Allgemeines


Jagdhund – Erfahrungen der ersten zwei Jahre

Früher war es selbstverständlich, dass nur mit dem Jagdhund des Vaters zur Jagd ausgerückt wurde. Ausbildung, Beruf und Familie ließen den Gedanken an einen eigenen Jagdhund zunächst verblassen oder sogar unmöglich erscheinen.

Die Entscheidungsfindung für einen Jagdhund

Der Wunsch reifte in mir nach den ersten Jahren als geladener Gast, als ich begann, ein eigenes Revier zu bewirtschaften. Da wartete ich mit bangen Gefühlen auf den Jagdhund samt Führer vor einer Dickung, in welche das weidwunde Stück geflüchtet war. Zumeist erfolgt der Schuss im letzten Büchsenlicht, das Stück liegt ohnehin nicht weit. Man darf weder den Anschuss noch die Weidwundfährte vertreten, sonst wird es auch für den Jagdhund schwierig. Da kommt mir immer wieder der Spruch „Jagd ohne Hund ist Schund“ in den Sinn.

Zunächst beschäftigte mich natürlich die Frage, welche Jagdhunderasse wohl für mich geeignet wäre. Mein Schalenwildrevier mit wenig Niederwildbesatz legte einen Schweißhund oder eine Bracke nahe. Hauptsächlich würde der Jagdhund für die Nachsuche eingesetzt werden, vereinzelt sich die Möglichkeit zur Brackierjagd ergeben. Die Alpenländischen Dachsbracke beherrscht sowohl die Schweißarbeit als auch die Laute Jagd, außerdem die Verloren- und Stangensuche.

Die nächste Frage war, wie groß sollte mein Jagdhund sein. Ich fragte bei erfahrenen Hundeführern wegen der geringeren Größe der Dachsbracke nach. Diese räumten mit dem Vorurteil auf, dass die Alpenländische Dachsbracke den beiden anderen Schweißhunderassen nicht ebenbürtig sei.

Die Unterstützung des Klubs und das Einbinden der Familie

Familienfreundlichkeit, Unerschrockenheit, Vorsicht bei wehrhaftem Wild, Durchhaltewillen, Wildschärfe, sichere Riemenarbeit, lauter Hals und ruhiges, charakterfestes Wesen waren mit den kürzeren Läufen die richtige Wahl für die Familie und das Revier in der strukturierten Hügel-, Wald – und Gebirgslandschaft.

Daneben bestimmte das umfangreiche Ausbildungsangebot des Klub Dachsbracke und der Patriotismus, die einzige vom FCI anerkannte Schweißhunderasse mit dem Stammland Österreich zu führen, die Entscheidung für die Alpenländische Dachsbracke. Die gebrandelte oder hirschrote Färbung ist Geschmackssache. Gebrandelte haben eine geringere Stockbehaarung, Hirschrote eine ausgeprägte Gesichtsmaske. Ob Rüde oder Hündin muss jeder für sich entscheiden. Als Hobbyjäger glaube ich aber, dass eine Hündin leichter zu führen ist. Rüden sind kräftiger, neigen aber hin und wieder dazu, „abzupaschen“. Hündinnen sind vielleicht stärker an den Hundeführer gebunden.

Eine wesentliche Hürde für mich war die Zustimmung der Familie und die positive Antwort auf die Frage, ob unser zukünftiger Jagdhund  an unserem Wohnort tierschutz- und rassegerecht gehalten werden kann – mit genügend Auslauf, Sozialkontakt usw. Wichtig war für mich auch, dass mein Hund beim jagdlichen Einsatz nicht Gefahr läuft, überfahren zu werden oder revierübergreifend unterwegs zu sein.

Die Auswahl und Ausbildung meines Jagdhundes

Zum für mich richtigen Zeitpunkt trat ich dem Klub Dachsbracke (www.klub-dachsbracke.com) bei. Der Welpenvermittler unterstützte mich kompetent beim Finden und Kauf des für mich richtigen Welpen. Nun begannen zwei intensive, aber mit viel Freude und Abwechslung verbundene Jahre der Ausbildung für mich und meinen Jagdhund.

Das erste Ziel war die Stubenreinheit. Es folgten spielerische Futterschleppen, dann regelmäßiges Nasentraining auf kurzen, dann immer länger werdenden Kunstfährten auf alles greifbare (Unfall)Wild mit und ohne Schweiß. Auch Mantrailing mit dem Sohn funktionierte. Beim Schnallen zur freien Suche nach der Schweißarbeit für die letzten 100m samt Totverweisen bzw. Totverbellen musste mit allen Tricks gearbeitet werden, dem Hund beizubringen, was man will. Warme Naturfährten auf kurz zuvor erlegtes Wild sollte man anfänglich meiden.

Leinenführigkeit, Gehorsamsübungen und das Ablegen für mindestens 20 Minuten mit einer Schussabgabe dazwischen war ein besonders schwieriges Fach. Dafür liebte der Hund das Suchen und Apportieren von versteckten Abwurfstangen und fallengelassenen Gebrauchsgegenständen, auch in der Wohnung.

Wertvolle Tipps erhielt ich bei den praktischen Übungstagen des Klubs von den Richtern und Klubkameraden, insbesondere was das eigene Verhalten und das Lesenlernen des Hundes anlangt. Mit der Zeit übernahm ich auch die Gelassenheit erfahrener Hundeführer, wenn das „Geläut“ bei der Lauten Jagd nur mehr weit entfernt hörbar war und der Hund nach gefühlt unendlicher Zeit dann doch exakt auf seiner und der Spur seines Hundeführers zurück kam.

Es ergaben sich neue Bekanntschaften mit anderen Hundeführern, lehrreiche Ausflüge in fremde Reviere, Nachsuchen bei Klubkameraden auf Kunstfährten, auf Naturfährten, auch bei Reviernachbarn. Ich hatte die Möglichkeit, an mehreren Schweißsonderprüfungen im In- und Ausland – auch bei anderen Rasseklubs – teilzunehmen.

Die Gebrauchsprüfung

Der große Tag der Gebrauchsprüfung war für meinen Jagdhund und mich eine ziemliche Herausforderung. Oft kann an diesem Tag die Leistung nicht in der gewohnten Qualität abgerufen werden. Ähnliche Veranstaltungen vorab mit dem Hund zu besuchen, ist daher sehr hilfreich.

Nach bestandener Gebrauchsprüfung sollte nicht mit gelegentlichem Training gespart werden. Nachsuchen und Haseln machen dem Gespann bei jeder sich bietenden Gelegenheit Freude. Wird der Hund auch zum Riegeln eingesetzt, muss man wissen, dass diese Jagdart den Hund möglicherweise dazu bringt, mit hoher Nase zu arbeiten und er somit an Sicherheit auf der Schweiß- und Hasenfährte verliert. Ist bei der Gebrauchsprüfung auch ein guter Formwert erzielt worden, steht dem Gedanken ans Züchten nur mehr die notwendige Untersuchung im Weg.

Ihren wertvollsten Beitrag zur Jagd leisten die Alpenländischen Dachsbracken aber im alltäglichen Einsatz durch verlässliches Anzeigen von Wild bei der Pirsch und beim Ansitz sowie durch ihr freundliches Wesen im Umgang mit Familie und anderen Hunden.

Dass mir der Hund das Liebste sei,
sagst du, oh Mensch, sei Sünde!
Der Hund bleibt mir im Sturme treu,
der Mensch nicht mal im Winde!

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier, HF


Leistungsrichter Prüfung am 17.02.2018 in Grödig

Am 17. Februar 2018 fand in Grödig in Salzburg, Hotel Untersberg, die vom ÖJGV abgehaltene Leistungsrichterprüfung statt. Von 17 zur Prüfung angetretenen Leistungsrichteranwärtern kamen 4 aus den Reihen des Klub Dachsbracke, und alle 4 konnten die Prüfung mit Erfolg ablegen.

Als Ausbildungsreferent bedanke ich mich bei den „Prüflingen“ für die gute Zusammenarbeit und wünsche ihnen viel Erfolg und alles Gute für die verantwortungsvolle Tätigkeit beim Klub Dachsbracke.

Weidmannsheil
Franz Höhn
(Ausbildungsreferent)


Der Familienhund nach der Scheidung

OGH 30.08.2017, 1 Ob 128/17 zu § 81 EheG, § 285a ABGB
Bei der Aufteilung des ehelichen Vermögens ist ein Hund wie eine Sache zu behandeln. Ein während der Ehe erworbener Familienhund fällt in die Aufteilungsmasse. Ein Tier, das von einem Ehegatten in die Ehe eingebracht worden ist oder wie ein Rettungs-, Dienst-, oder Therapiehund dem persönlichen Gebrauch eines Ehegatten dient, unterliegt hingegen nicht der Aufteilung.

Obwohl nicht ausdrücklich angeführt, wird ein gemeldeter Revier-, Zuchthund, unter Umständen auch ein bloßer, aber als solcher verwendeter Jagdhund nicht der Aufteilung unterliegen.

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier


Aufruf zur Internationalen Hundeausstellung 2018 in Graz

Sehr geehrte Mitglieder des Klub Dachsbracke, Liebe Freunde unserer Rasse!

Von 03.03.-04.03.2018 findet erneut die IHA Graz statt und es werden noch AUSSTELLER GESUCHT. Die jährlichen Hundeausstellungen bieten nicht nur regelmäßig die Gelegenheit unsere Rasse einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren, sondern sind vor allem auch für die AUSBILDUNG UNSERER FORMWERTRICHTER unerlässlich.

Aus diesem Grund möchte ich jedem ans Herz legen mit seinem/ihrem Hund an diesen Veranstaltungen teilzunehmen.
Der 1. Meldeschluss für die IHA Graz ist bereits am 31.12.2017. Die bis dahin anfallenden Meldegebühren übernimmt (für Mitglieder) der Klub Dachsbracke.

Weitere Ausstellungen:

 07.04.-08.04.2018 Internationale Hundeausstellung Salzburg
 12.05.-13.05.2018 Internationale Hundeausstellung Wieselburg
 09.06.-10.06.2018 Internationale Hundeausstellung Klagenfurt
 14.07.-15.07.2018 Internationale Hundeausstellung Oberwart
 18.08.-19.08.2018 Internationale Hundeausstellung Innsbruck
 29.09.-30.09.2018 Internationale Hundeausstellung Tulln
 08.12.-09.12.2018 Internationale Hundeausstellung Wels

Die Förderbarkeit dieser Veranstaltungen sowie die Meldefristen werden rechtzeitig bekanntgegeben bzw. sind auf der Homepage im Terminkalender nachzulesen .
Für die Unterstützung bei der Anmeldung bzw. für Fragen zum Ablauf stehe ich jederzeit gerne zur Verfügung. Auch Interessenten unserer Rasse sind herzlich eingeladen zu kommen.

Weidmannsheil
Georg Hubmer
Ausstellungsreferent Klub Dachsbracke


Fährtenschuhseminar des ÖJGV, Juli 2017

Im Namen des Richterreferenten Sebastian Hochradl möchte ich Euch auf das Fährtenschuhseminar des Österreichischen Jagdgebrauchshunde Verbands hinweisen. Es findet am

13.07.2017 um 16:00 im Cafe Naturpark, Markt 15, 2662 Schwarzau im Gebirge statt.

Weitere Informationen findet Ihr auf der Homepage des ÖJGV.

Franz Höhn
Ausbildungsreferent


Jahreshauptversammlung 2017 in Radstadt

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Klub Dachsbracke fand am 17.06. im Innviertlerhof in Radstadt statt.

Der Geschäftsführer Peter Mattersberger eröffnete die Versammlung und begrüßte die anwesenden Teilnehmer. Zu Ehren unserer verstorbenen Mitglieder folgte ein Totengedenken.

Danach verlas Peter Mattersberger den Bericht des Obmanns Ing. Erwin Weiss über seine Tätigkeiten der vergangenen vier Jahre. Ing. Erwin Weiss, der derzeit auf Reha in der Steiermark verweilt, übermittelte seine Grüße.

Es folgten die Berichte des Geschäftsführers, des Zuchtwarts, der Welpenvermittlung, des Kassaführers, des Ausbildungsreferenten und des Ausstellungsreferenten.

Die anschließende Ehrung der verdienten Mitglieder wurde durch die Jagdhornbläser Gruppe Radstadt feierlich untermalt.

Die Durchführung der Wahl des neuen Vorstandes, der Fachbeiräte, des Schiedsgerichts, der Rechnungsprüfer sowie deren Stellvertreter für die nächsten vier Jahre übergab GF Mattersberger an Dr. Olsacher, der die Wahl satzungskonform abhielt.

Die Besetzung des Vorstandes ist auf der Homepage veröffentlicht.

Nach der Wahl wurde der Vorsitz an den neuen Obmann MF Harald Heil übergeben, der seine Ansprache hielt, in der er alle Mitglieder zur weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit im Sinne der von uns vertretenen Rasse aufrief. Es folgte eine kurze Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder.

Die Ernennung von Ing. Erwin Weiss zum Ehrenmitglied für seine Verdienste um den Klub Dachsbracke wurde beschlossen.

Der 1. Vorsitzende des Verein Dachsbracke e.V. Deutschland Ekkehard Stockinger überbrachte Grußworte und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Klub Dachsbracke.

Bei einem gemütlichen Mittagessen im Innviertlerhof, der uns schon bei der Internationalen Zuchtschau 2017 liebevoll betreute, fand die Jahreshauptversammlung einen würdigen Abschluss.


Fragen und Antworten zur europäischen Feuerwaffenrichtlinie

Liebe Weidkameraden,

Hier die Fragen und Antworten zur europäischen Feuerwaffenrichtlinie, die der österreichische Abg EuP und Jäger Othmar Karas zusammengestellt hat. Meine Frage, ob aufgrund der kommenden Kennzeichnungspflicht von Waffen und wesentlichen Teilen (Verschluss, Abzugseinrichtung, Lauf) auch Altwaffen betrifft und somit künftig mit Schwierigkeiten bei EU-und echten Auslandsreisen zu erwarten sind, wurde unter Hinweis auf Art 8 der Überlegungen verneint.  Nach Zustimmung durch den Europ. Rat muss die Richtlinie noch in Österreich umgesetzt werden.

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier


Formbewertungen bei den Landestreffen 2017

Bei den diesjährigen Treffen der Landesorganisationen des Klub Dachsbracke konnten die Teilnehmer ihr Hunde begutachten bzw. formbewerten lassen. Neben den jagdlichen Leistungen ist der Formwert ein wesentliches Kriterium für die Zucht.

Bei den Landestreffen in Heiligenkreuz, Werfen, Kitzbühel, Mürzhofen und Mageregg wurden insgesamt 32 Hunde unserer Rasse formbewertet, davon 21 im Alter unter 15 Monaten begutachtet und 11 Hunde endgültig formbewertet (ausgepunktet).

Die Resultate waren sehr überzeugend!

Von den 11 formbewerteten Hunden wurden 6 Hunde mit vorzüglich, 3 Hunde mit sehr gut, ein Hund mit gut und nur 1 Hund mit disqualifiziert benotet. Die Disqualifikation erfolgte wegen Kastration des Rüden.

Bei den 21 Begutachtungen waren 10 Hunde vielversprechend, 7 Hunde entsprechend und nur 4 Hunde nicht entsprechend.
Diese Resultate liegen weit über dem langjährigen Schnitt! Bisher lag der weitaus größte Teil unserer Hunde im Bereich „sehr gut“ bei den Formbewertungen oder „entsprechend“ bei den Begutachtungen. Ein sehr erfreuliches Resultat!

Hier möchte ich nicht verabsäumen, mich bei unserem Altmeister Lois Mattersberger zu bedanken. Er hat die weitaus größte Anzahl von Hunden formbewertet, da er sowohl in Kitzbühel, in Werfen und in Mageregg ganz alleine werten mußte! Die anderen Formwertrichter hatten leider keine Zeit. Insgesamt hat er 23 von 30 Bewertungen durchgeführt. Herzlichen Dank Lois!!

Dr. Georg Urak
(Zuchtwart Klub Dachsbracke)