Übungstag


Übungstag und Landestreffen der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 12.9.2020 in Seitenstetten

Auch heuer durften wir in dem vom Stift Seitenstetten durch OFö Thomas Handsteiner zur Verfügung gestellten Revier unseren Junghunden erste Erfahrungen auf Kunstfährten unter professioneller Begleitung bieten. So bringen wir den Hunden durch Simulation die nötige Sicherheit für den echten Einsatz und die Gebrauchsprüfung bei.

Landesleiter Thomas Rupp und sein Team hatten am Vortag sechs 800m lange Fährten mit Verweisern und Haken, bei einer Stehzeit von ca. 20 Stunden getreten. Bei warmem Spätsommerwetter begrüßte der Landesleiter unseren Klubobmann Harald Heil, den Ausstellungsreferenten Georg Hubmer, Landesleiter OFö Sepp Pfarl aus OÖ und dessen Stellvertreter Josef Atschreiter sowie 10 Junghundeführer.

Direkt im Revier erfolgte die Einteilung der teilnehmenden Gespanne in drei Teams zu je 2 Richtern und einem Anwärter. Vor Beginn der Fährtenarbeit wurde den Hundeführern die Prüfungsordnung erläutert und Tipps für ein ruhiges Arbeiten auf der Fährte gegeben. Von Beginn an wurden die Gespanne auch betreffend Gehorsam Führigkeit des Hundes beobachtet.

Ich war der Azubi im Richterteam der „Seppen“ Pfarl und Atschreiter.
Eine erst 1 Jahr alte Vieräugl-Hündin zeigte ein sehr ruhiges Wesen, starkes Interesse an der Fährte, aber auch an den stark vorhandenen Verleitfährten. Der Hundeführer muss in der Ausbildungsphase den unverzüglichen Ruf zur Fährte forcieren. Verweiserstücke wurden brav verwiesen. Am Stück zeigt die Hündin großes Interesse und verteidigt es nach Entfernen des Hundeführers kurz.
Der hirschrote 1 1/2jährige Rüde suchte ebenfalls bedächtig und sicher auf der Fährte, nimmt aber Verleitungen noch zu gerne an, wird aber vom erfahrenen Hundeführer korrigiert, abgezogen und neu angesetzt. Bei einer allzu interessanten frischen Verleitung legt er den Hund einige Minuten ab. Am Stück verhält sich der Hund wachsam.
Im Anschluss erläuterten die Richter Fehler wie zu vieles Sprechen mit dem Hund, zu langes Warten bis zum Rückruf.

Für zwei Jungzwutschgerl wurden kurze Schleppen gezogen, die sie mit Interesse erfolgreich ausarbeiteten. Auch der „Gefechtslärm“ war für alle teilnehmenden Hunde im Hinblick auf die Gebrauchsprüfung eine wertvolle Erfahrung.
Die Hunde wurden ohne Sicht aufeinander abgelegt und ein Schuss abgegeben. Nur ein Hund verließ den Platz.

Unsere unermüdliche Arbeitsbiene Thomas Handsteiner konnte eine Catering-Firma motivieren, uns in den ehemaligen zum Hof offenen Stallungen der Stiftsmeierei, heute ein Seminarraum, mit ausgezeichnetem Mostviertler Braten und Schnitzel zu bewirten.

Beim folgenden Jahrestreffen wurde von Thomas Rupp und Harald Heil Bericht über das vergangene Jahr abgelegt (nachzulesen auf der Klubhomepage und im Jahresbericht). Zusätzlich ließ ich ein paar Fotos über die Veranstaltungen in diesen anderthalb Jahren über eine Leinwand laufen.

Georg Hubmer und Stefan Rauchbauer erhielten ihre Approbationen als Leistungsrichter. Urgestein Karl Braunsteiner wurde zum „diplomierten Dachsbracken-Hundeführer“ ernannt, da er drei Gebrauchsprüfungen mit verschiedenen Dachsbracken erfolgreich abgelegt hat.

Am 24.10. werden 6 Hunde zur Gebrauchsprüfung antreten, Cajetan Artzberger aus Mariazell tritt für den Klub an diesem Tag bei der SSP des ÖJGV im Wienerwald an.

Die Satzung wird einer Revision unterzogen, die der nächstjährigen Generalversammlung des Klubs zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

Die 125-Jahrfeier wird vom 04.-06. Juni 2021 in Mariazell gefeiert. Wir bitten um eifrige Teilnahme! Die Zimmerreservierung ist bereits jetzt möglich.

Weidmannsheil
Hanno Zanier


Übungstag Wien/Niederösterreich/Burgenland Juli 2020

Folgende Gespanne, die in Vorbereitung auf die Gebrauchsprüfung im Oktober sind, nahmen die Gelegenheit wahr, ihren Ausbildungsstand durch erfahrene Hundeführer bzw. Leistungsrichter(anwärter) überprüfen und sich Tipps für die weitere Ausbildung geben zu lassen:

Franz EDER mit Brianna (Tina) von Koglvoitl
Helmut WAIS mit Cilli von Hinterwinkel
Richard NADERER mit Waldi (Axel) von der Mieleralm

Richter: LL Ing. Thomas Rupp
LRA: Tobias Schneider und Hanno Zanier
Fährtenleger Hermann Steinschaden
Revier: ÖBF-EJ Frauenwart
Pächter: Mag. Erich Gratzenberger

Drei Übernachtfährten mit zwei rechten Winkeln, einem Bogen und Verweiserstücken waren am Vortag mit Fährtenschuhen getreten und die Fundstücke am Morgen des Übungstages ausgelegt worden. Aufgrund der Topografie der ÖBF-Wienerwald-EJ Frauenwart war es möglich, die Hunde zur freien Suche zu schnallen. Schwarz- und Rehwild sind die Hauptwildarten, es gab eine Fülle von frischen Verleitfährten im abwechslungsreich bewachsenen Revier.

Thomas Rupp begrüßte die Teilnehmer und einen interessierten Junghundeführer, bedankte sich beim Jagdpächter für die Zurverfügungstellung des Reviers und den Klubkameraden für ihren Einsatz beim Fährtenlegen und der Zurverfügungstellung ihrer Freizeit.

Folgende Leistungen wurden ohne Zuordnung zur Reihenfolge der Teilnehmer erbracht:

Das erste Gespann zeigte auf Teilen der Strecke eine tadellose Arbeit, fand beide Verweiserpunkte, die vom Hund auch verwiesen wurden. Das Gespann kam bedingt durch Verleitfährten auch von der Fährte ab und wurde vom Richterteam zweimal korrigiert. Der Hund führte den Hundeführer am Riemen zum Stück.
Der noch junge Hund arbeitete gut mit dem Führer zusammen, das Gespann zeigte eindrücklich das vorhandene Potenzial, das durch weiteres Üben noch zur Entfaltung gebracht werden muss. Das Ablegen für 25 Minuten an der Leine mit zwei Schüssen nach 10 Minuten klappte einwandfrei, würde bei der Prüfung wegen des Anleinens aber nur mit Leistungsziffer 1 bewertet werden.

Der zweite Hund verhielt sich am Anschuss abgelegt sehr interessiert, bewindete diesen ausführlich und bögelte sich rasch in die angegebene Fluchtrichtung ein. Nach dem Wechsel in den Hochwald interessierte sich der Hund mehrfach für nächtliche Verleitfährten und musste zweimal abgerufen werden. Leider kamen uns Schwammerlsucher parallel zur Fährte entgegen. Der HF reagierte sofort mit dem Ablegen des Vierbeiners. Nach einer Pause suchte der Hund wegen des Seitenwindes leicht versetzt aber sauber die Fährte, bewindete intensiv den ersten Verweiser, suchte bis zum rechten Winkel, arbeitete diesen exakt aus, wurde aber leider vom Hundeführer abgezogen.
Neu angesetzt ging es rasant aber fährtentreu durch eine Buchenverjüngung, quer über eine Forststraße in einen Laubholzhochwald, in einem eigenständig korrigierten Bogen um die Fährte, sodann in eine ca. 20jährige Fichtenkultur, in der der Hund das zweite Verweiserstück überlief. Er suchte fährtentreu bis zum Wundbett und führte den Hundeführer am Riemen zum Stück. Das Verhalten am Stück war freudig und interessiert, ohne Zeichen von Aggression.
Das Ablegen an der Leine funktionierte zunächst, den Schuss quittierte der Hund leider mit Lautem Gebell und Aufstehen.

Das dritte Gespann lieferte eine perfekte Arbeit ab. Der zweijährige Hund untersuchte den Anschuss und lief bedächtig mit lockerem Riemen die ersten 100 m exakt auf der Fährte, arbeitete den ersten rechten Winkel sauber aus und blieb zunächst „drauf“. Die Kommunikation zwischen Hund und Führer war wortkarg, der Riemen „knisterte aber wie eine Stromleitung“. Der Hund machte windbedingt zwei Bögen um die Fährte und fand selbstständig wieder zurück, fand aber deshalb den ersten Verweiser nicht. Er nahm den zweiten Winkel und suchte mit tiefer Nase durch ein von Sauen besuchtes Gebiet, ohne sich ablenken zu lassen. Kurz vor dem Wundbett interessierte sich der Hund kurz mit hoher Nase für in der Dickung steckendes Wild, nahm nach einem „Zur Fährte“ die Arbeit wieder auf.
Wenigstens dieser Hundeführer nahm die Möglichkeit zum Schnallen wahr! Immerhin hatten wir kunstvoll die Fundstücke so drapiert, dass sie beweglich voluminös und möglichst praxisnah waren.

Der Hund lief ohne Eile mit tiefer Nase direkt zum Stück, bewindete dieses kurz und kehrte nach wenigen Augenblicken schwanzwedelnd und freudig anzeigend zum Hundeführer zurück. Beim Angehen des Stückes gab er dem folgenden Richterteam zu verstehen, dass sie zu nahe folgten. Am Stück verhielt er sich aufmerksam, aber ohne jegliche Aggression. Frei abgelegt, blieb er später auch nach den Schüssen 25 Minuten liegen.

Bei einem Durstlöscher wurden die Gespanne detailliert besprochen. Das nicht zu spät oder zu oft eingesetzte Kommando „Zur Fährte“, ein eigenes für das Ablegen, Übungen zur Verminderung der Schusshitzigkeit kamen dabei ebenso zur Sprache, wie die Notwendigkeit, möglichst viel und abwechslungsreich auf Fährten und Schleppen mit allem, was man zur Verfügung hat, zu trainieren, ohne den Hund zu überfordern oder zu langweilen.
Den Prüfungskandidaten wurde eindrücklich nahegelegt, die Prüfungsordnung zu studieren, um einerseits in der Vorbereitung nichts zu vergessen und so sicher eine möglichst hohe Punktezahl zu erreichen (Fährtenarbeit, Gehorsamsfächer).

Der Holzkohlengrill des nahen GH Dreimäderlhaus in Wolfsgraben lehrte zum krönenden Abschluss alle Teilnehmer, dass ein Steak dreimal so gut schmeckt, wenn man zuvor eine Fährte gearbeitet hat!

Da auch ich meine Hündin Djina vom Kalkberg ein zweites Mal auf der Gebrauchsprüfung führe, habe ich am Nachmittag die zweite, am Folgetag die dritte Fährte nachgearbeitet. Der Versuch, ohne Riemen zu gehen, verlief zu hektisch und wird ab sofort eingestellt. Die dritte Fährte arbeitete die Hündin nach immerhin fast 48 Stunden Stehzeit (aber eben Trampelpfad) konzentriert und fährtentreu am Riemen. Das mittlerweile in allen Lebenssituationen (Futter, kurze Schleppen, Decken und Schwarten im Gitterkorb) trainierte Verweisen funktioniert noch immer nicht verlässlich, dafür aber das freie Ablegen.

Suchenheil
Hanno Zanier


Übungstag der Landesgruppe Wien/Nö/Bgld 2019

Wie in den vergangenen Jahren, war auch heuer für den jährlich im August stattfindenden Übungstag das Interesse groß. Es hatten sich 15 Hundeführer und einige Welpeninteressenten angemeldet. Sieben Hundeführer werden im Herbst zur Gebrauchsprüfung antreten, die übrigen Hunde waren zwischen 14 Wochen und einem guten Jahr alt, also mitten drin in der Ausbildung.
Nach dem Motto „Schweißarbeit für Jung & Alt“ wurde dieser Übungstag geplant und durchgeführt.
Unser besonderer Dank für die Bereitstellung der Infrastruktur des Stiftes Seitenstetten (Meiereihof, Unterkünfte, Revier und Bestellung der Verpflegung) gilt Herrn OFö. Ing. Thomas Handsteiner. Er ermöglicht uns schon seit vielen Jahren einen zentral erreichbaren Übungstag in ungestörten Revieren.

Am Vortag wurden von erfahrenen Praktikern die Fährten in den Revieren des Stiftes Seitenstetten gelegt. Großen Dank für die treue Mithilfe an meinen Stellvertreter Hans Reisenbauer, an Stefan Rauchbauer (Fachbeirat im Ausschuss des Klub Dachsbracke), an Hermann Steinschaden, der Schweiß, Decken und Läufe organisierte, und an alle Mitglieder, die bei den Vorbereitungsarbeiten im Revier geholfen haben. Erfreulicherweise melden sich für die Mithilfe am Vortag auch immer mehr der antretenden Hundeführer an, die Arbeit kann verteilt werden. Das macht es möglich, auch für mehrere Hundegespanne mit einem überschaubaren Zeitaufwand Fährten durch Profis mit AZUBIS zu legen. Durch diese „Win-Win“-Situation lernen weniger erfahrene Hundeführer von Leistungsrichtern und LR-Anwärtern Neues. Für das Veranstalterteam bleibt durch diese Arbeitsteilung die Freude an der Arbeit erhalten. Ein geselliger Abend bot Gelegenheit zum Fachsimpeln und gegenseitigen Kennenlernen.

Bei herrlichem, nicht zu heißem Sommerwetter trafen am Samstagmorgen alle Teilnehmer am Parkplatz des Stiftes Seitenstetten ein, darunter auch unser Zuchtwart Dr. Georg Urak und der Revierleiter des Stiftes, Ofö. Ing. Thomas Handsteiner. Nach einer kurzen Einweisung der Teilnehmer und einem Gruppenfoto, wurden die Hundeführer in Kleingruppen aufgeteilt, wobei ich Wert darauf legte, dass jeder Gruppe ein Leistungsrichter und ein Leistungsrichteranwärter zugeteilt wurde, um die fachlich fundierte Betreuung sicherzustellen. Auch die interessierten Gäste wurden gleichmäßig aufgeteilt. Anhand der Prüfungsordnung des Klubs Dachsbracke unterzogen die Hundegespanne ihren Ausbildungsstand in der Schweißarbeit für ca. 3 Stunden einem spielerischen Praxistest.
Das Feedback der Leistungsrichter und Leistungsrichteranwärter war durch die Bank sehr positiv. Das stellt unter Beweis, dass alle Hundeführer im Alltag fleißig mit ihren treuen Vierbeinern am üben sind.
Der Klub Dachsbracke möchte mit dieser Ausbildungshilfe ein Instrument zur Verfügung stellen, das den Hundeführern noch lange vor der Gebrauchsprüfung einen objektivierten Ausbildungsstand ihres Hundes liefert. Sie sollen für die weitere Arbeit motiviert werden, z.B. sich mit Klubkameraden zu vernetzen, um ein möglichst hohes Niveau an Praxiswissen für die Gebrauchsprüfung und in der Folge im tatsächlichen, harten Nachsucheneinsatz zu gewährleisten.

Nach dieser Einzelbetreuung wurden in der Corona die Gehorsamsfächer lt. PO erläutert und diskutiert. Alle Dachsbracken wurden in Abständen entlang einer Forststraße abgelegt, zwei Schüsse abgegeben, damit das Verhalten am Schuss von den abseits stehenden Teilnehmern beobachtet werden konnte. Auch der erst 14 Wochen alte Welpe, Karo vom Spatzberg, zeigte schon die geforderte Gelassenheit, als die Schüsse brachen!

Im kühlen Meiereihof des Stiftes wurden wir mit einem äußerst feinen Buffet bewirtet, mit regionalen Säften, Weinen und Bier, wie auch Kaffee und selbstgemachten Mehlspeisen verwöhnt. Die Hunde konnten sich im Schatten des mächtigen Dachstuhles ebenso gut erholen wie die ausgepowerten Hundeführer, die sich noch für die Heimfahrt fit machen mussten.

Weidmannsheil
Landesleiter Fö. Thomas Rupp


Sonderübungstag Wien/NÖ/Bgld. am 21.07.2019

Am 21.7.2019 hatten auf Initiative von Landesleiter Thomas Rupp zwei Hundegespanne die Möglichkeit, unter richterlicher Begleitung prüfungskonforme Schwarzwild-Kunstfährten zu arbeiten. Jago von der Schloßherrnalm mit Tobias Schneider sind vom Klub Dachsbracke für die Schweißsonderprüfung des Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verbandes in Lockenhaus nominiert. Nora von der Kesselwand mit Erich Dreier treten bei der Gebrauchsprüfung der Landesgruppe Niederösterreich im Oktober an.

Leistungsrichter Fö Ing. Thomas Rupp und Leistungsrichter Anwärter Hanno Zanier traten am Vorabend, begleitet vom revierkundigen Jäger Fritz Pfeiffer, im Revier Anninger der Österreichischen Bundesforste – dankenswerterweise von OFö Sepp Prenner zur Verfügung gestellt – zwei bereits markierte Fährten mit Schweiß durch Mischwald mit zwei Haken einem Wundbett und mehreren Verweisern.

Nach 18 Stunden Stehzeit fiel Jago die erste Fährte nach gründlicher Untersuchung des Anschusses rasch an, folgte ihr spurtreu und konzentriert bis zum ersten Haken, den er nur auf 2 Meter abschnitt und der Fährte weiter sicher folgte. Er zeigte einen Verweiserpunkt an, eine Verleitfährte verwies er kurz und setzte die Suche mit tiefer Nase unbeirrt fort. Um den zweiten Haken machte er einen kleinen Bogen, nahm die Wundfährte unaufgefordert bis zum Wundbett wieder auf und fand rasch zum ausgelegten Stück. Er bewindete es eifrig und nahm es gegenüber dem Richterteam wachsam in Besitz. Hund und Hundeführer können einander lesen.

Nora nahm die zweite Fährte nicht sofort an, bögelte sich nach kurzem Interesse an einer Verleitfährte aber ein und folgte der Fährte langsam arbeitend, zunächst immer wieder links und rechts auspendelnd. Den ersten Haken bei ca. 300m mit einem Verweiserpunkt verwies die Hündin, interessierte sich dort für eine Verleitfährte und nahm über „Such verwund!“ die Suche wieder auf. Nachdem der Hundeführer mehr Leine gegeben und weniger verbalen Kontakt hielt, arbeitete die Hündin wie auf Schienen bis zum zweiten Haken, den sie exakt nahm und vom verwiesenen Wundbett rasch das Stück fand. Auch sie zeigte starkes Interesse und verhielt sich wachsam. Der Hundeführer arbeitete ruhig und steuerte bedacht das Tempo.

Diese Fährte wurde als „Erstbegehung“ von Jungjäger Ludwig Urak mit der Hündin unseres Zuchtwartes Dr. Georg Urak, Cilli vom Salzatal nachgearbeitet. Cilli lief die Fährte sicher und verteidigte das Stück kurz, aber vehement, als der Leistungsrichter Anwärter etwas zu nahe kam.
Die andere Fährte hat meine Djina vom Kalkberg rasch und spurtreu nachgearbeitet. Die Hündin zeigte am Stück großes Interesse.
So hatten auch diese beiden Hunde ihren Spaß. Alle Beteiligten konnten mehrere Gespanne bei der Arbeit beobachten und für die Ausbildung und Praxis neue Erfahrungen sammeln.

Im Anschluss musste Nora im Fach Revierführigkeit ihre Führigkeit, den Gehorsam, das Verhalten auf Schuss und das Ablegen zeigen. Sie blieb angeleint auch beim Schuss die geforderten 20 Minuten liegen. Sie lief angeleint bei Fuß auch bei Schussabgabe weiter korrekt an der linken Seite des Hundeführers.

Nach dem Abrücken aus dem Revier konnten sich insgesamt sieben Dachsbracken am Teich des Schlosses Sparbach austoben und einander bewinden. Die Hundeführer und Damen danken den Gastgebern Diana und Thomas Rupp für die großzügige Bewirtung, unter anderem mit gegriller Wildschweinschulter aus dem Naturpark. Der arbeitsintensive Tag klang fröhlich bei einem frischen Weißwein aus Liechtensteinischen Kellern aus.

„Nur mit Schweiß ein Preis!“
Hanno Zanier


Schweißhunde Übungstag Wien/Nö/Bgld. 2018 in Seitenstetten

Bei diesem Schweißhunde Übungstag am 18.8.2018 bestand die Herausforderung darin, für vier zur Gebrauchsprüfung anstehende, ein zur Schweißsonderprüfung des ÖJGV gemeldetes und für 12 Junghundegespanne im Alter zwischen 4 und 16 Monaten, ein effizientes Praxisprogramm am Vormittag zu bieten. Nach dem Mittagessen wurde für 32 Teilnehmer ein Vortrag des Nachsuche-Experten Peter Niethammer aus dem Schwarzwald angesetzt, der an die 180 Nachsuchen pro Jahr durchführt. Er führt eine österreichische Dachsbracke, den Rüden Donar vom Schrattenbach ÖHZB 8534 genannt „Don“ und einen Hannoveraner Schweißhund.

Vorbereitungen für den Übungstag

Bereits am Freitag legten Übungs- und Landesleiter Fö Ing. Thomas Rupp, der Gastgeber OFö Ing. Thomas Handsteiner, Hans Reisenbauer, Welpenreferent Robert Solarzyk und ich paarweise insgesamt vier in zwei Etagen einer Forststraße angelegte Rehwild-, sowie eine Rotwildfährte in Längen von je ca. 500m. So konnten die Richter (zusätzlich Dr. Urak) und die Gespanne am nächsten Tag parallel durch Kundige begleitet werden, ohne weite Fahrtstrecken zurücklegen und Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Die Fährten führten durch Nadelwald, dicht bewachsenes Gelände bergauf und bergab, zum Teil bewusst durch Rehwildeinstände und Hasenbesatz.

Der Praxisteil des Übungstages

Die Hunde wurden vorbildlich am Anschuss abgelegt, sie beobachteten interessiert die Untersuchung durch den Hundeführer, fielen die Fährte einmal zu schnell, sonst konzentriert und langsam an und folgten dieser trotz der hohen Temperaturen und der seit Wochen herrschenden Trockenheit problemlos bis zu den Winkeln. Das Überschießen derselben durch zwei Hunde wurde von den Führern nicht erkannt. Nach Abruf, Abtragen und neuem Ansetzen arbeiteten die Hunde spurtreu. Verleitfährten wurden sonst nur kurz angenommen. Ein Gespann hatte – weil Übungstag – das Glück, dass neben der Fährte ein Reh hoch wurde. Nach längerem Ablegen und etwas Nachhilfe durch den instruierten Hundeführer nahm der Hund die Kunstfährte wieder an und fand, wie alle anderen, das Stück.

Die Leistungsrichter konnten den Prüfungskandidaten gute Tipps zur Verbesserung der Spurtreue, des Spurwillens, dem Erkennen des Abkommens von der Fährte, zum Rückruf zu dieser und zum Verhalten bei hoch werdendem gesundem Wild geben. Selbstverständlich kam das Lob für gute Arbeit nicht zu kurz.

Während diese Fährten gearbeitet wurden, wies Peter Niethammer die JunghundeführerInnen zunächst theoretisch in die Arbeit an der Schweißfährte ein. Die Vorbereitung des jungen Jagdhundes durch spielerische Schleppen mit allem Wild zum Kennenlernen, Gehorsam und ruhiges Bearbeiten des Anschusses wurden thematisiert. Anschließend ließ er die Teilnehmer sechs kurze Fährten treten, ihre Hunde am Anschuss ablegen, diesen ausgiebig selbst und dann durch die Hunde untersuchen, bevor die kurze Arbeit des jeweiligen Gespannes fachlich kommentiert wurde.

Pünktlich um 12:30h waren alle Teilnehmer zum Fototermin im Meierei-Garten des Stiftes Seitenstetten eingerückt. Hunde und deren Führer hielten hierfür, anders als sonst, vermutlich wegen der Mittagsmüdigkeit perfekt still. Auch die Oberösterreichischen Kameraden Landesleiter Sepp Pfarl und RI Josef Atschreiter gesellten sich jetzt zu uns.

Wir wurden unter dem Schatten spendenden, wuchtigen Holzgestühl des Meiereihofes mit einem vorzüglichen, wohlfeilen Catering mit durstlöschendem Birnen- und Apfelsaft aus dem Mostviertel empfangen. Die Hunde wurden dort versorgt und konnten ausruhen.

Die Vorträge am Nachmittag

Peter Niethammer stellte nach der Pause seine behördlich anerkannte Nachsuchestation im Schwarzwald vor. Diese rechtliche Stellung erlaubt es ihm, revierübergreifende Nachsuchen ohne ständige Einholung der Genehmigung durch die einzelnen Jagdpächter durch zu führen. Ausrüstung, Praxiswissen und Zusammenspiel zwischen Hund und Führer kamen ebenso zur Sprache wie die Schattenseiten der Arbeit, zB. schwer geschlagene und getötete Hunde.

Derzeit besteht die Nachsuchestation aus 5 Hundeführern mit insgesamt 12 Hunden. Folgende Hunderassen sind im Einsatz:

  • 1 Schwarzwildbracke (Slovenky Kopov)
  • 1 Westsibirische Laika
  • 2 Brandlbracken
  • 2 Hannoveraner Schweißhunde
  • 3 Bayerische Gebirgsschweißhunde
  • 3 Alpenländische Dachsbracken

Nachsuchen mit mehreren Hunden bis zu 16 km sind keine Seltenheit. Besonders hob der Referent hervor, dass es bei vielen Schützen an Praxiswissen im Erkennen der Schusszeichen und damit am Verlauf der Nachsuche mangelt. Vertreten der Fährte, Erstsuche mit 2-3 ungeeigneten Hunden und Anruf beim Spezialisten erst nach ein bis zwei Tagen sind die häufigsten Fehler, die eine erfolgreiche Nachsuche verhindern und Tierleid verursachen.

Auf allgemeinen Wunsch referierte Peter Niethammer trotz der bevorstehenden Rückreise von 1100km auch noch über die „Ausbildung vom Welpen zum Nachsuchehund“. Hoffen wir, dass er sein Vorhaben, sein Praxiswissen nieder zu schreiben und zu veröffentlichen, trotz seiner vielen Einsätze umsetzt.

Großer Dank für die Bereitstellung der Infrastruktur des Stiftes Seitenstetten (Meiereihof, Unterkünfte, Revier und Bestellung der Verpflegung) gebührt einmal mehr Herrn OFö Ing. Thomas Handsteiner. Ohne seinen Einsatz könnte der Schweißhunde Übungstag nicht in dieser Form und nicht derart zentral erreichbar abgehalten werden!

Angereichert mit derart viel neuer Information traten wir gegen 16:30h in alle Richtungen die Heimfahrt an.

„Vergelts Gott“ und Suchenheil den Organisatoren und dem Referenten!

Dr. Hanno Zanier


Sonderübungstag der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 26.05.2018 in der Buckligen Welt

Die Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. nahm die Einladung von Hans Reisenbauer gerne an, am 26.5.18 mit drei GP-Anwärtern und einem SSP-Gespann, je 24 Stunden alte, 1000m lange Kunstfährten mit 0,1 l Schweiß zu arbeiten.

Hans Reisenbauer, Stefan Rauchbauer, Thomas Rupp und Georg Urak unterstützten die Gespanne als Leistungsrichter mit Tipps und Korrekturen. Alle vier Hunde arbeiteten zügig und konzentriert bis zum markierten Wundbett, fanden die Stücke und verwiesen sie. Die Verteidigung wurde kurz getestet und bei den drei Junghunden das Verhalten auf Schuss geprüft.

Die Besprechung der einzelnen Arbeiten mit Erfahrungsaustausch fand bei einem Schüsseltrieb dort statt, wo die Bucklige Welt sich aufrichtet und den Himmel berührt!

Die Teilnehmer bedanken sich mit einem „Suchenheil!“ bei den Fährtenlegern, Richtern und den Organisatoren Hans Reisenbauer und Thomas Rupp.

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier

 


Übungstag der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 19.08.2017 in Seitenstetten

Der heurige Übungstag der Landesgruppe NÖ/W/B fand am 19. August 2017 für unsere Mitglieder statt. Dankenswerterweise durfte dieser wie im Vorjahr in den Revieren des Stiftes Seitenstetten abgehalten werden, wo auch im kommenden Jahr die Vorprüfung zur Lauten Jagd durchgeführt werden wird.

Die Reviere weisen allesamt einen sehr hohen Hasenbesatz auf; öffentliche, starkfrequentierte Straßen sind in weiter Ferne, so machte es richtig Freude, unsere Vierbeiner zur Lauten Jagd zu schnallen.
Der Organisator des Übungstages Fö. Ing. Thomas Rupp konnte trotz nasser und windiger Witterung 15 Hundeführer begrüßen. Auch an unserer Hunderasse interessierte Jäger nahmen teil. Des Weiteren konnten unser neu gewählter Obmann MF Harald Heil und der neue Ausbildungsreferent Franz Höhn sowie der Landesleiter von Oberösterreich Sepp Pfarl begrüßt werden.
Die acht ca. 500m langen Übungsfährten für die Schweißarbeit wurden am Vortag bei noch sehr trockener Witterung gelegt. Diese Fährten wurden für die Hundeführer, die zur Gebrauchsprüfung im Herbst angemeldet sind, vorbereitet.

Am Morgen beschäftigten wir uns bei regnerisch-kühlem Wetter mit dem Arbeiten der Schweißfährten. Sehr zur Freude der anwesenden Leistungsrichter konnten durchaus ansehnliche Leistungen beobachtet werden.
Die drei Junghunde im Alter von ca. 16 Wochen konnten eine Schleppe vom Schwarzwild ausarbeiten, die kurz vorher die Hundeführer gelegt haben.

Da leider der Regen immer stärker einsetzte, mussten wir nach der Schweißarbeit in das Stift Seitenstetten zurückkehren. In der Birnenstube des Stiftes wurde die Prüfungsordnung besprochen bzw. wurden allfällige Fragen diskutiert.

Unser Obmann Harald Heil überreichte Hundeführer Karl Braunsteiner zur 40 jährigen Klubmitgliedschaft eine Urkunde. Weidmannsdank an Karl Braunsteiner, der keine Veranstaltung mit seinen Dachsbracken in der Vergangenheit ausgelassen hat, für die jahrzehntelange, sehr wertvolle Klubarbeit.

Die Landesleitung bedankt sich recht herzlich bei Herrn Oberförster Ing. Thomas Handsteiner für die Bereitstellung der Reviere, das Organisieren der Verpflegung und seine professionelle Mitarbeit.

Ein Dank an alle Mitwirkenden.

Brackenheil
Fö. Ing. Thomas Rupp


Übungstag der Landesgruppe Wien/NÖ/Bgld. am 20.08.2016 in Seitenstetten

Einige Impressionen von unserem Übungstag…

… ein ausführlicher Bericht wird im nächsten Jahresbericht veröffentlicht.