchte ich auch gleich auf die Termine für die Ausstellungen 2019 hinweisen:

Vom Klub Dachsbracke werden in diesem Jahr die Ausstellungen in Salzburg, Wieselburg, Oberwart und Innsbruck mit Sonderausstellungen betreut.

Zusätzlich findet 2019 die European Dogshow – die europäische Hundeausstellung – in Österreich statt, was nur sehr selten der Fall ist. Persönlich werde ich dort mit meinem Hund in eigener Sache teilnehmen, möchte aber jedem, der interessiert ist, nahelegen, sich dieses Spektakel anzusehen. Eine Anmeldung ist noch bis 15.03.2019 möglich.

Weidmannsheil!
Georg Hubmer