Allgemeines


Überreichung 25 jährige Klubmitgliedschaft an Ofö. Ing. Andreas Glock

Im Zuge einer forstlichen Exkursion bei der Metternich’schen Forstverwaltung im Revier Manhartsberg konnte an Herrn Ofö. Ing. Andreas Glock das Goldene Klubabzeichen für die 25-jährige Klubmitgliedschaft überreicht werden.

Zur Person:

Andreas Glock ist dem Klub Dachsbracke im Jahr 1993 beigetreten, als er seine erste Hündin „Fella von der Moosrauth“, geworfen am 5.5.1993, zu sich nach Hause geholt hat. Mit Fella nahm Ofö. Glock an der 377. GP am 24.11.1995 in Hirschwang teil, und erreichte mit ihr einen 3.Preis mit 161 Punkten, FW: sehr gut. Das Gespann konnte ca. 100 erfolgreiche Nachsuchen absolvieren!

Im Jahr 1998 legte er erfolgreich die Leistungsrichterprüfung ab, und war ab diesem Zeitpunkt bei den Prüfungen stets dabei.

Im September 2003 war die Freude groß, erneut kam eine Hündin namens „Rona vom Compedal“, geworfen am 19.9.2003, ins Hause Glock. Leider verstarb diese bereits in der 10. Woche, da Epilepsie diagnostiziert wurde.

In eigener Sache:

Seine dritte Hündin „Quilli vom Spangelgraben“ WD: 5.11.2003, durfte ich als dazumal noch Forstadjunkt, kennenlernen. Ich darf erwähnen, dass ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung mit Hunden, und schon gar nicht mit Dachsbracken hatte, und dass ich erst ein paar Jahre später ebenso dem Klub beitreten würde. Das war alles in weiter Ferne.

Andreas hat mir während der Adjunktenzeit die Arbeit mit der Dachsbracke nicht nur gezeigt, sondern ich konnte miterleben, wie es ist, einen treuen Begleiter an seiner Seite zu haben, und das den ganzen Tag über. Er war und ist ein Perfektionist auf diesem Gebiet. Sein umfangreiches jagdliches und kynologisches Wissen, sein Gespür, seine Geduld undseine Erfahrung mit den Dachsbracken, wie auch die notwendige Zeit und die perfekte Einsatzmöglichkeit in den zahlreichen, von ihm zu betreuenden Revieren, möchte ich an dieser Stelle erwähnen.

Dass dies keine leeren Worte sind, hat das Gespann des Öfteren bewiesen:

2 Gebrauchsprüfungen in Hirschwang an der Rax:
449.GP am 29.Oktober 2005: 1.Preis mit 250 Punkten; FW: Vorzüglich
455.GP am 20.Oktober 2006: 1.Preis mit 318 Punkten (!!) mit vorzüglicher Riemenarbeit, vorzüglicher Hatz&Bail und sehr gutem Totverweisen

Österreichischer Jagdhundeprüfungssieger verliehen im März 2007

„Quilli vom Spangelgraben“ mit den Rufnamen „Mona“ absolvierte ca. 130 erfolgreiche Nachsuchen. Dabei waren auch Fährten mit einer Stehzeit von mehr als 48 Stunden und mehreren Kilometern Länge.

Die züchterische Seite:

Quilli vom Spangelgraben hatte 2 Würfe, in Summe 13 Welpen (7 R/6 H) in den Jahren 2006 und 2008. Als jetziger Landesleiter darf ich die wertvolle Arbeit des Züchters für den Klub erwähnen. Von den 13 Welpen sind 7 in NÖ, 2 in der Steiermark und je 1 in OÖ und Tirol geblieben, was in weiterer Folge einen Aufschwung unserer Landesgruppe bedeutete!

Als die Welpen aus dem 1. Wurf Ende Mai 2006 da waren, bekam ich völlig überraschend einen Anruf von Andreas, der mich gefragt hat, ob ich nicht einen Welpen haben möchte, es sind noch Rüden zu vergeben. Recht lange zögerte ich nicht. Im Juli 2006 besuchte ich den Wurf, und Andreas wies mir „Rokko vom Matzenerwald“ zu. Da ich keinerlei Vorkenntnisse oder Ansprüche an den Welpen hatte, ich mich auf Andreas voll und ganz verlassen habe, war ab diesem Tag für mehr als 14 Jahre, Rokko mein Begleiter. Mir ist folgender Satz von Andi in Erinnerung geblieben:

„Schau, dass du den Rüden mit spätestens einem halben Jahr im Griff hast, sonst wird´s öha! Der braucht einen konsequenten Partner und viel Arbeit.“ Nach ein paar Wochen wusste ich erst, was damit gemeint war. ☺

An dieser Stelle möchte ich mich bei Ofö. Andreas Glock sehr herzlich bedanken. Er war derjenige, der mich motiviert und überzeugt hat, ein Dachsbrackenführer zu werden.

Nach dem traurigen Verlust von „Mona“ folgte eine VÄ Hündin „Dora von der Hochasteralm“, geworfen am 24.7.2013. Mit Dora absolvierte er die 522. GP am 24.-25.10.2015 in Altenmarkt/Yspertal. Das Gespann erreichte mit 191 Punkten einen 2.Preis, FW: ungenügend

Dora konnte bis dato ca. 80 erfolgreiche Nachsuchen absolvieren.

Für das erfolgreiche Führen von 3 verschiedenen Dachsbracken auf Gebrauchsprüfungen erhielt Ofö.Glock das Hundeführerdiplom im Jahr 2016.

Im Namen des Klub Dachsbracke darf ich mich für die Treue und Verbundenheit zu unserer einzigartigen Jagdhunderasse bedanken.

Weidmannsheil & Weidmannsdank Andreas!
Thomas Rupp


Mein Weg zum ÖJGV-Leistungsrichter

An einem Oktoberabend 2017 ließ ich vor dem Gasthof Linde mit Blick auf den Ostrong gemeinsam mit Thomas Rupp meine erste GP revue passieren.
Mit der Frage „Willst nicht die Leistungsrichterausbildung machen?“ setze er mir jenen Floh ins Ohr, der mich ein halbes Jahr später ins Theorieseminar des ÖJGV brachte. Ich wollte mein rudimentäres Wissen über die Ausbildung der Alpenländischen Dachsbracke „aufpeppen“, auch andere Hunde bei der Arbeit beobachten und andere Landesgruppen kennen lernen.

So tauschte ich gelegentlich den eigenen Schweißriemen, damit leider auch meine Hündin, gegen Schreibzeug und die beiden grünen Bibeln des Klub DBR und des ÖJGV.
Für unsere Rasse sind Berichte über drei Gebrauchsprüfungen, vom Legen der Fährte bis zur Preisverteilung, eine Schweißsonderprüfung und zwei Vorprüfungen in der Lauten Jagd vorgeschrieben. Binnen 14 Tagen sind diese an den zugeteilten Ausbildungsrichter zu senden, von diesem inhaltlich zu korrigieren und nach Verbesserung oder Besprechung an den Ausbildungsreferenten zu senden. Frühestens drei Jahre ab Bestellung durch den ÖJGV kann man zur Prüfung antreten, nach sechs muss bei sonstiger Streichung die Ausbildung abgeschlossen sein.
Daneben organisierte die Landesgruppe NÖ Übungstage für Dachsbracken aller Altersklassen. Neben dem Übungseffekt unter richterlicher Anleitung für die Gespanne sind diese Veranstaltungen für uns Anwärter und die Leistungsrichter eine hervorragende Gelegenheit, viele Hunde zu studieren. Der eine arbeitet schon als Welpe bedächtig, eine andere Hündin nimmt Verleitfährten zu gerne an oder hat keinen Fährtenwillen. Wie viel ein Hundeführer am Gehorsam gearbeitet hat, sieht man bald nach dem ersten hektischen Beschnüffeln der Dachsbrackenmeute am Sammelplatz.

Bei den Kameraden im Land des Panthers sind offizielle Prüfungen Routine. Ein Vieräugl hat zB. die Schweißarbeit gleich zu Prüfungsbeginn auf der natürlichen Wundfährte erledigen können.
Gerne habe ich auch den Film vom Brackengeläut über das spätherbstliche Zettersfeld mit seinen goldenen Zirben im Kopf.
Der frisch angezuckerte Traunstein mit dem Blick auf seinen dunklen See weckt die Erinnerung an einen übereifrigen Hundeführer. In der Buckligen Welt kämpften wir uns bei einer Vorprüfung in der Lauten Jagd im Sturm durch Schneeverwehungen. Trotzdem hoben die Hunde in den windgeschützteren Gräben die Hasen.
Bei den Grünen Abenden kamen die Kameradschaft und das Sangeswesen nie zu kurz!
Letzten Herbst wollte ich das Gelernte selbst noch einmal praktisch in einer GP umsetzten. Die Leistung war zwar wesentlich besser als beim ersten Mal, aber gerade das viel geübte Totverweisen und das Ablegen konnten nicht gezeigt werden.
Noch ein Übungstag Ende Mai, eine SPFS des ÖJGV im Juni, dann schmökerte ich den Sommer über in den Ausbildungsunterlagen, legte mir Exzerpte und Fragenkataloge zurecht und ging diese immer wieder, auch bei der Ansitzjagd, durch.
Mitte September wurde bei der kommissionellen Prüfung Verbandsorganisation, Jagdhundewesen, Richterordnungen für Jagdhunde, Inhalte des Tierschutzgesetzes und die Aufgaben eines Prüfungsleiters abgefragt. Wir konnten auch aufgrund der praktischen Erfahrung die Antworten gut abrufen und die Ausbildung erfolgreich abschließen.
Das wird uns nicht abhalten, bis zu unserer, erst von der nächsten Generalversammlung des ÖJGV zu beschließenden Ernennung weitere Leistungsprüfungen zu besuchen.

Durch die Qualitätsprüfung der Leistungs- und Formwertrichter stellen die unter dem Reglement der Federation Cynologique International (FCI) arbeitenden Zucht- und Ausbildungsvereine erstklassige Werkzeuge – unsere „Hundsbuam und Hundsdirndln“- zur Verfügung, auf die sich die Jägerschaft bei der Gewinnung des nachhaltig gewachsenen Lebensmittels Wild verlassen können.

Ho Rüd Ho
Hanno Zanier


Achtung, Geänderte Prüfungsordnung

Die vom Ausschuss des Klub Dachsbracke am 16.03.2019 und 13.06.2020 beschlossenen Änderungen der Prüfungsordnung wurden am 5.3.2021 vom Vorstand des ÖJGV genehmigt und sind ab sofort, insbesondere bei den im Herbst stattfindenden Gebrauchsprüfungen anzuwenden. Der Klub ist bemüht, den Leistungsrichtern, LR-Anwärtern und den zur GP antretenden Hundeführern möglichst bald gedruckte Ausfertigungen zur Verfügung zu stellen. Folgende Änderungen sind zu beachten:

§ 3 Prüfungsleiter
Z 4. Lautet: 4. einen Verantwortlichen namhaft zu machen, der die Leistungen der Hunde im digitalen Jagdhund erfasst, bearbeitet und an den ÖJGV weiterleitet;

§ 6 Hundeführer
1. neuer Satz 2: Satellitenunterstützte Ortungsgeräte können während der gesamten Prüfung verwendet werden. Sie dürfen aber keinen Einfluss auf den Hund, auf das Führen desselben, den Prüfungsablauf und die Urteilsfindung der Leistungsrichter haben. Ein Aufsuchen oder Auffinden des Hundes, auch von Dritten Personen, mittels Ortungsgeräten, ist einem Entziehen von der Prüfung gleichzusetzen (nicht bestanden).

§ 12 Riemenarbeit II. auf künstlicher Schweißfährte
Absatz 1, erster Satz: Künstliche Fährten müssen Übernachtfährten mit mindestens 16 Stunden und höchstens 20 Stunden Stehzeit und wenigstens 1000 Meter lang sein.
Absatz 4
Auf das Schnallen beim letzten Wundbett kann verzichtet werden, wenn dies der Hundeführer vor Beginn der Schweißarbeit meldet. Dadurch ist eine Prüfung im Totverweisen und Totverbellen nicht mehr möglich.
Absatz 6 Letzter Satz (vor § 13): Ein Rückruf mindert die Note um eine Stufe, ab 4 Rückrufen gilt die Leistung als ungenügend.

§ 14 Hatz und Bail 1. Hatz letzter Satz
Das Wort Schärfe wird durch Härte ersetzt.

§ 15 Laute Jagd, b. Halten der Spur
In Absatz 1 wird vor dem letzten Satz eingefügt:
Für die Benotung dieses Faches gilt bei hörbarem Spurlaut:
von 3 bis 5 Minuten – Note 1
von 5 bis 10 Minuten – Note 2
von 10 bis 20 Minuten – Note 3
ab 20 Minuten – Note 4

§ 16 Vorprüfung in der Lauten Jagd, als letzter Satz wird eingefügt:
Die Noten der Vorprüfung Laute Jagd gelten nur für die nächste, erfolgreiche Gebrauchsprüfung.

§ 17 Wesensfestigkeit, der zweite Absatz lautet
Die Note 4 ist zu vergeben, wenn ein Hund unerschrocken und freundlich auf die Annäherung eines Leistungsrichters oder -anwärters reagiert. Das Wesen ist während der gesamten Prüfung zu beobachten, die Note wird erst nach Beendigung derselben vergeben.

§ 18 Revierführigkeit c. Verhalten auf Schuss zweiter Absatz lautet
Die Höchstnote 4 ist zu vergeben, wenn der Hund, absolute Ruhe und Schussfestigkeit zeigt; nach den minderen Leistungen erfolgt die Vergabe der Noten.

§ 19 Freie Prüfungsfächer Totverbellen und Totverweisen wird bei Totverweisen vor dem letzten Satz eingefügt:

Für die Verweildauer beim Stück gilt folgende Zeitstaffelung:
bis 5 Minuten – Note 4
bis 7 Minuten – Note 3
bis 10 Minuten – Note 2
bis 12 Minuten – Note 1

Anhang
Nachweis der jagdlichen Eignung auf Schwarzwild
Im ersten Absatz , Satz 3 wird das Wort Schärfe durch Härte ersetzt

Hanno Zanier


Sebastian Altmann – neuer Landesleiter in Oberösterreich

Liebe Klubmitglieder!

Bei der Vorstandssitzung am 03. Juni 2021 in Niklasdorf gaben der Landesleiter von Oberösterreich Josef Pfarl und sein Stellvertreter Josef Atschreiter ihren Rücktritt bekannt. Der Klub Dachsbracke bedankt sich bei den scheidenden Funktionären für ihre langjährige Tätigkeit und ihren Einsatz für unsere Dachsbracken. Auch wenn ihr beide jetzt in der verdienten Funktionärs-Pension seid, so hofft der Klub dennoch, dass ihr weiterhin eure Funktionen als Leistungsrichter und Formwertrichter wahrnehmen werdet.

Weidmannsdank nochmals den beiden „Seppls“ aus Oberösterreich.

Auf der Suche nach einem neuen Landesleiter wurde der Klub Dachsbracke sofort fündig. Mit dem jungen, engagierten Büchsenmacher Sebastian Altmann aus Grünau im Almtal darf der Klub Dachsbracke den neuen Landesleiter von Oberösterreich vorstellen.

Lieber Sebastian, der Klub gratuliert dir zu deinem Ehrenamt als neuer Landesleiter von Oberösterreich und wünscht dir alles Gute. Der Vorstand ist überzeugt, dass du diese Funktion mit bestem Wissen und Gewissen ausüben wirst.

Der Vorstand und Ausschuss sichern dir die volle Unterstützung bei deiner Tätigkeit zu.

Weidmannsheil
Obmann Harald Heil

Kontaktdaten:
Sebastian Altmann, Landesleiter Oberösterreich
Schindlbach 15, 4645 Grünau im Almtal
Tel.: 0660/4825014
E-Mail: waffenstube@almtal.at


Seminar „Nachsuche auf Schalenwild“ August 2021 in Niederösterreich

Schon im letzten Jahr war das Seminar von niederösterreichischen Klubmitgliedern, die sich als BereichshundeführerInnen melden wollen, sehr gut besucht. Es ergänzt für noch ungeprüfte Hunde die Vorbereitung auf die Gebrauchsprüfung.

Seminar: „Nachsuche auf Schalenwild“ für Hundeführer, die ihren Hund auf Schweiß führen wollen.

Referent: MF Ing. Leopold Staudigl, NÖ Bereichshundeführer

Inhalt:

  • Einarbeitung und Vorbereitung des Hundes für Schweißprüfungen und für die praktische Schweißarbeit
  • Grundsätze und Probleme bei Nachsuchen
  • Ausrüstung für die Schweißarbeit
  • Praktische Lehrvorführung im Revier

Termin: Freitag, 20. August 2021 14:00 bis 19:00 Uhr und Samstag, 21. August 2021, 08:00 bis 15:00 Uhr

Ort: Auersthal, NÖ, Gasthof Sommer (Übernachtung möglich)

Kosten: 80,- Euro incl. Seminarunterlagen und Buffet am Freitag Abend

Anmeldung:

  • Auskünfte bei Leopold Staudigl unter Tel. 02574/8250 oder e-Mail: leopold.staudigl@gmx.at
  • Anmeldungsunterlagen werden interessierten Hundeführern zugeschickt
  • begrenzte Teilnehmerzahl

Anmerkung: Wird auch vom NÖ Jagdverband als Voraussetzung für Bereichshundeführer-Nachsuche anerkannt

Hier finden Sie den Bericht Bereichshundeführer Seminar August 2020 in Niederösterreich.

Suchenheil!
Dr. Hanno Zanier


Nachruf Ökonomierat Hans Zernatto 1929-2020

Hans Zernatto war seit 1947 Mitglied unseres Klubs, wurde 1956 zum Leistungsrichter und vier Jahre später zum Formwertrichter ernannt. Viele Jahre brachte er sein Wissen im Klub Dachsbracke als Fachbeirat ein. Als im Dezember 1986 Klubobmann Dr. Otto Zernatto starb, wurde sein Stellvertreter Dr. Spinner interimistisch Obmann und Hansl sein Stellvertreter, dies wurde dann bei der Hauptversammlung 1990 per Wahl bestätigt. Diese Funktion übte er bis zum Jahre 2000 aus . In diesem Jahr erhielt er auch die Ehrung für 50 jährige Mitgliedschaft und es wurde ihm zusammen mit Dr. Hermann Spinner die Ehrenmitgliedschaft für Verdienste um die alpenländische Dachsbracke verliehen.

Als exzellenter Hundeführer erreichte er unter anderem den Silbernen Bruch mit Otti vom Koasaberg im Jahre 1992.

Aus seinem Zwinger „von Hirschbrunn Treffen“ stammten Welpen mit bester Veranlagung.

Ich hatte das Glück, Hansl schon in den frühen Jahren meiner Mitgliedschaft im Klub als, ich möchte fast sagen „väterlichen“ Freund kennenzulernen. Man konnte viel von ihm lernen, er konnte auch von Herzen draufloswettern, wenn ihm etwas nicht passte. Ich erinnere mich an eine Situation bei einer Gebrauchsprüfung in Deutschland, als ein Richter den Hundeführer aufforderte, seinen Hund an einem Platz in der prallen Sonne abzulegen. Dem zunächst ruhig liegenden Hund wurde es nach ein paar Minuten zu heiß, er stand auf und legte sich dann ein paar Meter weiter im Schatten nieder. „Platz verlassen! Durchgefallen!“ war der kurze Kommentar. Da lernte der noch etwas unerfahrene Richter den Hansl aber richtig kennen, der ihm schlicht erklärte, dass der Hund wesentlich gescheiter sei als er. Oft erzählte er, wie er einem Junghund in der Schweißarbeit einübte, indem er selbst auf allen Vieren, seine Nase am Boden und den Hund neben sich, ein Kalb suchte, das etwa 100m weiter verendet lag.

Unvergesslich sind die Geschichten, die er auf den Fahrten zu den Sitzungen erzählte. Es war seine Art, etwa bei Bestellungen von Funktionären immer zunächst zur Vorsicht zu mahnen. Auf die meisten Vorschläge reagierte er zunächst skeptisch: „Woos, deeer? Aufpassn! Vuasicht !“ Doch nach der Bestellung war das vergessen und er ließ dem neuen Klubfunktionär seine Unterstützung zukommen wo immer es ging.

Am 30. Juli 2020 hat Hansl Zernatto diese Welt verlassen. Eine Abordnung des Klubs verabschiedete sich am 4.August in Treffen von einem hochverdiente Klubfunktionär, einem ausgezeichneten Hundefachmann und einem guten Freund.

Weidmannsruh!
Peter Mattersberger


Zuchtwart Dr. Georg Urak – 60. Geburtstag

Am Nachmittag des 11. August 2020 trafen sich einige der Vorstände und Mitglieder des Klub Dachsbracke im Heiligenkreuzer Stiftskeller und feierten den runden Geburtstag von unserem geschätzten Zuchtwart Dr. Georg Urak.

Die Landesgruppe Wien/Niederösterreich/Burgenland unter Führung von Ing. Thomas Rupp organisierte eine spontane Überraschungsparty zum 60. Geburtstag für den Zuchtwart Georg Urak. Unter Vortäuschung falscher Umstände wurde Georg in die Nähe des Stiftskeller-Garten in Heiligenkreuz gelockt. Dort standen die Mitglieder in einem offenen Spalier bereit und begrüßten den Jubilar. Es wurden zahlreiche Gaben überreicht. Anschließend verbrachten wir der Nachmittag in einer gemütlichen Runde bei Speis und Trank. Anekdoten vom Klubgeschehen wurden erzählt, aber auch jagdlich fachlich relevante Themen, wie das alternative Antragen von Blattschüssen, diskutiert. Zudem kam der Vorschlag, im Klub ein Alkoholverbot einzuführen.

In diesem Kreis mussten wir auch erfahren, dass das Geburtstagskind einer Räuberbande zum Opfer gefallen war. Diese haben dem geschätzten Zuchtwart aus seinem Weinkeller ca. 200 Flaschen Wein geraubt. So ein Pack…

An dieser Stelle will ich einen Aufruf an die Klubmitglieder starten, wenn jemand eine gut trinkbare Flasche Wein übrig hat, schicke er sie bitte an Georg, da dieser momentan auf dem Trockenen sitzt.

Backenheil
Tobias Schneider


Leistungsrichter Prüfung am 18.7.2020 in Bergheim

Das Leistungsrichterteam von Hans Fercher, Landesgruppe Salzburg ist seit Juli um zwei junge, dynamische Leistungsrichter stärker.

Am 18. Juli wurde in Bergheim, Salzburg vom ÖJGV eine Leistungsrichterprüfung abgehalten. Erfreulicherweise kann der Klub Dachsbracke berichten, dass von acht angetretenen Prüflingen zwei aus den eigenen Reihen kamen und aufgrund guter Vorbereitung die Prüfung bestanden haben.

Am 23. August wird der ÖJGV seine Generalversammlung abhalten und alle neuen Leistungsrichter bestätigen, auch die von der Februar Prüfung. Danach können sie ihre Richtertätigkeit aufnehmen.

Ich als Ausbildungsreferent möchte Danke sagen für die gute Zusammenarbeit und die gute Prüfungsvorbereitung. Ich wünsche euch für die Zukunft schöne, erfolgreiche Prüfungen und denkt immer daran, dass die Zucht (der Erhalt unserer Rasse) in euren Urteilen liegt.

Weidmannsheil
Franz Höhn
Ausbildungsreferent