Übungstag


Übungstag Landesgruppe W/NÖ/B 03.07.2026 Naturpark Sparbach

Unsere Lokalredakteurin, die bezaubernde Djinie Kalkberg, selbst mit langjähriger GP- und SSP-Erfahrung hat die Teilnehmer am Übungstag besucht:

DK: Ich stehe hier im herrlichen Naturpark Sparbach gemeinsam mit Übungsleiter Thomas Rupp und frage dich, was das Ziel dieser Ansammlung hirschroter Dachsbrackenbuben und -mädels ist und wie gut sich die die Gespanne schlagen?

TR: Es war schon eine Challenge, für sechs Hundegespanne Schweiß, Schalen und Häupter von Rotwild zu organisieren! Am Vortag haben unsere Leistungsrichter und Helfer -denen ich besonders danke – die Fährten so angelegt, dass die Teilnehmer prüfungsnah üben können und ihnen die Leistungsrichter als Unterstützung zur Seite stehen. Jetzt kann man sich noch Rat und Meinung holen und das gut in die Prüfungsvorbereitung integrieren.
Die Hundeführer sollen lernen, jedes Haar am Hinterteil ihres Hundes zu lesen, die Hunde von Verleitfährten von selbst oder mit Menschenhilfe wieder auf den richtigen Weg -die Kunstfährte – zu bringen, und die heute ausgelegten Verweiserpunkte sicher zu finden. Bei der Gebrauchsprüfung im Herbst sind auch sicheres Gehen an der Leine, Ablegen der Hunde für zumindest 20 Minuten, Verhalten auf Schuss und Wesensfestigkeit und der Wachsamkeit am erlegten Stück zu zeigen.
Die zweite Hauptdisziplin, die Laute Jagd auf Hase und Fuchs, haben die meisten Hunde schon im letzten Winter absolviert. Das legen wir auch allen nahe, die eine GP ablegen wollen. Die gesamte Prüfung an einem Tag durchzuführen, ist für Hund und Hundeführer sehr stressig und führt oft zu nicht optimalen Ergebnissen. Die Möglichkeit der Vorprüfung in der lauten Jagd sorgt dafür, dass man sich danach in der Vorbereitung auf die GP auf die Schweißarbeit und die Gehorsamsfächer konzentrieren kann.
Beim heutigen Übungstag geben wir den Hundeführern die Hausaufgaben mit, damit sie zur Gebrauchsprüfung nicht unvorbereitet antreten und sich unsere Leistungsrichter gute Leistungen ansehen und beurteilen können, quasi eine Win-Win-Situation!

DK: Zurück zu meiner Frage, wie sich die Gespanne konkret geschlagen haben?

TR: Wir haben durchaus sehr gute Leistungen dabei. Der Boden ist nach der Hitzewelle betonhart, auch begrünter Untergrund ist ausgetrocknet. Die Hundeführer haben gut reagiert, indem sie die Hunde nach 300-400 Metern auf der Fährte ablegten, die Riechzellen der Hunde mit reichlich Wasser versorgten und dann wieder weiterarbeiteten. Ein Gespann kam weit von der Fährte ab und fand eher zufällig wieder zurück. Auch beim Gehorsam haben einige noch viel zu lernen. Ein Rüde arbeitete ganz passabel zuerst fährtentreu, dann etwas unkonzentriert bis zum letzten Wundbett.
Dort zur „Freien Suche“ geschnallt, bog der „Hundling“ im rechten Winkel ab und ging lieber Rehjagern, kam aber nach wenigen Minuten wieder mit hängendem Lecker retour. Das Versagen in diesem Punkt schadet zwar nicht, würde aber eine perfekte Vorbereitung unter Beweis stellen und Bestnoten bringen.

DK: Wau! Und wie übt ihr die Revierführigkeit, Verhalten auf Schuss und Wesensfestigkeit?

TR: Ganz einfach. Der Hund muss an der linken oder – NEU seit 2025 – rechten Seite des Hundeführers mitlaufen, sitzen, wenn der hält, im Stangenholz mit Leine richtig mitgehen und zB. über Gräben springen. Das alles, ohne den Hundeführer zu beeinträchtigen. Das braucht halt Übung, Übung, Übung!
Wenn der Hund beim Herrn abgelegt liegt, geben wir in etwas Entfernung Schrotschüsse ab und schauen, wie die Hunde reagieren. Da das auch eine Wesensfrage ist, schauen die Richter penibel drauf, dass die Hunde nicht die Rute klemmen, sich hinter dem Hundeführer verkriechen oder verschreckt herumlaufen. Gottseidank haben wir mit unseren Dachsbracken da aber so gut wie nie Probleme.

DK: Was gibst du den Prüfungsanwärtern neben den fachlichen Tipps noch mit?

TR: Erinnere dich an deine eigenen Prüfungen Djinie! Viel zu üben macht euch Hunden enormen Spaß, fördert die Sicherheit in allen Fächern und eure Hundeführer werden auch ruhiger und gehen auf euer Wesen besser ein. Auf den „Gefechtslärm“ bei der GP solltet vor allem ihr Hunde durch vorherige Anreise eingestellt sein. Das heißt, dass man am Vorabend der Prüfung anreist, damit sich Hund und Hundeführer auf die Situation einstellen können. Am Morgen der Prüfung gibt’s dann noch eine große Gassirunde um die Nervosität zu vertreiben. So nimmt die Prüfung einen besseren Start als nach langer Autofahrt plötzlich im Prüfungsgeschehen zu stehen.
Auch die Prüfungsordnung sollte man gelesen und verstanden haben. Wenn man bei der Prüfung steht und vergessen hat ein Fach zu üben, ist es zu spät. Es wird bewertet was gezeigt wird, egal ob vorher geübt oder nicht.
Lasst euch von befreundeten Jägern oder Mitprüflingen mit fremdem Geruch in anderen Revieren Fährten unterschiedlicher Länge und Stehzeit treten. So bleibt das Training spannend und bekanntlich macht ja erst Übung den Meister. Ihr Hunde lernt ja allzu schnell bei bekannten Fährten, kürzerer Länge, Stehzeit oder Geruch unerwünscht durch Verweigerung zu reagieren!

DK: Thomas, du übertreibst! Aber dass wir Schweißhunde im entscheidenden Moment sagen, wo´s lang geht und daher disziplinäre Privilegien in punkto Gehorsam einfordern, stimme ich dir zu!

Wie motiviert ihr denn die Hunde?

TK: Belohnung auch kleinster Schritte und negative Strafen vermeiden sind der Geheimtipp! Ein Lob, eine Streicheleinheit und das, nicht zu inflationär, das Leckerli.
Du siehst es ja an den Hundeführern: denen hat LR Christian Ullrich mit Wildbratwürsteln aus seinem Revier – auch ihm sei Dank – ein Jackpot-Leckerli serviert. Fachsimpelei und scherzende Gespräche bei einem Erfrischungsgetränk sind die Belohnung für die Hundeführer. Da sind sich Hund und Hundeführer durchaus ähnlich.

DK: Danke Thomas für das informative Gespräch! Ich hoffe, dass auch ihr liebe Leser euch für dieses Thema interessiert und der eine oder andere Junghundeführer oder -führerin zum Klub stößt!

Hanno Zanier


Übungstag der Landesgruppe Wien/Niederösterreich/Burgenland 2025

PER ASPERA AD ASTRA!
…über rauhe Wege gelangt man zum Erfolg…

Am 14. Juni 2025 organisierte Ofö Ing. Thomas Rupp, Leiter der Landesgruppe Niederösterreich, Wien und Burgenland mit seinem zehnköpfigen Leistungsrichter-Team im Naturpark Sparbach den bereits traditionellen Übungstag für Prüfungsgespanne und jüngere Dachsbracken.

Ziel ist es, die Hunde und ihre Hundeführer bestmöglich in den praktischen Ablauf der Gebrauchsprüfung in den Fächern Riemenarbeit, Verhalten am erlegten Stück, Revierführigkeit und Gehorsam einzuweisen, damit der Jägerschaft künftig wieder einige gute Nachsuche-Hunde zur Verfügung stehen. Bis zur Prüfung im Herbst haben die Gespanne genügend Zeit, das Verhalten ihrer Hunde richtig interpretieren zu lernen, das Verweisen/ Totverbellen immer wieder zu üben, Fuß an der linken oder (NEU) rechten Seite zu trainieren. Auch die Leistungsrichter und Anwärter lernen die Hunde, die sie vielleicht im Herbst prüfen, erstmals kennen.

12 Hundegespanne nahmen das Angebot an und arbeiteten unter richterlicher Anleitung getretene Rotwild-Fährten von 500m 1000 m. Für die jüngsten Hunde – ein Seidlhofer erst einmal acht Wochen, zwei weitere 16 Wochen alt, gab es kurze Schleppen mit dem ersten Suchen-Kontakt mit einem Haupt am Ende der Arbeit.
Wie jedes Jahr waren hervorragende Leistungen, aber auch ungeübte Hunde/ Hundeführer zu sehen. Fehler werden beim Übungstag, anders als bei der Prüfung noch auf der Fährte besprochen, wie etwa zu intensives, störendes Reden mit dem Hund, Nichterkennen des Changierens auf eine Verleitfährte, eine zu stürmische Suche nicht einzubremsen.

Obmann MF Harald Heil holte in der Folge Tricks und Tipps aus seiner Wissenskiste, um zB. das mindestens 20-minütige Ablegen ohne Sicht oder Wind vom Hundeführer einzustudieren oder das sichere Fuß-Gehen zu üben.

Nach fünfstündigem Trainingsgeschehen lechzten an diesem heißen Sommertag nicht nur die Hunde nach Erfrischung. Im Schatten einer blühenden Linde der Forstverwaltung Sparbach der Liechtenstein Gruppe stellte LR-A Kristian Ullrich Wildbratwürste bereit. Bei kühlen Getränken wurde fachgesimpelt und alte oder neue Kontakte gepflegt. Unser Dank gilt allen, die dem Klub zum Teil schon am Vortag ihre Freizeit unentgeltlich zur Verfügung stellten und diese Veranstaltung einmal mehr zum Erfolg führten.

Suchenheil!
Hanno Zanier


Übungstag der Landesgruppe Wien/Niederösterreich/Burgenland

Das bereits 15. Jahr in Folge fand am 15.06.2024 der Übungstag der Landesgruppe im Revier Schweintzerberg der Liechtenstein’schen Guts- und Forstverwaltung Wilfersdorf unter Leitung von Landesleiter Thomas Rupp statt. Das Revier bietet mit seinen abwechslungsreichen Wäldern, der guten Erreichbarkeit und Erschließung einen perfekten Rahmen für die Arbeit mit unseren Hunden, wofür der Liechtenstein´schen Forstverwaltung und insbesondere Thomas Rupp ein großes Dankeschön gebührt.

In Vorbereitung des Übungstages wurden unter reger Teilnahme von Hundeführern, Leistungsrichtern und Revierkundigen für die zehn gemeldeten, älteren Hunde, Übungsfährten angelegt. Die Fährten wurden mit Rotwildschalen getreten, hatten eine Länge von rund 500 Metern und entsprachen, abgesehen von der Länge der Fährten, der Prüfungsordnung. Für die Junghunde wurden am Morgen des Übungstages noch Übungsschleppen gezogen.

Pünktlich um acht Uhr wurden die Teilnehmer von Landesleiter Thomas Rupp, im Beisein von Zuchtwart Georg Urak und Ausstellungsreferenten Georg Hubmer begrüßt, kurz eingewiesen und nach dem Gruppenfoto fuhren die Hundeführer in Zweiergruppen begleitet von einem Leistungsrichter, bzw. Leistungsrichter Anwärter ins Revier, um die Fährten zu arbeiten. Hierbei wurde der aktuelle Leistungsstand im Hinblick auf die Gebrauchsprüfung im Herbst besprochen und hinsichtlich noch bestehender Lernfelder der eine und andere wertvolle Tipp gegeben. In Summe zeigte sich, dass der Aufwärtstrend bezüglich der Leistungen in der Schweißarbeit weiter anhält und hier in Summe auf einem hohen Niveau gearbeitet wird.

Anschließend wurde die Prüfungsordnung durchgegangen, mit Schwerpunkt auf den Gehorsamsfächern. Die Teilnehmer wurden deutlich ermutigt, sich beim Ablegen nicht mit den Mindeststandards zufrieden zu geben und kontinuierlich am Gehorsam ihrer Hunde zu arbeiten. Anschließend wurde noch das Verhalten auf Schuss beobachtet, wobei sich alle Dachsbracken unauffällig, aber meist interessiert zeigten. Positiv ist hervorzuheben, dass sich die Hunde in Gruppe sehr verträglich zeigten und somit alle vierbeinigen und zweibeinigen Teilnehmer einen entspannten Übungstag erleben durften.

Die Veranstaltung fand ihren Ausgang unter den schattigen Linden im Hof der Gutsverwaltung des Naturpark Sparbach, wobei Klubkameraden Kristian Ulrich für das Sponsoring ausgezeichneter Wildwürstel zu danken ist. Unter regem Austausch rund um unsere Hunde, der Jagd und manch skurriler Jagdgeschichte fand der Übungstag seinen Ausgang.

Die teilnehmenden Hundeführer konnten sich wertvolle Inputs für die Arbeit bis zur Gebrauchsprüfung vom 25.-27.10.2024 in Altenmarkt im Yspertal mitnehmen und die Landesgruppe kann sich über das große Interesse an unseren Hunden sowie über aktive und motivierte Hundeführer freuen.

Waidmannsheil
LR-A Ludwig Dorfstetter


Übungstag der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 8.7.2023 in Sparbach

Seit nunmehr acht Jahren bietet unser Landesleiter Ofö Ing. Thomas Rupp jenen Hundeführern, die beabsichtigen zur nächsten Gebrauchsprüfung anzutreten, die Möglichkeit, im Naturpark Sparbach der Liechtenstein`schen Forstverwaltung die Prüfungsfächer Riemenarbeit, freie Suche, Gehorsam, Revierführigkeit und Verhalten auf Schuss unter richterlicher Anleitung zu üben und die Wesensfestigkeit beurteilen zu lassen. Hierfür sei ihm und seinem Dienstgeber besonderer Dank und Anerkennung ausgesprochen! Gleiches gilt für sein Team, bestehend aus LLStv Johann Reisenbauer, LR Stefan Rauchbauer, LR Georg Urak, Hermann Steinschaden und LR-A Ludwig Dorfstetter.

Sechs Fährten zu ca. 500m, die sonst der PO DBR entsprechen, wurden am Vortag mit Damwildschalen angelegt, zusätzlich Verweiser markiert und das Wundbett so angelegt, dass die freie Suche in diesem umfriedeten Terrain gut beobachtet werden kann.

Am hochsommerlichen Morgen des Folgetages konnten wir neben den sieben Teilnehmern auch unseren Klubobmann Mf Harald Heil und interessierte Gäste begrüßen.

Drei Richtergruppen mit je zwei Hundegespannen erläuterten vor der Riemenarbeit den Ablauf einer GP und gaben praktische Tipps, wie zB. das Verhalten bei hochwerdendem gesunden Wild auf der Fährte.
Beim Ausarbeiten der Fährten wurden erfreulicherweise überwiegend gute Leistungen gezeigt. Besonders hervorzuheben sind zwei Hunde, die auch die freie Suche perfekt meisterten und nach kurzer Verweildauer die Stücke verwiesen. Das stellt die intensive Vorbereitung und gute Zusammenarbeit der Gespanne unter Beweis. Auch für uns Richter ist es schön zu beobachten wenn ein zunächst spurtreu arbeitender Hund, der von der Fährte abkommt, sich selbst korrigiert oder der Hundeführer den „Holzweg“ erkennt, zurückgreift und vielleicht den Hund vorher ablegt, um die Lage neu zu beurteilen und dann das Gespann wieder richtig einfädelt. So wird die Nase des Hundes mit dem Verstand des Hundeführers verknüpft.

Beim ersten Wildkontakt seines jungen Lebens stolperte ein wenige Wochen alter Welpe auf einer 50 Meter langen Hasenschleppe dem Ziel entgegen, das er nach vorsichtigem Bewinden in der Folge eifrig annahm.

Anschließend nahm Mf Heil die Hundeführer bei den Gehorsamsfächern in die Mangel. Exaktes Fuß-Gehen, Halten, Ablegen und Abholen des Hundes kann mit einfachen, konsequenten und gleichbleibenden Übungen angelernt werden.

Beim Verhalten auf mehrere Schüsse – auch Teil der Wesensfestigkeit – reagierten alle Hunde interessiert und unauffällig.

Während wir bei einem kühlen Getränk fachsimpelten, spielten 10 Hunde, alt und jung , auch die Rüden, nicht angeleint miteinander, als ob sie schon immer beisammen gewesen wären.

Nach „getanem Tagwerk“ gab es unter schattenspenden Bäumen des Jagdschlosses Sparbach von Thomas organisierte und zubereitete Grillwürstel. Franz Trimmel steuerte Süßspeise bei.

Für die Hundeführer heißt es jetzt bis zur GP im Herbst Defizite aufzuholen oder gute Leistung konstant abrufbar zu halten.

per aspera ad astra!
Hanno Zanier


Übungstag der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 9.7.2022 in Sparbach

Nach einem Übungstag nur für Junghunde im letzten März organisierte LL Ofö Ing. Thomas Rupp in zwei Revieren der Liechtenstein´schen Forstverwaltung dieses Mal eine Schulung speziell für Hundegespanne, die die Vorprüfung Laute Jagd bereits abgelegt haben und im Herbst zur Gebrauchsprüfung antreten.

Der Fokus lag auf sechs ca. 600m langen getretenen Rotwild-Übernachtfährten mit anschließender Möglichkeit, den Hund am letzte Wundbett nach Aufforderung durch die Leistungsrichter zur Freien Suche zu schnallen. Jeder Hund musste das Ritual am Anschuss beherrschen, die Fährte richtig anfallen und möglichst fährtentreu einen oder mehrere Winkel und einen Bogen arbeiten, ausgelegte Fundstücke (Pirschzeichen) verweisen und über nächtliche Verleitfährten „drüberkommen“.

Beispielsweise wurden Fragen: „wie verhalte ich mich bei abspringendem gesunden Wild; wie erkenne ich, dass mein Hund abgekommen ist, wie bremse ich meinen zu schnell arbeitenden Hund;“ direkt am arbeitenden Hund erörtert.
Zusätzliche praktische Tipps sollen einen möglichst guten Prüfungserfolg und gute Nachsuche-Hunde für den „Ernstfall“ gewährleisten. Mit genügend Zeit können jetzt allfällige Defizite bis zur Gebrauchsprüfung beseitigt werden oder Teilbereiche (zB freies Ablegen) intensiver geübt werden.

Zusätzlich begutachteten die vier Leistungsrichter die Wesensfestigkeit und das Verhalten auf Schuss. Alle gemeldeten Hunde verhielten sich sehr sozialverträglich gegenüber Mensch und Artgenossen und blieben bei mehreren Schüssen interessiert und ruhig.

Dr. Georg Urak und OFö Ing. Thomas Rupp erklärten den Hundeführern in punkto Formbewertung, dass durch die Formwertrichter der ungefährdete Blick sowohl ins geschlossene, als auch geöffnete Gebiss sowie das Stillstehen zum Abmessen der Schulterhöhe der Hunde möglich sein muss. Das hat der Hundeführer vorab immer wieder mit dem Hund in vertrauter Umgebung zu üben. Diese Aufforderung – geschätzte Leserinnen und Leser – ist auch an alle Besitzer einer Dachsbracke gerichtet, die einen formbewerteten und allenfalls zuchttauglichen Hund ihr Eigen nennen wollen!

Pünktlich zum Mittagläuten versorgte der Internationale St. Hubertus-Orden/ NÖ durch Mag. Erich Gratzenberger die Teilnehmer mit feinster „Wildleberkäse-Trilogie“ aus seinen Wienerwaldrevieren. Der Orden schreibt sich die Förderung traditioneller Jagdformen, der Kameradschaft und der weidgerechten Jagd auf die Fahne, was uns – die Schamröte ins Gesicht treibend – zu Empfängern dieser Spende machte. Ordentlichen Dank!
Im Forsthof der Liechtenstein´schen Forstverwaltung wurde auf simplen Bierbänken mit ebendiesem Getränk noch ein wenig fachgesimpelt und „g´hoagascht“, ehe sich die Runde mit ihren Hunden wieder in alle vier Viertel Niederösterreichs zerstreute.

Wir bedanken uns beim Organisator, Vertreter des Grundeigentümers, Form – und Leistungsrichter Ofö Ing. Thomas Rupp, den weiteren Form-,Leistungsrichtern bzw. Fährtentretern Dr. Georg Urak, Hans Reisenbauer, Dr. Hanno Zanier, Felix Engel, Hermann Steinschaden und Rupert Krahofer, die ihre soft-skills und ihre Freizeit zur Förderung der Klubziele zur Verfügung gestellt haben, bei den HundeführerInnen für ihre Bereitschaft, ferme Hunde auszubilden!

Suchenheil!
Dr. Hanno Zanier


Übungstag der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 12.3.2022 in Sparbach

Mit großer Freude blickt die Landesgruppe auf das heurige Jahr, sind doch viele Junghundeführer gerade mitten in der Ausbildung ihrer Dachsbracken. Auf ebenso viele Hundeführer wartet im Herbst die Gebrauchsprüfung, daher entschloss sich die Landesleitung spontan, einen Übungstag für Junghundeführer zu organisieren. Der Einladung folgten acht Hundeführer und ein Welpeninteressent, ein Hundeführer musste krankheitsbedingt absagen.

Am Vortag wurden von Leistungsrichtern und erfahrenen Praktikern die Fährten im Revier Schweintzerberg der Liechtenstein’schen Forstverwaltung gelegt. An dieser Stelle möchte ich die extreme Trockenheit und daher herausfordernden Arbeitsbedingungen für unsere Vierbeiner erwähnen. Beim Fährtentreten war der Boden derart dürr, dass es so mancherorts regelgerecht gestaubt hat, ein Alptraum für jeden Forstmann.

Großer Dank für die treue Mithilfe und Unterstützung an meinen Stellvertreter Hans Reisenbauer, an Dr. Georg Urak, an Hermann Steinschaden, der Rotwildschweiß, Decken und Läufe organisierte und an Rupert Krahofer, den edlen Spender der Wildwürstel.

Erfreulicherweise meldeten sich für die Mithilfe am Vortag auch immer mehr der Teilnehmer an, so konnte die Arbeit gut verteilt werden. Das machte es möglich, auch für mehrere Hundegespanne mit einem überschaubaren Zeitaufwand Fährten durch Profis gemeinsam mit AZUBIS zu legen. Durch diese „Win-Win“-Situation lernten weniger erfahrene Hundeführer von Leistungsrichtern und Profis Neues. Leichte Minusgrade, mäßiger Wind, jedoch Sonnenschein von der Früh weg – ein schöner Tag stand bevor.

Am Samstagmorgen trafen alle Teilnehmer am Parkplatz des Naturparks Sparbach ein. Nach der Begrüßung gab es eine kurze Einweisung und die Gruppenaufteilung. Auch ein Dachsbrackenführer aus Kärnten nahm den weiten Weg und die verrückt hohen Spritpreise auf sich, um am Übungstag teilzunehmen. Jede Richtergruppe betreute zwei Gespanne, was ein effektives Arbeiten ermöglichte. Ein 16 Wochen alter Welpe arbeitete eine 4 Stunden alte, etwa 400 Meter lange Damwildschleppe äußerst akribisch und mit aller Ruhe, eine Freude, ihn zu beobachten!

Das Feedback der Leistungsrichter und LR-Anwärter im Anschluss der Fährtenarbeiten, die Tipps und so manche kritischen Worte sollten die Hundeführer motivieren, auch zu Hause eifrig zu sein! Nach dieser Einzelbetreuung wurden vom Zuchtwart Dr. Urak die Gehorsamsfächer laut Prüfungsordnung erläutert. Alle Dachsbracken wurden in Abständen entlang einer Forststraße abgelegt, zwei Schüsse abgegeben, damit das Verhalten am Schuss beobachtet werden konnte. Alle Hunde reagierten gelassen und unaufgeregt auf die Schüsse. Hier soll und muss erwähnt werden, dass auch dieses „Fach“ geübt werden muss, denn von alleine und ohne jegliche Reviererfahrung wird der Hund eher nervös und überfordert sein.

Abschließend wurden am Lagerfeuer in äußerst gemütlicher Umgebung die Wildwürstel gegrillt. Danke an dieser Stelle an den Grillmeister Rupert! Das war ein produktiver und äußerst entspannter Tag, eine gemütliche Runde unter Gleichgesinnten – das sind meine Eindrücke dieses Übungstages.

Brackenheil und Weidmannsdank
Ofö.Ing. Thomas Rupp


Sonderübungstag Wien/NÖ/Bgld. am 19.06.2021

Heute ging es heiß her! Lasst mich den Tag in der Buckligen Welt kurz Revue passieren:

Unsere Landesgruppe organisierte erneut einen Sonderübungstag, dieses Mal in den Revieren Bromberg, Wiesmath und Thernberg. Bei hochsommerlichen Temperaturen und äußerst trockenen Bedingungen wurden am Vortag des Übungstages die Schweißfährten gelegt. Es wurden Rot-, Schwarz-, und Rehwildfährten vorbereitet, vier Fährten zwischen 600 und 800 Metern Länge für die jüngeren Hunde im Alter von 10 bis 12 Monate, und eine Fährten lt. Prüfungsordnung für einen Hundeführer, der im Herbst zur Gebrauchsprüfung antreten wird. Des Weiteren wurde am Morgen des Übungstages eine Hasenschleppe gezogen. Die Reviere weisen allesamt einen guten Reh-, und Schwarzwildbestand und Hasenbesatz auf, Rotwild ist eher Wechselwild.

Die Teilnehmer und Organisatoren trafen sich in der Früh am Anwesen von LL Stv. Hans Reisenbauer, die Hunde hatten die Gelegenheit, sich allesamt kennenzulernen und sich zu akklimatisieren, was nach einer Autofahrt sehr wichtig ist. Dann der übliche Ablauf, kurze Besprechung des Tagesprogramms, Abfahrt in die Reviere und Arbeiten der Fährten samt Nachbesprechung. Wichtige Tipps und Tricks wurden in der Runde diskutiert, Erfahrungen in entspannter Runde ausgetauscht, so, wie es sein soll.

Ich möchte jetzt gar nicht näher auf die Leistungen eingehen, sondern bin sehr erfreut, folgende Beobachtungen hiermit kundzutun:
Alle Leistungsrichter waren sich darin einig, dass die Arbeiten allesamt sehr ansehnlich und sehr gut waren. Die Ausbildung des Hundes in der Schweißarbeit dürfte nun in der Landesgruppe angekommen sein. Dies führe ich schon auf die sehr gute Vernetzung unter den Hundeführern und die Umtriebigkeit der Landesgruppe zurück. Die Hundeführer setzen sich mit diesem Thema nun konsequent auseinander, was wiederum auf das sehr gute Abschneiden beim Fährtenarbeiten positive Auswirkungen hat. Und zu guter Letzt ist das eine perfekte und wichtige Werbung für unsere Dachsbracken!

Vielen Dank an alle Hundeführer, die engagiert und mit viel Interesse, Spaß und Freude bei der Sache sind, und ja, die GEDULD darf nicht vergessen werden.

Nach dem Mittagessen, welches wir am Hof von Hans eingenommen haben, wurden die Gehorsamsfächer besprochen, auf Grund der Hitze war sich die Runde einig, eher noch das eine oder andere erfrischende Getränk zu konsumieren, und die Hunde nicht mehr mit Gehorsamsübungen zu nerven. In Summe waren 9 Dachbracken unter sich. Die sehr gute Sozialisierung und das angenehme Wesen der Hunde war auffällig, was heutzutage ein Muss ist.

Die Hundeführer und die Landesleitung bedankt sich recht herzlich bei LL Stv. Hans Reisenbauer samt seiner Familie, bei Alois Schwarz, Connie & Ernst Schmid für die Bereitstellung der Reviere, und für die Vorbereitung der Fährten.
Ein großer Dank an Frau Waltraud Reisenbauer, die abermals für Speis und Trank bestens gesorgt hat!!

Brackenheil
Thomas Rup


Sonderübungstag Wien/NÖ/Bgld. am 29.05.2021

Da in der Landesgruppe heuer viele Alpenländische Dachsbracken zur Gebrauchsprüfung anstehen, aber auch ein reges Interesse von Seiten der Hundeführer jüngerer Hunde besteht, entschloss sich unser Landesleiter, die Übungstage auf drei Termine aufzuteilen.

Für die Leistungsrichter ist der Übungstag eine Gelegenheit, Wesen und Statur der Hunde erstmals zu beobachten. Für die Hundegespanne ist der Gefechtslärm in einem fremden Revier, die Sozialisierung der Hunde und der Ablauf einer Prüfung unter Anleitung der Richter ein großer Vorteil für kommende Prüfungs- und reale Einsätze.

Hanno Zanier hat zwei Wochen zuvor im Revier Frauenwart am Wienerwaldsee 4 Fährten ausgezeigt. Am Vortag der Veranstaltung wurden von Thomas Rupp, Georg Urak, Hermann Steinschaden und dem Revierkundigen zwei Rotwild-Kunstfährten zu 1000 m, zwei Rehfährten zu 500m und eine kurze Schleppe angelegt.
Nach 16 Stunden Stehzeit legten die Betreuer nach einer kühlen aber trockenen Nacht die Stücke aus. Alle waren überpünktlich zur Begrüßung erschienen, die Arbeit begann. Es wurde Wert darauf gelegt, dass die Teilnehmer auch andere Gespanne begleiten konnten.

 

Die zur Gebrauchsprüfung anstehenden Adrian Rusu und Paulina von Althausen, arbeiteten tüftelnd, konnten die rechten Winkel ausarbeiten und die Verweiserstücke anzeigen. Sie fanden problemlos zum Stück.
Ernst Schmid mit Wanda vom Jagaboden vertritt den Klub Dachsbracke am 3.6.2021 bei der SSP des Niederösterreichischen Landesjagdverbandes in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Jagdgebrauchshunde Verbandes (ÖJGV) in Purgstall. Nach der Prüfungsordnung des ÖJGV für SSP müssen 3 stumpfe Winkel, 2 Wundbetten und einige Verweiser ohne freie Suche zum Stück gemeistert werden. Die Vieräugl-Hündin hat einen starken Finderwillen, lässt sich aber gerne von reichlich vorhandenen Verleitfährten (Reh und Schwarzwild) ablenken. Sie wird vom Hundeführer korrigiert oder findet selbst zurück zur Fährte. Drei der fünf Verweiser und beide Wundbetten verweist sie. Lediglich beim Schmaltierhaupt hat sie Schwierigkeiten, dieses zu finden.
Rupert Krahofer mit dem jungen hirschroten Rüden Eros vom Seidlhof hat keine Probleme, eine kurze Rehfährte auszuarbeiten. Der Rüde wird erstmals überhaupt zur freien Suche geschnallt, findet alleine das Stück und verweist es zur Überraschung seines Hundeführers umgehend.
Matthias Kühschitz und sein junger Vieräuglrüde Falk von der Ferschbachalm arbeiten zwei Drittel der kurzen Fährte zügig und spurtreu mit einer Selbstkorrektur. Die letzte Strecke bekommt der Rüde Wind vom Stück und findet dieses, ohne auf der Fährte zu bleiben.
Der 4 Monate alte Xento Krugkogel (Toni) krabbelt mutig und sicher die Schleppe zum Rehhäuptel und freut sich mit seinem Hundeführer Matthias Hofer über diesen ersten auswärtigen Erfolg

Zur Wesensprüfung werden 4 Schrotschüsse abgegeben, die keine negativen Auffälligkeiten bei der Reaktion der Hunde ergeben.

Zum Abschluss werden die Arbeiten gemeinsam besprochen, Tipps für Korrekturen und Programmideen für die weitere Ausbildung der Hunde erörtert.

Übung macht den Meister!