Oberösterreich


Jagdhundevorstellung auf der Freistädter Messe am 15.08.2018

Auf Einladung des Bezirks-Hundereferenten Herbert Rammer wurde die Dachsbracke „Elvis von der Pletzenwand“ auf der Freistädter Wiesn vorgestellt.

Es waren zahlreiche Jagdhunde aus allen Einsatzbereichen vertreten. Als einziger Vertreter der Bracken konnte Elvis viele Sympathiepunkte gewinnen. Elvis hat sich dabei von der besten Seite gezeigt. Er war ruhig und entspannt, trotz Menschenmassen, Lärm und anderen Hunden. Das Interesse der Messebesucher zeigte sich darin, dass viele Personen auf mich zugekommen sind und sich über unsere Bracke erkundigt haben. Mehr als fünfzehn Info Folder wurden auf Nachfrage  ausgegeben.
Der Grund für das Interesse an dieser Hunderasse wurde wie folgt begründet:

  • Das Aussehen
  • Das Wesen
  • Der Einsatzbereich

Eine Kritik an unseren Hundereferenten möchte ich noch hinzufügen.
Die Beschreibung des Einsatzbereichs während der Vorstellung unserer Bracke zeigte leider, dass auch die Hundereferenten nicht genügend Wissen über diese Rasse verfügen oder bewusst das breite Einsatzgebiet der Bracke verschweigen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man den Einsatz bei der Drückjagd und den Einsatz auf Schwarzwild und bei der Nachsuche als dritte anerkannte Schweißhunderasse unerwähnt lässt.

Weidmannsheil
Hansjörg Blöchl


38. Schweißprüfung des ÖJGV in Zusammenarbeit mit dem Innviertler Jagdggbrauchshundeklub vom 5.-6.10.2018 in Lengau am Kobernaußerwald

„I bin’s, dei  Präsident!“, diese Worte ließen mich Anfang Juli am Telefon zusammenzucken. Schnell  war ich von Harald Heil zur Teilnahme an dieser Schweißprüfung vergattert, zu der pro Rasseverein nur ein Hund gemeldet werden darf. Nichts wurde aus  dem unbesorgt in den Sommer und Herbst Hineinjagen. Regelmäßige Trainingsfährten und Schleppen mit meiner im 2. Behang  stehenden gevieräugelten Djina vom Kalkberg standen auf der Tagesordnung.

Wie immer unterstützte mich der ganze Klub mit Rat und Tat. Harald legte eine Fährte durch einen Reheinstand und riet mir, den allgemeinen Gehorsam zu festigen und die anfangs überpassionierte Djina durch strammen Riemen auf meine Marschgeschwindigkeit zu bringen. Bei angenommenen Verleitfährten  solle ich sofort reagieren.
Thomas Rupp trat neben der Organisation des Übungstages in Seitenstetten eigens für mich eine kurze Rotwildfährte. Die Arbeit war mehr als ernüchternd:  Djina ging vom Anschuss in die falsche Richtung ab. Nach Abruf arbeitete sie brav, bis sie in einem undurchsichtigen Staudenwerk auf eine Rehfährte changierte. Wertvolle Tipps kupferte ich mir an diesem Tag vom dort vortragenden Praktiker Peter Niethammer aus dem Schwarzwald ab.
Auf den Versager reagierend trat ich in zweiwöchigen Intervallen mit mehrfach verwendeten Rotwildschalen – ein Paar musste ich mir mangels Verfügbarkeit beim Wildprethändler kaufen – lange Fährten durch jegliche Vegetation und vorzugsweise durch Reheinstände. Schleppen mit Unterbrechungen (ein Tipp von Franz Höhn) bzw. auf offenem Feld im Quadrat mit Verweisern an den Seiten und Fähnchen an den Ecken (nach Anton Fichtlmeier), nutzten wir zum Üben der Winkel und dem Verweisen von Deckenteilen.
Die letzte lange Fährte trat mir Klubkamerad Hermann Steinschaden, der eigens eine frische Rehschleppe über die 20 Stunden alte Rotwildfährte zog. Djina hatte vor der Arbeit ausgiebig mit seiner jungen Hündin gespielt. Dass das Ruhe in die Arbeit bringen würde, war ein Irrglaube. Kaum angesetzt, legte sie sich in den Riemen.  Diesmal hielt ich dagegen, bremste den Elan und konnte mich so auf den Körper des Hundes konzentrieren. Schon bald legte ich sie länger auf der Fährte ab. Von da an arbeitete sie konzentriert, ignorierte Verleitfährten, auch die frische Rehschleppe, und kam rasch zum Stück. Das Verweisen bzw. Totverbellen funktionierte leider schlecht, wird aber bei dieser Art von Schweißprüfung nicht geprüft.

Nach zwei  Wochen Pause und einer Schleppe am Weg nach Lengau (mein Revier liegt an der A1) kamen wir bei klarem Herbstwetter in einer malerischen, von Landwirtschaft geprägten Landschaft an. Im Standortquartier Jägerwirt traf ich beim Grünen Abend auf schon gesehene Funktionäre des ÖJGV und unseren Landesleiter Tirol, Herbert Geisler, der als Richter fungierte. Nach der Nummernverlosung und ein paar netten Gesprächen, die auch neue Bekanntschaften aus anderen Klubs brachten, war aber rasch Nachtruhe für Hund und Führer angesagt.

Die schmale Mondsichel  stand noch dominant über der aufsteigenden Morgenröte im schwarz-blauen Himmel, als ich einen weit ausholenden Auslauf quer durch die alten, teilweise aus alten Holzriegelbauten bestehenden Gehöfte von Lengau antrat, um Djina zu beruhigen. Nach dem Frühstück verzögerten sich Begrüßung, Richtergruppeneinteilung und der Fototermin um eine Stunde, was der Entspannung aber entgegenkam. Unter dem Hörnerklang der Innviertler Jagdhornbläser begrüßte Prüfungsleiter und Präsident des ÖJGV MF Johannes Schießer 15 Gespanne, 30 Richter und die Revierleiter. Mir wurde ein ehemalig kaiserliches, nunmehr von den ÖBF betreutes Revier im Herzen des Kobernaußerwaldes zugeteilt. Dort, über das Glas-Dorf Schneegattern angekommen, präsentierten sich mir glucksende Bäche, schlagreife Fichtenwälder mit Heidelbeerunterwuchs, die sich mit Jungbeständen abwechselten.
Nach dem Auslegen des Stückes und Absetzen des Hornbläsers wurden wir zur Fährte gebracht. An der aufgedockten Schweißleine marschierten wir, der Hund hochgradig passioniert, ca. 300m zum Anschuss. Eine wirklichkeitsnahe Einweisung erfolgte, indem die Uhrzeit des Anschweißens eines Stückes Rotwild, das Zeichnen, die Fluchtrichtung und der Anschuss bekanntgegeben wurden. Ich ließ mir Zeit, die Leine in aller Ruhe abzudocken und die Schlingen auszustreifen. Das ist ein zusätzliches Ritual, um Ruhe in den abgelegten Hund und mich zu bringen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hund vom Anleinen bis zum Ansetzen nie aus seiner Halsung kommt. So untersuchte ich erst nach gefühlten 5 Minuten unter interessierter Beobachtung  durch Djina den Anschuss.

Ab jetzt lief die Zeit. Ich ließ die Hündin zunächst aufgefangenen Schweiß bewinden und setzte sie am kurzen, straffen Riemen an, um ein ausführliches Untersuchen des Anschusses zu erreichen. Sie bögelte sich rasch in die markierte Richtung ein. Ich gab zumindest 7 m Leine und folgte dem Kraftpaket am gespannten Riemen. Djina folgte der Fährte zunächst spurtreu, untersuchte kurz Verleitfährten, sprang aber ohne die Notwendigkeit eines Rufes „Zur Fährte“ wieder ein. Teilweise lief sie leicht versetzt zur Fährte. Eine Ermahnung durch einen Richter, den Hund am straffen Riemen nicht zu den Markierungen zu leiten, schadete in der Beurteilung nicht. Nach einem steilen Gegenhang nach 3/4 der Strecke legte ich Djina kurz ab, um selbst verschnaufen und die Konzentration halten zu können. Kurz danach lief Djina zunächst 2 Meter versetzt mit hoher Nase am Stück vorbei. Sie hatte den Hornbläser erkannt. Nach 10 Metern nahm ich sie eigenständig zurück, rasch hatte sie nach insgesamt 14 Minuten das Stück gefunden.
Das berührende „Hirsch Tot“ schallte durch den sonnendurchfluteten, frischen Wald und löste die Anspannung. Dann wurden die Brüche für Hund und Führer überreicht und das „Suchenheil“ entboten.
Nach kurzer Verschnaufpause, einem Leckerli für Djina und dem Wechseln der Leinen wurde nach Beratung der Richter das Ergebnis verkündet: Fährtenarbeit, Fährtenwille und Zusammenarbeit des Gespannes je 4, Fährtensicherheit 3, ergaben letztlich 60 Punkte von 64 möglichen, daher für mich ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Wir konnten somit die Leistung vom Juni halten.

Die Streckenlegung und Preisverleihung fand auf einem hoch über dem Tal liegenden Plateau statt, auf dem einst die ca. 1504 zerstörte Friedburg stand. Ein auf die Strecke gelegter Hirsch gab, umringt von Hundeführern, Richterkollegium und Gästen zum Klang der Jagdhornbläser den Blick über das Alpenvorland zur Drachenwand und die Berchtesgadener Bergspitzen frei. Drei Hunde erhielten die Höchstpunktezahl und wurden nach ihrem Alter, als erster ein Terrier vor einem Beagle und einem weiteren Terrier gereiht. Djina und ich wurden mit einem I. d Preis Vierte. Ein Hund wurde zurückgezogen.

Den Organisatoren, Revierleitern und Richtern gilt der Dank dafür, dass eine derartig hochwertige Vergleichsschau und damit die praxisnahe Ausbildung unserer  Jagdgebrauchshunde möglich war.

Meine Meldung des Ergebnisses erfüllte den Züchter Heinrich Muth in Marburg/Hessen mit Stolz, mein gestrenger Präsident quittierte dies übrigens mit: „Jetzt hob i di FAST dort, wo i di hoben will!“

Weidmannsheil
Hanno Zanier


Landestreffen der Landesgruppe Oberösterreich am 12.05.2018 im Gasthof Großalm in Neukirchen bei Altmünster

Bei sonnigem Frühlingswetter und mit zahlreichen Gästen, eröffnete Landesleiter Ofö. Josef Pfarl nach einer längerjährigen Pause das heurige Landestreffen. Unter den anwesenden Gästen konnten auch Zuchtwart Dr. Georg Urak sowie Ausbildungsreferent Franz Höhn begrüßt werden.

Nach einem kurzen Rückblick auf das Jahr 2017 durch den Landesleiter sowie aktuelle Mitteilungen durch den Zuchtwart und den Ausbildungsreferenten, wurden die Hundeführerabzeichen und Richterabzeichen übergeben. Das Hundeführerabzeichen der Stufe 4 wurde Gottfried Ratzberger und das Richterabzeichen Leistungsrichter Josef Atschreiter überreicht.

Nach Abschluss vom offiziellen Teil erfolgte die Formbewertung und Begutachtung von insgesamt 6 Dachsbracken, welche Andrea Prenner mit Dr. Georg Urak, vornahm.

 

Die Landesleitung bedankt sich bei allen aktiven und unterstützenden Mitgliedern, Jagdpächtern, Leistungsrichtern und Revierführern für ihre Zusammenarbeit im vergangenen Jahr und ersucht um tatkräftige Unterstützung für 2018.

Weidmannsheil
Josef Atschreiter 


540. Gebrauchsprüfung vom 3.-4.11.2017 in Weyer/Oberösterreich

Prüfungsleiter: Ofö. Josef Pfarl
Richter: Harald Heil, Franz Höhn, Manfred Schwarzlmüller, Dr. Georg Urak, Ofö. Peter Zoister
Richteranwärter: Josef Atschreiter

Bei herrlichem Herbstwetter konnte fast schon traditionell dank der Bereitschaft von Gutsherrn Mag. Dietrich Buschmann sowie dem Wirtschaftsführer OFM DI Hartmut Beham die heurige Gebrauchsprüfung im Forstamt Dreher abgehalten werden. Wiederum durften wir für die Schweißarbeit und Gehorsamsfächer das Revier Frenz und dankenswerter Weise abermals seit 1983 das „Hühnerwolf“ als Tagesquartier benützen. Zum Forstamt Dreher haben wir bereits eine mehr als 50jährige Verbindung. Weidmannsdank!

Für das Revier zur Lauten Jagd wäre uns eventuell die Eigenjagd Forster in Oberland zur Verfügung gestanden. Weidmannsdank an die Familie Forster – vielleicht ein anderes Mal.

Als Standquartier bezogen wir das „Holzergut“ der Familie Brandner, wo alle Teilnehmer mit größter Zufriedenheit versorgt und untergebracht waren. Wie immer fehlte es an Gemütlichkeit in keiner Weise.

Eine Dachsbracke wurde formbewertet. Von den drei gemeldeten Dachsbracken konnte leider nur ein Hund zur Gebrauchsprüfung antreten: eine Dachsbracke wurde vor der Prüfung von einer Sau geschlagen, eine Hündin wurde drei Tage vor der Gebrauchsprüfung hitzig.

Das angetretene Gespann konnte einen III. Preis erreichen und war in der Lauten Jagd bereits vorgeprüft.

Weidmannsheil
Josef Pfarl
Prüfungsleiter

 


16. SPoR des OÖLJGV vom 29.-30.08.2014 in Sandl, Oberösterreich

Veranstalter: OÖLJGV in Zusammenarbeit mit dem Österr. Verein für rauhhaarige Vorstehhunde,
Prüfungsleiter: LHR-Stv Max Brandstetter
Prüfungsleiter-Stv.: Herbert Rammer
Prüfungsrevier: Czernin-Kinsky Forstgut Rosenhof, Sandl

Am 29.08.2014 wurden im Prüfungsrevier Czernin-Kinsky Forstgut Rosenhof, Sandl von den Richtern die künstlichen Rotwildfährten mit einer Länge von min. 1200 Schritten und ¼  Liter Rotwildschweiß getupft.

Die Prüfung konnten wir in der hervorragenden Zeit von 22 Minuten absolvieren und bei der anschließenden Siegerehrung den 2. Platz belegen. Da es mein erster Hund ist, und ich im Vorjahr die GP mit dem II.a Preis schon erfolgreich ablegen konnte, war die Freude über diese wirklich sehr anspruchsvolle Arbeit riesengroß. Ich bin froh, dass ich mich für eine Dachsbracke entschieden habe, da sie bei der Schweißarbeit sehr ruhig arbeitet und vor allem ein familienfreundlicher Hund ist.

Von den 14 angetreten Hunden konnten 13 Hunde die Prüfung bestehen.

Josef Atschreiter


513. Gebrauchsprüfung vom 09.-10.11.2013 in Weyer, Oberösterreich

Prüfungsleiter: Ofö. Josef Pfarl
Richter: Gerald Fressner, Ofö. Max Moro, Ofö. Günter Schebeck, Manfred Schwarzlmüller, Ofö. Peter Zoister.

Nach 3 Jahren konnte wiederum die Gebrauchsprüfung auf der „Sulzwiese“ im Revier Frenz des Forstamtes Dreher eröffnet werden. Bei durchwegs entsprechendem Herbstwetter und erträglichen Tagestemperaturen um die +10° konnte der Prüfungsleiter die Hundeführer, Leistungsrichter und Gäste auf der JH Sulzwiese willkommen heißen.

Einen besonderen Gruß und Weidmannsdank sprach Ofö. Pfarl  v dem Gutsbesitzer Herrn Mag. Dietrich Buschmann und dem Jagdpächter Dr. Rudolf Brandstetter des Forstamtes Dreher für die Bereitstellung des Revieres Frenz anlässlich der Gebrauchsprüfung (Schweißarbeit) und die Überlassung der JH Sulzwiese als Tagesstützpunkt aus. Die Sulzwiese ist schon zur Tradition geworden – gewiss auch historischer Boden, weil schon vor mehr als 50 Jahren hier Gebrauchsprüfungen des Klubs abgehalten wurden.

Für die Reviere der Lauten Jagd den Gen. Jagden Großraming r.d.E. Herrn Josef Staudinger bzw. Gaflenz Herrn Rudolf Weissensteiner, ein herzlicher Weidmannsdank für ihr Entgegenkommen und die Bereitschaft.

Als Standquartier bewährte sich wiederrum das „Holzergut“ der Familie Brandner, wo alle  Teilnehmer aufs Beste versorgt und untergebracht wurden und auch an Gemütlichkeit nichts fehlte.

3 Dachsbracken wurden formbewertet.