Berichte


Leistungsrichter Seminar in der Perle Tirols am 12.10.2019

Am Rande eines SPFS- und Leistungsrichter-Auffrischungsseminars in der Steiermark wies uns der Leiter des Richterreferats des Österreichischen Jagdgebrauchshunde Verband (ÖJGV) darauf hin, dass wir eine größere Zahl „Sternchenrichter“ hätten, somit Leistungsrichter, die die notwendigen Auffrischungsseminare innerhalb von 5 Jahren nicht absolviert haben und deren Richteramt ruht. Prüfungen würden diesbezüglich vom ÖJGV überwacht. Die Folge wäre die Ungültigkeit von Prüfungen solcher Richter und Verärgerung bei Prüfungsteilnehmern.

Tatsächlich waren einige dieser *Richter im Westen Österreichs beheimatet, unter Umständen scheuten sie die weite Anreise in den Osten zu diesem Seminar. Kurzerhand bot ich an, ein solches Seminar Anfang Oktober in Kufstein auf die Füße zu stellen, damit bei den folgenden Gebrauchsprüfungen wieder alle Richter zur Verfügung stehen können und für ein Seminar nicht tagelang anreisen müssen. Franz Höhn, unser Ausbildungsreferent sagte spontan als Vortragender zu, der ÖJGV genehmigte das Seminar rasch, ein Seminarraum bei Weidkamerad Johann Mauracher in seinem Gasthof „Goldener Löwe“ stand unkompliziert zur Verfügung.

Nach anfänglicher Funkstille in punkto Interessenten brach über uns geradezu eine Lawine von Anmeldungen aus Tirol herein, viele davon ohne Notwendigkeit, das Auffrischungsseminar absolvieren zu müssen. Landesleiter Herbert Geisler und Klubkassier Reinhard Wille danke ich für ihren Einsatz um diese 14 Anmeldungen.

Franz Höhn und ich nutzten die Anreise am Vortag, um am Morgen des Samstag eine von mir erwirkte Einladung zum Haseln „in der Frei“ in der Gemeindejagd Ebbs anzunehmen. Herzlichen Dank dem Pächter Thomas Anker und seinem Aufsichtsjäger Kurt Einwaller. Eine Laute Jagd über 13 Minuten, eine weitere über 5 Minuten ließen den prächtigen Herbsttag unter „fetzblauem“ Himmel auch ohne Beute schon einmal gut beginnen. Nach einer Vormittagsjause in Bayern und Weißwürscht mit Boisei-Weißbier bereiteten wir uns auf das Seminar vor.

Bis auf einen Teilnehmer erschienen pünktlich aus allen Landersteilen Tirols die Angemeldeten. Besonderen Dank auch an unsere Osttiroler Klubkameraden, die gleich noch einen weiteren Kameraden mitbrachten.

Die Prüfungsordnung des Klubs wurde detailliert erörtert und besonderes Augenmerk auf die zwar noch nicht geltenden, aber in Kürze beschlossenen Änderungen gelegt, die da sind:

  • Verhalten am Stück
  • Wesensprüfung
  • Schweißarbeit mit dem Riemen bis zum Stück möglich ohne Melden ob Verweiser oder Totverbeller
  • Detaillierte zeitliche Abstufungen beim Verweilen am Stück
  • Dauer der Lauten Jagd

Zum Teil kontroversiell verlief die Diskussion über die Auslegung der Bandbreite zwischen den Extremen „starke Schärfe“ und „Rute klemmen“ bei Annäherung. Man einigte sich darauf, dass es die Aufgabe der Leistungsrichter ist, absolut unerwünschtes Verhalten aus der Zucht zu nehmen, die Bandbreite mit den vorhandenen Leistungs- und Urteilsziffern aber ausschöpfen zu können.
Noch einmal wurde darauf hingewiesen, dass ein Richter seinen Ausweis bei Prüfungen bei sich führen muss und im Besitz einer gültigen Jagdkarte sein muss.

Nach Beendigung des offiziellen Teils bedankten sich die Richter beim Wirt, der die Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung gestellt hatte, mit der Bestellung von ausgiebig Speis und Trank. Die informellen Gespräche dabei festigten zudem die Kameradschaft.

Vor der Heimfahrt am Sonntag durften wir beide noch einmal „Laut Jagen“. Einen vor mir gehobenen Hasen verschonte ich und ließ ihn lieber meinen schwarzen Murl (cit. G. Hubmer) 16 Minuten lang jagen!

Weidmannsheil
Hanno Zanier


Übungstag der Landesgruppe Wien/Nö/Bgld 2019

Wie in den vergangenen Jahren, war auch heuer für den jährlich im August stattfindenden Übungstag das Interesse groß. Es hatten sich 15 Hundeführer und einige Welpeninteressenten angemeldet. Sieben Hundeführer werden im Herbst zur Gebrauchsprüfung antreten, die übrigen Hunde waren zwischen 14 Wochen und einem guten Jahr alt, also mitten drin in der Ausbildung.
Nach dem Motto „Schweißarbeit für Jung & Alt“ wurde dieser Übungstag geplant und durchgeführt.
Unser besonderer Dank für die Bereitstellung der Infrastruktur des Stiftes Seitenstetten (Meiereihof, Unterkünfte, Revier und Bestellung der Verpflegung) gilt Herrn OFö. Ing. Thomas Handsteiner. Er ermöglicht uns schon seit vielen Jahren einen zentral erreichbaren Übungstag in ungestörten Revieren.

Am Vortag wurden von erfahrenen Praktikern die Fährten in den Revieren des Stiftes Seitenstetten gelegt. Großen Dank für die treue Mithilfe an meinen Stellvertreter Hans Reisenbauer, an Stefan Rauchbauer (Fachbeirat im Ausschuss des Klub Dachsbracke), an Hermann Steinschaden, der Schweiß, Decken und Läufe organisierte, und an alle Mitglieder, die bei den Vorbereitungsarbeiten im Revier geholfen haben. Erfreulicherweise melden sich für die Mithilfe am Vortag auch immer mehr der antretenden Hundeführer an, die Arbeit kann verteilt werden. Das macht es möglich, auch für mehrere Hundegespanne mit einem überschaubaren Zeitaufwand Fährten durch Profis mit AZUBIS zu legen. Durch diese „Win-Win“-Situation lernen weniger erfahrene Hundeführer von Leistungsrichtern und LR-Anwärtern Neues. Für das Veranstalterteam bleibt durch diese Arbeitsteilung die Freude an der Arbeit erhalten. Ein geselliger Abend bot Gelegenheit zum Fachsimpeln und gegenseitigen Kennenlernen.

Bei herrlichem, nicht zu heißem Sommerwetter trafen am Samstagmorgen alle Teilnehmer am Parkplatz des Stiftes Seitenstetten ein, darunter auch unser Zuchtwart Dr. Georg Urak und der Revierleiter des Stiftes, Ofö. Ing. Thomas Handsteiner. Nach einer kurzen Einweisung der Teilnehmer und einem Gruppenfoto, wurden die Hundeführer in Kleingruppen aufgeteilt, wobei ich Wert darauf legte, dass jeder Gruppe ein Leistungsrichter und ein Leistungsrichteranwärter zugeteilt wurde, um die fachlich fundierte Betreuung sicherzustellen. Auch die interessierten Gäste wurden gleichmäßig aufgeteilt. Anhand der Prüfungsordnung des Klubs Dachsbracke unterzogen die Hundegespanne ihren Ausbildungsstand in der Schweißarbeit für ca. 3 Stunden einem spielerischen Praxistest.
Das Feedback der Leistungsrichter und Leistungsrichteranwärter war durch die Bank sehr positiv. Das stellt unter Beweis, dass alle Hundeführer im Alltag fleißig mit ihren treuen Vierbeinern am üben sind.
Der Klub Dachsbracke möchte mit dieser Ausbildungshilfe ein Instrument zur Verfügung stellen, das den Hundeführern noch lange vor der Gebrauchsprüfung einen objektivierten Ausbildungsstand ihres Hundes liefert. Sie sollen für die weitere Arbeit motiviert werden, z.B. sich mit Klubkameraden zu vernetzen, um ein möglichst hohes Niveau an Praxiswissen für die Gebrauchsprüfung und in der Folge im tatsächlichen, harten Nachsucheneinsatz zu gewährleisten.

Nach dieser Einzelbetreuung wurden in der Corona die Gehorsamsfächer lt. PO erläutert und diskutiert. Alle Dachsbracken wurden in Abständen entlang einer Forststraße abgelegt, zwei Schüsse abgegeben, damit das Verhalten am Schuss von den abseits stehenden Teilnehmern beobachtet werden konnte. Auch der erst 14 Wochen alte Welpe, Karo vom Spatzberg, zeigte schon die geforderte Gelassenheit, als die Schüsse brachen!

Im kühlen Meiereihof des Stiftes wurden wir mit einem äußerst feinen Buffet bewirtet, mit regionalen Säften, Weinen und Bier, wie auch Kaffee und selbstgemachten Mehlspeisen verwöhnt. Die Hunde konnten sich im Schatten des mächtigen Dachstuhles ebenso gut erholen wie die ausgepowerten Hundeführer, die sich noch für die Heimfahrt fit machen mussten.

Weidmannsheil
Landesleiter Fö. Thomas Rupp


Übungstag der Landesgruppe Tirol am 31.08.2019

Am Samstag, den 31. August fand auch heuer wieder ein Übungstag des Klub Dachsbracke für interessierte Hundeführer statt. Dieser wurde im Jagdrevier der Genossenschaftsjagd Hart/Zillertal abgehalten. Es haben zahlreiche Hundeführer diesen Termin wahrgenommen und so konnte bei schönem Sommerwetter ein erfolgreicher Übungstag stattfinden.

Bereits am Vortag wurden Schweißfährten gelegt. Auf die Themen Schweiß, Legen und Ausarbeiten einer Schweißfährte, das Verweisen, die Gehorsamsfächer und Laute Jagd wurde am Übungstag von Landesleiter Herbert Geisler ausführlich eingegangen. Ebenso wurde über die neue Prüfungsordnung diskutiert.

Nach der Theorie ging es dann zum praktischen Teil: von allen Junghunden wurden die Schweißfährten sehr gut ausgearbeitet. Bei diesem interessanten Übungsprogramm haben sich auch die erfahrenen Hundeführer, die erfreulicherweise auch diesen Übungstag besucht haben, sehr gut eingebracht und konnten den jungen Hundeführern sehr gute Tipps geben.

Die Landesleitung bedankt sich recht herzlich bei allen Mitwirkenden für deren Engagement und die professionelle Betreuung sowie bei der Jägerschaft Hart/Zillertal für die zur Verfügungstellung des Reviers und bei Fam. Ortner für die gute Bewirtung. Ein ganz besonderer Dank gebührt Franz Kainzner für die Mithilfe bei der Fährtenlegung.

Klub Dachsbracke Tirol


Wandertag der Kärntner Dachsbrackenfreunde am 25.08.2019

Bereits zwei Wochen nach dem gut besuchten Übungstag bei Landesleiter Alfred Rieder, stand die nächste Veranstaltung auf dem Programm und es ging in das Gegendtal, wo ein Wandertag organisiert wurde.

Organisator Hans Palle und Landesleiter Alfred Rieder konnten 22 Wanderfreunde bei der Zusammenkunft in Afritz begrüßen, von wo man mit geländetauglichen Autos bis zur Schwarzseehütte fuhr. Von dort ging es dann gemütlich zum Schwarzsee, wo eine kurze Rast für Fotoaufnahmen genützt wurde.

Durch den aufziehenden Nebel wurde uns leider der schöne Ausblick auf die benachbarten Berge verwehrt, was unsere fröhliche Stimmung aber nicht trüben konnte und so wanderten wir weiter bis zum Palnock, wo wir bei mitgebrachten Getränken und Gebäck unsere Energie für den Rückmarsch auftankten.

Besonders erfreulich war wieder die Teilnahme unserer bereits im Alter etwas fortgeschrittenen Leistungsrichtern Hannes Scharf und Adolf Pichlkastner, die ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellten.
Für diese körperliche Leistung wurden sie von ihren Leistungsrichterkollegen einstimmig mit der Höchstnote 4 belohnt.

Mit kleinen Ermüdungserscheinungen, Hunger und Durstgefühlen wieder bei der Schwarzseehütte angekommen wurden wir vom Hüttenwirt und seiner Belegschaft mit gutem Essen und Getränken verwöhnt, womit ein schöner Wandertag der Kärntner Dachsbrackenfamilie seinen Ausklang fand.

Weidmannsheil
Heimo Rauter


Übungstag der Landesgruppe Kärnten am 10.08.2019

Am Samstag, dem 10. August 2019 wurde der von Landesleiter Alfred Rieder organisierte Übungstag der Landesgruppe Kärnten abgehalten.
Im Vorfeld hatten sich eine Hundeführerin und sechs Hundeführer angemeldet, von denen vier Gespanne zur diesjährigen Vollgebrauchsprüfung antreten möchten.

Neben dem erforderlichen Material, welches für das Legen der Schweißfährten erforderlich ist, wurden auch zwei Schlepphasen und eine Wildschweinschwarte organisiert, um die erforderlichen Übungen für die Hunde so praxisnah wie möglich zu gestalten.

Vor dem Eintreffen der Hundeführer wurden bereits fünf Schweißfährten von den Leistungsrichtern und deren Helfern getreten, die zum Schluss des Übungstages ausgearbeitet wurden.

Nach der Begrüßung durch Landesleiter Alfred Rieder wurden die Prüfungsordnung und der Ablauf einer Gebrauchsprüfung von Leistungsrichter Adolf Pichlkastner den Hundeführern erklärt und näher gebracht.

Im Anschluss wurden das Ablegen und die Schussfestigkeit geübt, wobei sich bei manchem Gespann wohl noch einige Übungsstunden ausgehen sollten.

Nach diesen Übungen wurde von Landesleiterstellvertreter Leo Kogler eine Schauschweißfährte getreten, wobei vom Anschuss bis zum Auffinden des Stückes den Junghundeführen alles gezeigt und erklärt wurde.

Mit viel Freude und Jagdpassion wurden die anschließenden Hasenschleppen von den Junghunden gearbeitet und so bereits der Grundstein für so manch erfolgreiche Hasenbrackade gelegt.

Auffallend war das etwas vorsichtige Verhalten der Hunde bei der Schleppe mit der Sauschwarte. Da sich diese Wildart aber nun auch in Kärnten im Vormarsch befindet, sollte vielleicht über einen Besuch eines Schweinegatters nachgedacht werden.

Nach Ablauf aller Übungen wurde noch kurz der abgelaufene Übungstag besprochen und der Landesleiter bedankte sich bei allen Leistungsrichtern und Helfern für die Mitarbeit. Ein Hundeführer bedankte sich ebenfalls für den gut organisierten Übungstag bei allen Beteiligten und versicherte, viel über die Führung eines Jagdhundes dazugelernt zu haben.

Ein besonderer Dank gilt aber der gesamten Familie Rieder, die nicht nur für die Organisation zuständig war, sondern die gesamte Dachsbrackenfamilie mit Getränken und köstlichen Gegrillten nach dem Übungstag verwöhnte.

Weidmannsheil
Heimo Rauter


Jagdhundevorstellung auf der Freistädter Wiesn 2019

Auf Einladung des Bezirks-Hundereferenten wurde auch heuer wieder unsere Dachsbracke „Elvis von der Pletzenwand“ auf der „Freistädter Wiesn“ vorgestellt.

Die hohen Außentemperaturen haben den Besucherandrang leider etwas gedämpft und auch die Anzahl der vorgezeigten Hunde hat sich in Grenzen gehalten. Es waren einige wenige Jagdhunde aus den Bereichen Vorstehhunde, Bauhunde und Schweißhunde vertreten.

Informationsblätter über unsere Alpenländische Dachsbracke wurden ausgeteilt und es gab einige interessante Gespräche mit den Besuchern über unsere Dachsbracke. Unter den Besuchern waren diesmal auch unser OÖ Landesleiter Josef Pfarl und Landesleiter Stellvertreter Josef Atschreiter samt Gattinnen vertreten. Für den Besuch und die hilfreiche Unterstützung ein herzliches Dankeschön.

Weidmannsheil und Horüdho
Hansjörg Blöchl


Ehrenmitglied Alois Mattersberger 80 Jahre

Eine Scheibe mit Dachsbracken Portrait konnten wir am 11.08.2019 unserem langjährigen ehemaligen Zuchtwart und nunmehrigen Ehrenmitglied Alois Mattersberger im Rahmen seiner Familienfeier zum 80. Geburtstag überreichen.

Waltraud und Alois Mattersberger freuten sich über den Besuch von Klubobmann Stellvertreter Herbert Geisler, Kassier Reinhard Wille und dessen Frau Magdalena sowie Geschäftsführer Andreas Angermann. Klubobmann Harald Heil war verhindert, überbrachte aber telefonisch die Glückwünsche des Klubs.

Herzliche Gratulation, viel Glück und Gesundheit, sowie ein kräftiges Weidmanns Heil!
Andreas Angermann


Wandertag der Landesgruppe Tirol am 25/26.07.2019

Die Landesgruppe Tirol lud am 25./26.7.2019 zu einer Dachsbrackenwanderung mit Übernachtung in den schönsten Fleck Österreichs 2017, das malerische Kaisertal. Bei brütender Hitze folgten dem Ruf der Organisatoren Landesleiter Herbert Geisler und Sabine Erhart nur die härtesten Hundegespanne, nämlich Marc Pantic mit Diana von der Hochasteralm, seine Frau Heike mit einer Minirauhhaardackeldame sowie Hanno Zanier mit Djina vom Kalkberg und Gattin Bernadette. Sabines Valentin vom Almfrieden war der Hahn im Korb, Herberts Hündin blieb bei ihren sechs Welpen.

Über die 300 Stufen des Kaisertalaufstieges erreichten wir die Neapelbank, so benannt wegen des herrlichen Blicks über die Stadt Kufstein und das Unterinnntal talaufwärts bis Rattenberg. Mit Zwischenstation am Veitenhof erreichten wir den auf 793 m gelegenen Pfandlhof, wo wir vom Hausherrrn, Jäger und Hundeführer Josef Schweighofer herzlich empfangen wurden. Im Talschluss die bizarren Kletterfelsen des Totenkirchls der Fleischbank-Ostwand vor Augen klang der Abend auf der Terrasse mit einem hervorragenden Abendessen bei Fachsimpeleien und ausreichend Elektrolytgetränken aus.

Samstagfrüh ging es nach einem opulenten Frühstück zunächst zur Antoniuskapelle, in der um das Auffinden verloren gegangener Gegenstände gebetet wurde. Bei mir wars der wegen eines technischen Defekts meiner Waffe verschossene Bock, den ich vorige Woche doch wieder aus dem Einstand blatten konnte.
Der Weg führte uns über den 600 Jahre alten Hinterkaiserhof, der nach wie vor im Vollerwerb bewirtschaftet wird und mit Speck, Milch und andere Eigenprodukte aufwartet.

Nach zwei Stunden erreichten wir die unterhalb der Naunspitze des Zahmen Kaisers auf 1161m gelegene Ritzau-Alm, auf der uns Josef Anker, selbst ebenfalls Jäger und Hundeführer mit Kaspressknödeln, Ochsenbraten und Gulasch verwöhnte. Uns gegenüber lag der Wilde Kaiser in seiner respekteinflößenden Anmut. Die Hunde konnten ausreichend Wasserkühlung gießen, mussten aber geduldig vor dem Panorama posieren. Nach diesem Kulinarium bereitete uns der Abstieg schon wegen der Schwerkraft wenig Mühe. Gleiches galt für das argwöhnische Almvieh, das faul im Stall der Hitze auswich.

Petrus war uns gnädig und ließ das Unwetter erst losbrechen, als wir Kufstein hinter uns gelassen hatten.

Bei diesem Treffen standen die Kameradschaft, das Fachgespräch und der persönliche Kontakt im Vordergrund. Die Daheimgebliebenen sind herzlich eingeladen, ihre Hunde nächstes Jahr vor den Vorhang zu holen.

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier