Prüfung


CACIT Brackierprüfung des ÖBV 2019 in Hirschegg

Vor 3 Wochen rief mich Landesleiter Robert Hafellner an und fragte mich, ob ich zur Internationalen Brackierprüfung mit CACIT, die vom Österreichischen Brackenverein (ÖBV) in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Jagdgebrauchshundeverband (ÖJGV) veranstaltet wird, teilnehmen will. Ich sagte sofort zu, war aber der Meinung, ich sollte als Leistungsrichter Anwärterin und nicht als aktive Hundeführerin teilnehmen. Als mir klar wurde, dass es da ein Missverständnis gibt, war es zu spät. Also brav die Anmeldung ausgefüllt und den Prüfungsleiter Karl Heiz Neuhold angerufen und nachgefragt, was denn da so geprüft wird und bekam folgende Auskunft: Es muss ein Hase brackiert werden, der von einem Richter bestätigt werden muss. Dann natürlich noch Gehorsam, Schussfestigkeit und 20min ablegen mit Schuss. Ok, denk ich mir, ablegen muss ich wieder mit ihr üben, aber alles andere sollte funktionieren.

Am 19. November traf ich um 16:30 im Prüfungsquartier Sprengerwirt in Hirschegg auf der Pack in der Steiermark ein. Hier wurde mir dann bewusst, wie groß der Aufwand für diese Prüfung ist.
10 Gespanne waren gemeldet, wobei 1 Gespann leider absagte. Angetreten sind 2 Tiroler Bracken, 1 Basset fauve de Bretagne, 1 Brandlbracke, 1 Steirische Rauhaarbracke,1 Beagel und 3 Dachsbracken. Jedem der 9 Gespanne wurden mind. 3 Richter/Beobachter zugeteilt. Insgesamt standen 5 Jagdreviere mit insgesamt 8458 ha zur Verfügung.

Nach der Registrierung und Überprüfung der Hunde fand die Verlosung der Reviere statt. Mit der Nr. 4 wurde mir das Revier vom Jagdverein Kreuzberg zugeteilt. Nachdem am nächsten Morgen um 5:15 Tagwache für mich war, zog ich es vor, mich schon eher früh zu verabschieden, um am nächsten Tag rechtzeitig auf die Läufe zu kommen.

Der nächste Tag begrüßte uns mit strahlender Sonne mit 0 Grad, aber eiskaltem Wind.
Um 7:00 ging es ab ins Revier. Insgesamt hatten 3 Gruppen teilweise denselben Weg. Da ich es vorzog, meine Hündin nicht unaufgewärmt zu schnallen, beschlossen LR OJ Leo Geier und ich, den letzten Teil zu Fuß zu gehen. In der Zeit konnten LR Mag. S. Winkler und LRA M. Gruber-Kummer und der Revierführer ihre Positionen beziehen.

Punkt 8:00 habe ich Ajka von schwarzem Gift geschnallt. Kurz darauf hörten wir schon das erste Brackengeläut. Ich dachte nur „Passt, fängst super an“. Leider konnten wir aber keinen Hasen bestätigen und so ging es fast 2 Stunden weiter. Ajka suchte systematisch alles ab und wurde immer wieder kurz laut. Sie kam öfter zurück und wir versuchten eine neue Stelle. Dort schickte ich sie wieder los. Dazwischen wurde zwar einmal ein Hase hoch, ging aber leider hinter Ajka und gegen den Wind ab. Ajka fand die Spur später und verfolgte sie auch mit Geläut, konnte aber so nicht mehr gewertet werden. Gerade als ich dem Richter mitteilte, eine Pause einzulegen, hatte mein Hund die gleiche Idee. Wie immer zeigte sie das mit ihrem speziellen Bellen an. Lachend gingen wir zum Auto zurück, wo ich Ajka versorgte und sie dann eine halbe Stunde Pause machte.
Nach der Pause und einer wieder motivierten Ajka ging es zurück ins Revier, diesmal von der anderen Seite aus. Ajka wurde auch gleich wieder laut, aber wieder konnten wir keinen Hasen bestätigen. Nach ca. 30 Min. fand sie eine alte Sasse, die sie genau untersuchte. Daraufhin ging sie den Hang weiter runter und suchte systematisch von unten nach oben, wobei sie wirklich mit der Nase einen Hasen hoch machte, 5-6m vor dem Leistungsrichter und mir entfernt. Ajka verfolgte den Hasen sofort mit tollem Geläut. Erfreulich, dass wir nach ca. 3 Stunden doch noch einen Hasen bestätigen konnten.

Die Fächer Gehorsam und Leinenführigkeit wurden vom LR bereits am Weg ins und im Revier geprüft. Es fehlte nur mehr das Ablegen und die Schussfestigkeit. Also wer hat eine Flinte? Leider in unserer Gruppe niemand, macht nix, da es kurz vor 12 ist und die Prüfung bis dahin beendet sein muss, warten wir bis eine der anderen Gruppen vorbei kommt. Kurz darauf erschien eine der Gruppen und… keine Flinte… Also warten auf die dritte Gruppe. Zum Glück hatten die eine Flinte mit.

Wir beschlossen, Frieda am Waldrand, windstill und in der Sonne abzulegen. Also ich auf zu dem zugewiesenen Platz und legte Ajka frei ab. Kaum war ich ca. 10 Schritte weg, höre ich hinter mir Ajkas Geläut und als ich mich umdrehtem, sah ich nur noch die weisse Blume eines Hasen im Wald verschwinden und Ajka mit Geläut knapp drauf. Als ich mich umdrehte, sah ich die 2 Gruppen, die uns beobachteten und sich vor Lachen bogen. Sie konnten keine Hasen finden und Ajka fand einen beim Ablegen. Beim zweiten Versuch ging ich auf Nummer sicher und hab sie am Rucksack angeleint abgelegt. Diese Aufgabe hat sie wie auch die Schussfestigkeit mit Bravour bestanden.

Zurück im Prüfungslokal gab es dann ein Mittagessen und die Richterbesprechung. Zu dem Zeitpunkt hörte ich, dass es angeblich leider nur 4 Gespane geschafft haben. Nach der Richterbesprechung erfuhr ich, dass es doch nur 3 Gespanne bestanden haben. Mir wurde von verlässlicher Quelle ins Ohr geflüstert, dass ich den 2ten Platz einnehme. Darüber habe ich mir sehr gefreut. Als es zur Preisverleihung kam, ging der 3te Platz an das Beagle Gespann und ich machte mich schon bereit aufzustehen. Als die Punkte vorgelesen wurden, wusste ich, das sind nicht meine, als dann auch noch ein anderer Name aufgerufen wurde, realisierte ich langsam: Meine Ajka hat gewonnen.

Ich bin sehr stolz auf meine Frieda (Ajka von schwarzem Gift), dass sie diese Prüfung bestehen konnte und dann auch noch mit dem 1. Platz und dem I. Preis!

Weidmannsheil
Lisa Zimmermann

Hier geht es zu den Berichten von der CACIT Brackierprüfung 2018 in Hart im Zillertal, der CACIT Brackierprüfung des ÖBV 2017 in Hirschegg und zum Bericht der SPoR des Jagdgebrauchshundeklub Obersteiermark 2017.


Gustava Korinka Prüfung vom 15.– 17.11.2019 in der Slowakei

Am 15.11. um 05.30 Uhr startete ich mit Hundeführer Cajetan Arzberger und seinem Rüden Cäsar vom Hinterwinkel in Richtung Skacany in der Slowakei. Trotz 5-stündiger Fahrt wurde es nie langweilig, da die Gespräche über Hundewesen und Jagd nahezu die gesamte Fahrt prägten. Um 10.00 Uhr trafen wir am Zielort ein und wurden von Petra Vlćek, der Präsidentin des Klub chovateľov ALPSKÉHO JAZVEČÍKOVITÉHO DURIČA und dem Prüfungsleiter Vladimir Mihok freundlich empfangen.

Nach der Begrüßung ging es sofort ins Revier zum ersten Prüfungsfach, dem Saugatter. Bei diesem Fach wird der Hund am Gattertor geschnallt und er muss selbstständig Sauen suchen, finden und verbellen. Es zeigte sich bereits hier, dass die Sauen anscheinend das Lieblingswild von Cäsar sind. Mit großer Passion erledigte er dieses Fach und bekam dafür die Note 4. Beim anschließenden Ablegen gab es ebenso Note 4. Danach ging es ab ins Standquartier, wo wir bestens untergebracht waren.

Am 16.11. ging es nach einem ausgiebigen Frühstück ins Revier zu einem Sauriegler. Eine angemeldete Jagd mit 40 Schützen, 30 Treibern und 11 Dachsbracken. Die Hunde wurden alle mit Ortungsgeräten ausgestattet, um anschließend die Daten der Jagd auswerten zu können. Bei den zwei Trieben wurden 17 Sauen erlegt und man kann sagen, dass der Tag einigermaßen anstrengend war. Vor der Streckenlegung wurde die Zeit genutzt und die restlichen Gehorsamsfächer geprüft. Sensationeller Weise erhielt Cäsar auch im Fach Jagd auf Schweine die Höchstnote 4 und die restlichen Gehorsamsfächer waren für den vorzüglich geführten Rüden sowieso kein Problem. Schön langsam wurde uns klar, dass wir als erste österreichische Mannschaft die Chance hatten, diese Prüfung gewinnen zu können, da nur mehr die Schweißprüfung am nächsten Tag ausstand und Cäsar auch hier sehr gut eingearbeitet war. Nun lag es an mir, unseren Hundeführer Cajetan zu beruhigen. Es zeigten sich nämlich die ersten Anzeichen von Nervosität. Beim grünen Abend besprachen wir die Vorgangsweise für den Sonntag und nahmen uns vor, nicht zu spät ins Bett zu gehen. Dies war insofern schwierig, weil eine Volksmusikgruppe für wirklich gute Stimmung sorgte und alle Teilnehmer in ihren Bann zog. Wir blieben aber stark und verabschiedeten uns um 23.00 Uhr ins Bett.

Sonntag 08.00 Uhr Frühstück und wir sind frisch und munter. Andere Teilnehmer hingegen haben ein etwas zerstörtes Gesicht. Cajetans Nervosität steigt, er findet seine Führerleine nicht. Nachdem ich die Leine entdecke, ist plötzlich mein Autoschlüssel weg. Auch der kann gefunden werden, er steckt in einer von Cajetans Hosentaschen. Im Zimmer hat Cajetan interessanter Weise seine Jacke vergessen, allerdings findet er auch den Zimmerschlüssel nicht. Auch hier wird eine Lösung gefunden, denn der Zimmerschlüssel liegt am Frühstückstisch. Nun aber ab ins Revier zur Schweißarbeit. Wie erwartet, zeigt Cäsar auch hier seine Qualität und wir warten gespannt auf die Richterbesprechung.

Nun zeigt sich, dass auch die Slowaken sehr gemütlich sein können, denn es ist bereits 18.00 Uhr, als die Preisverteilung zu Ende ist und Cajetan Arzberger mit Cäsar vom Hinterwinkel als Prüfungssieger der Gustavo Korinka Prüfung feststeht. Ein Dank gilt Präsidentin Petra Vlćek für ihre Unterstützung. Und ein kräftiger Weidmannsdank an Cajetan Arzberger für seine Mühen und seinen Fleiß.

Harald Heil
Obmann


553. Gebrauchsprüfung vom 8.-9.11.2019 in Wenns/Pitztal

Prüfungsleiter: Herbert Geisler
Prüfungsleiter-Stellvertreter: Andreas Koidl
Richter: Herbert Geisler, Andreas Koidl, Reinhard Wille, Anton Keuschnick, Karl Mitterhauser sen., Helmut Schwentner
Formwertrichter: Martin Kopf
LA-Anwärter: Karl Mitterhauser jun., Lukas Hauser

Am 08. November 2019 trafen sich die Richter, Richteranwärter und Revierbetreuer und wurden im Prüfungsrevier Wenns/Pitztal die künstlichen Rot-,Reh- und Gamswildwundfährten gelegt, die in Länge, Verlauf und Stehzeit der Prüfungsordnung des Klub Dachsbracke entsprachen.

Zu dieser Gebrauchsprüfung sind vier Gespanne angetreten. Alle gemeldeten Dachsbracken waren in der Lauten Jagd bereits vorgeprüft.

Am 09.11.2019 war für alle Richter, Richteranwärter, Revierbetreuer und Hundeführer Treffpunkt beim Weiratherhof. Der Prüfungsleiter machte die erste Richterbesprechung und bestimmte das Schiedsgericht. Nach der Begrüßung durch den Prüfungsleiter wurde die Fährtenverlosung durchgeführt und die Richter wurden dem jeweiligen Hundegespann zugeteilt.

Anschließend wurde bei den gemeldeten Dachsbracken die Schweißarbeit auf künstlicher Schweißfährte und noch alle ausständigen Prüfungsabschnitte, wie Wesensfestigkeit und Revierführigkeit durchgeprüft.

Danach wurde dann noch bei den Prüfungshunden die Formbewertung von Formwertrichter Martin Kopf vorgenommen.
Nach dem gemeinsamen Mittagessen im Gasthof Post in Wenns, der Auswertung und Erstellung der Ergebnisliste und Zeugnisse, konnte dann die Preisverteilung durchgeführt werden. Alle Dachsbracken haben die Prüfung bestanden. Die Resultate der Prüfung ergaben:

  • Colmar vom Sassauna (B. und F. Michael Strigl) II a Preis mit 204 Punkten,
  • Dafna da Guardaval (B. und F. Erich Degiacomi) II b Preis mit 193 Punkten,
  • Jana vom Geierkogel (B. und F. Ferdinand Kofler) III a Preis mit 176 Punkten,
  • Jule vom Spatzberg (B. und F. Carsten Behmel) III b Preis mit 153 Punkten.

Als Standquartier diente das Gasthaus Post in Wenns, in dem alle Teilnehmer ausgezeichnet mit Speis und Trank versorgt wurden, die Unterkunft im Weiratherhof war ebenfalls bestens.

Weidmannsdank dem Jagdleiter der Genossenschaftsjagd Wenns, Herrn Benedikt Schmid, der das Revier für diese Gebrauchsprüfung zur Verfügung gestellt hat. Ebenso großer Dank dem Jagdhelfer Manfred Schöpf, der zum Gelingen dieser Gebrauchsprüfung wesentlich beigetragen hat.

Ebenfalls ein herzlicher Dank an alle Richter, Richteranwärter, dem Forwertrichter und natürlich auch den Hundeführern, die mit großer Passion an dieser Prüfung teilgenommen haben.

Weidmannsheil
Landesgruppe Tirol


553. Gebrauchsprüfung vom 8.-9.11.2019 in Oberösterreich

Die 553. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke fand in Altmünster am Traunsee/Oberösterreich statt. Die Wetterfrösche konnten selbst bei meiner Anreise in jenes Land, „wo Tirol an Salzburg grenzt“ noch nicht sagen, wie sich die instabile Wetterküche fürs Wochenende mit Schnee im Westen, einer Föhnschneise in der Mitte und der Nebelsuppe im Osten der Alpenrepublik entwickeln würde. Als ich das auf 816 m gelegene Standquartier Almgasthof Windlegern erreichte, lichtete sich der Nebel, die Sonne kam durch und präsentierte mir einen herbstlichen Blick auf Traunsee und Traunstein.

Schalenwildfährten für drei gemeldete Hunde waren am nahen Kollmannsberg auf 957 m von drei Richterteams rasch getreten. In der anschließenden Richterbesprechung wies Prüfungsleiter Josef Atschreiter die sechs Richter und mich als „Azubi“ in den Prüfungsablauf ein und legte eine einheitliche Benotung der einzelnen Fächer fest. Ausbildungsreferent Franz Höhn erläuterte die kommenden Änderungen in der Prüfungsordnung.

Die Wirtsfamilie Grashäftl kam meinen kulinarischen Wünschen nach örtlichen Spezereien mit „Gramml- und Haschee-Gnedln“ und einem süffigen Herbstbier sehr entgegen. Zur Kameradenrunde gesellten sich auch schon zwei Prüfungsteilnehmer und Damen.

Für den Prüfungstag hatte uns Petrus ein praxisgerechtes Wetter in Form von Schneetreiben beschert. Die vorgeschriebenen Formalitäten waren rasch erledigt, die Losnummern gezogen, sodass die drei Hundegespanne mit ihren Richtergruppen und zwei Gästen ausrücken und vom Wildpretträger zwei Rehe und eine Gams ausgelegt werden konnten.

Bis Mittag waren alle drei Schweißfährten ausgearbeitet, die freie Suche zum Stück, das dortige Verhalten, Wesensfestigkeit und Revierführigkeit auch mit Schüssen bzw. beim Ablegen geprüft. Der in meinem Team geprüfte Elvis von der Pletzenwand zeigte auf der Schweißfährte eine beeindruckend sichere Arbeit und ein gutes Zusammenspiel mit Hundeführer Hansjörg Blöchl.
Er und Akita vom Isinglauf mit Sebastian Altmann waren in der Lauten Jagd bereits positiv vorgeprüft, sodass dieses Fach am Nachmittag lediglich Norbert Röhrer mit Jimmy von der Schloßherrnalm absolvieren musste. Der Rüde legte sich zweimal erfolglos ins Zeug, konnte dann aber mit einer langen Brackade auf einen bestätigten Fuchs sein Können unter Beweis stellen.
Während die Ergebnisse im „Digitalen Jagdhund“ des Österreichischen Jagdgebraushunde-Verband erfasst wurden, gaben die Wolken einen Blick auf den frisch verschneiten, in der letzten Abendsonne glühenden Traunstein frei.

Der Prüfungsleiter konnte bei der Preisverteilung die Weiße hissen und den frisch Geprüften praktische Sachpreise überreichen. Erfreulich war, dass zwei altgediente oberösterreichische Klubmitglieder ihre Verbundenheit durch einen Besuch unter Beweis stellten. Landesleiter Ofö Josef Pfarl unterstrich in einer emotionalen Rede die Wichtigkeit, weiterhin gute Schweiß- und Hasenhunde auszubilden und das Praxiswissen nach dem überraschenden Hinscheiden mehrerer verdienter oberösterreichischer Klubmitglieder durch die Ausbildung junger Leistungsrichter an die folgende Generation weiterzugeben. Dieser Appell dürfte auf fruchtbaren Boden gefallen sein.

Ich erweitere diesen insofern, als sich „jüngere“ Hundeführerinnen und Hundeführer aller Landesorganisationen angesprochen fühlen mögen, die Leistungsrichterausbildung zu absolvieren und bei potenziellen Hundeinteressenten kräftig für unsere Rasse werben!

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier


551. Gebrauchsprüfung vom 19.-20.10.2019 in Kärnten

Die 551. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke fand im Revier „Nachbarschaft Amberg“ in Fresach statt.

Bei der Zusammenkunft am Samstag den 19.10. im Standquartier der Familie Walder konnte Prüfungsleiter Alfred Rieder vier Hundeführer sowie sechs Leistungsrichter begrüßen.

Nach der Begrüßung und Einteilung der Richtergruppen wurden die Gehorsamsfächer geprüft und anschließend die nötigen Schweißfährten gelegt. Da bereits zwei Hunde auf der natürlichen Schweißfährte vorgeprüft waren, mussten nur mehr zwei künstliche Schweißfährten für die Schweißarbeit und zwei Verweiserfährten für den nächsten Tag vorbereitet werden. Anschließend fand eine kurze Richterbesprechung statt, in der die gezeigten Leistungen in den Prüfungsfächern Revierführigkeit besprochen wurden.

Da sich mittlerweile schon Hunger und Durst bemerkbar machten, wurde gemeinsam zu Abend gegessen, wobei von Familie Walder Produkte aus der eigenen Landwirtschaft aufgetischt wurden. Nach einigen gemütlichen Stunden, in denen einige Episoden über die Hunde nicht fehlen durften, wurde die Liegestatt aufgesucht.

Nach dem Frühstück und dem Auslegen der nötigen Wildstücke ging es an das Ausarbeiten der Schweißfährten, die mit einer Gesamtlänge von tausend Metern den Richtlinien der Prüfungsordnung entsprachen. An diesem Prüfungstag konnte Prüfungsleiter Alfred Rieder auch Geschäftsführer und Leistungsrichteranwärter Andreas Angermann und Landesjagdhundereferent Gerald Hopfgartner begrüßen, die jeweils ein Gespann begleiteten.

Nach der von beiden Gespannen bestandenen Schweißprüfung wurden noch die Verweiserfährten gearbeitet, die ebenfalls positiv bewertet werden konnten.

Nach der Richterbesprechung und der Eingabe aller Prüfungsergebnisse, die Geschäftsführer Andreas Angermann vornahm, wurden vom Prüfungsleiter und dem Landesjagdhundereferenten die Ergebnisse der 551. Gebrauchsprüfung bekannt gegeben, die von den Hundeführern mit Freude zur Kenntnis genommen wurden.

Außerdem konnte jedem Hundeführer ein beachtlicher Sachpreis überreicht werden.

Jeder der Hundeführer bedankte sich persönlich bei den Richtern und alle betonten, dass die durchgeführten Übungstage eine große Hilfe für Hund und Führer wären und weiterhin durchgeführt werden sollten.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Walder, die bereits zum zweiten Mal bereit war, ihren Alpengasthof als Standquartier zur Verfügung zu stellen und uns freundlich mit guten Speisen verwöhnte. Der Seniorchef war uns auch bei der Abhaltung der Prüfung sehr behilflich, indem er die benötigten Stücke anlieferte und wieder abholte.

Als Pächter des Prüfungsreviers „Nachbarschaft Amberg“ gilt ihm ein besonderer Dank. Er betonte, dass wir in diesem Revier jederzeit wieder eine Prüfung abhalten könnten.

Die genauen Prüfungsergebnisse sind im Jahresbericht 2019 nachzulesen.

Als Leistungsrichter waren dabei:

Alfred Rieder (Prüfungsleiter)
Hannes Scharf
Willi Loibnegger
Adolf Pichlkastner
Leo Kogler
Heimo Rauter

Leistungsrichteranwärter:

Andreas Angermann

Weidmannsheil
Heimo Rauter


39. ÖJGV Schweißprüfung Burg Lockenhaus

Der Klub Dachsbracke war vertreten durch:
Gespann: Dipl.- Ing. Tobias Schneider mit Jago von der Schlossherrnalm
Leistungsrichter: Ausbildungsreferent Franz Höhn

Meine Eindrücke von der Schweißprüfung mit Fährtenschuh (SPFS) vom Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verband (ÖJGV) vom 4.- 5. Oktober 2019.

Die Jagdhundevergleichs-Prüfung fand im Gebiet der Burg Lockenhaus, im Burgenland, in Zusammenarbeit mit dem Verein für Deutsche Wachtelhunde in Österreich, statt.

Bei der Schweißprüfung des ÖJGV wurde nach der Prüfungsordnung der Schweißsonderprüfung mit Fährtenschuh geprüft, wobei die künstliche Schweißfährte eine Mindestlänge von 1.200 Schritten bis 1.400 Schritten aufweist und 0,1 Liter Schweiß ausgebracht wird. Die Fährte wird mit Fährtenschuhen, an denen Schalen von Rotwild befestigt sind, hergestellt. Der Jagdhund orientiert sich primär an der Bodenverwundung durch diese Schalen und nur bedingt am Schweiß. Die Stehzeit der Fährten beträgt mindestens 20 Stunden, damit handelt es sich um eine sogenannte Übernachtfährte.

Von den 25 genannten Jagdgebrauchshunden mit ihren Hundeführern sind 21 Jagdhundeführerinnen und Jagdhundeführer aus sieben Bundesländern angetreten. Es konnten 17 Prüfungsgespanne diese Prüfung erfolgreich bestehen. Gesamt waren 18 verschiedene Rassen vertreten, davon waren Jago und ich das einzige Gespann, das die Schweißhunde vertreten hat.

Zur Arbeit von Jago:

Nach kurzer Unterweisung von den Richtern (Georg Egger und Ing. Leopold Ivan), habe ich den Hund am Anschuss angesetzt. Jago flog die Fährte an und arbeitet konzentriert, nach ca. 500 Meter macht die Fährte einen Haken, Jago überschießt die Fährte, korrigiert sich selber, macht eine Schlaufe und pendelt sich wieder richtig ein. Danach arbeitet er die Fährte zügig weiter und nimmt nach 18 Minuten Arbeit eine Hälfte eines Rotwildhauptes in Besitz. Ein für mich persönlicher Höhepunkt in meiner erst kurzen Hundeführerkarriere war, dass das Stück traditionell verblasen wurde. Zudem von einem Jagdhornbläser, der selbst eine Alpenländische Dachsbracke führt. Die Freude über das Suchen-Heil fand in seinem Signal einen gebührenden Ausdruck.
Die Arbeit wurde mit höchster Punktezahl beurteilt.

Wertung:

Von den 21 Gespannen, die bei der Prüfung angetreten sind, konnten – nach meinem Wissen – drei Gespanne die Prüfung mit „summa cum laude“ absolvieren (Höchstpunkte). Jago war der Jüngste und dadurch bekam er gegenüber den anderen den Vorzug. Wobei mir nicht bekannt ist, ob ein anderes Gespann die Arbeit in 18 Minuten unterboten hat.

Der Klub Dachsbracke und wir können uns über einen Ia. Preis freuen und wir sind Prüfungssieger von der 39. SPFS vom ÖJGV!

Danksagung:

Ich danke dem ÖJGV unter Präsident Mf. Johannes Schiesser und dem Verein für Deutsche Wachtelhunde für die hervorragende Organisation der Schweissprüfung.
Beim Klub Dachsbracke will ich mich auch herzlich bedanken, besonders hervorheben will ich die Unterstützung von Landesleiter Ing. Thomas Rupp, Johann Reisenbauer und Dr. Hano Zanier, die mich in der Vorbereitung zur Prüfung aktiv unterstützt haben. Auch erwähnt gehört die außerordentlich gute Arbeit von Herrn Zuchtwart Dr. Georg Urak, der mitverantwortlich ist, dass unsere geliebte Rasse bei Prüfungen so gut abschneidet. In diesem Zusammenhang will ich mich auch noch bei der Familie Angermann bedanken, aus deren Wiege Jago entsprungen ist.

Bracken Heil!
Dipl.- Ing. Tobias Schneider


550. Gebrauchsprüfung vom 26.-27.10.2019 in Fischbach/Stmk.

Prüfungsleiter: Mf Johann Gissing
Richter: Franz Höhn, Karl Maierhofer, Karl Masser, Ing. Franz Müller, Anton Mocsics, Ludwig Schaffer-Hassmann, Johann Strohmaier
Richteranwärter: Robert Hafellner, Florian Kreuzbichler, Rupert Mörth, Lisa Zimmermann

Am 26.10. trafen bei beinahe sommerlichen Temperaturen um 13.00 Uhr die Richter und Richteranwärter beim Standquartier Gasthaus „Forsthaus“ in 8654 Fischbach 2 ein.
Fischbach ist mit 1050 Metern Seehöhe die höchstgelegene Gemeinde der Oststeiermark. Der Ort liegt in wunderbarer Lage entlang eines von Nord nach Süd ausgerichteten Höhenrückens. Die Unterbringung und Verpflegung im 2 Haubenlokal „Forsthaus“ ist hervorragend und sucht seinesgleichen. Ein Dank dem Wirt Christian Übeleis mit seinem Team!

Prüfungsleiter Mf Johann Gissing begrüßte die anwesenden Leistungsrichter und Leistungsrichteranwärter. Ein besonderer Gruß und Dank gilt den anwesenden Revierführern, allen voran Alfred Hödl. Nach der Richterbesprechung und Bildung der Richtergruppen rückte die Corona zum Anlegen der Schweißfährten ins Revier aus.
Alle Hunde waren im Fachbereich Laute Jagd bereits vorgeprüft, drei der sechs gemeldeten Gespanne haben bereits eine natürliche Nachsuche absolviert. Somit sind für die am nächsten Tag folgende Prüfung drei Schweißfährten und drei Verweiserfährten anzulegen.
Im Zuge des folgenden “Grünen Abends“ beehrte und erfreute uns noch der Besuch des Landesjagdhundreferenten MF Karl Hajdic, welcher die besten Grüße des Landesjägermeisters überbrachte.

Am Prüfungstag, dem 27.10.2017, wurden nach der Richterbesprechung und der Begrüßung aller Anwesenden durch LL Hafellner und PL Gissing die Fährten ausgelost. Der wunderbare Herbsttag mit Temperaturen um 20 Grad bot ideale Voraussetzungen für eine gelungene Prüfung in einem gut strukturierten, wunderbaren Revier. Kurz vor Mittag waren alle Gespanne – positiv beurteilt – wieder im Standquartier zurück, wo die Hunde noch von Zuchtwart Dr. Georg Urak und Formwertrichterin Andrea Prenner formbewertet wurden.

Im Zuge der Siegerehrung wurden die Preise überreicht und die sehr guten Leistungen entsprechend gewürdigt. Ein detaillierter Bericht über die gezeigten Leistungen wird im Jahresbericht veröffentlicht werden.

Großer Dank gilt allen, welche zum Gelingen dieser Veranstaltung beitrugen und in allen Belangen an einem Strang gezogen haben. Besonders erwähnenswert erscheint die positive Stimmung, welche an beiden Tagen bei allen Beteiligten zu verspüren war.

Weidmannsheil
Robert Hafellner


549. Gebrauchsprüfung vom 25.-27.10.2019 in Altenmarkt

Prüfungsleiter: Ing. Thomas Rupp

Am 25. Oktober trafen sich die Richter und Revierführer zum Auslegen der Kunstfährten und anschließend zur Richterbesprechung im hiesigen Standquartier.

Am darauffolgenden Tag traten 8 Hunde mit ihren Führern zu dieser Gebrauchsprüfung an, wobei einige in der Lauten Jagd bereits vorgeprüft waren.

Prüfungsleiter Förster Ing. Thomas Rupp begrüßte nach dem Frühstück die Korona, es wurden die Fährten ausgelost und die Richter den jeweiligen Gespannen vorgestellt.

Bei spätsommerlichen Temperaturen wurde anschließend die Fahrt in die Reviere gestartet, wobei wir uns herzlich bei der Habsburg´schen Forstverwaltung und der Jagdgesellschaft Altenmarkt für das zur Verfügung stellen der Reviere bedanken, ebenso gilt unser Dank natürlich auch den Revierführern.

Am Ende des Tages konnten 6 Hunde erfolgreich durchgeprüft und mit entsprechender Leistung die Gebrauchsprüfung bestanden abgelegt werden.

4 Hunde bestanden im II. Preis, 2 Hunde im III. Preis.

 Nora v.d. Kesselwand 226 Punkte
 Xena v. Ruine Hauenstein 210 Punkte
 Janka v. Spatzberg 196 Punkte
 Paty v. Kienbühel 185 Punkte
 Jaro v.d. Schlosshernnalm 179 Punkte
 Jago v.d. Schossherrnalm 178 Punkte

Die Dachsbracken, die bei der Gebrauchsprüfung angetreten sind, wurden vom Prüfungsleiter Ing. Thomas Rupp und Zuchtwart Dr. Georg Urak formbewertet. Zwei Junghunde von Klubmitgliedern wurden begutachtet.

Ausklingen ließ man den Prüfungstag mit dem traditionellen Grünen Abend, wo auch die Zeugnisse an die Hundeführer überreicht wurden. Ich war nicht nur als Leistungsrichter Anwärter bei dieser Prüfung dabei, sondern habe den Grünen Abend mit meiner „Quetschn“ musikalisch umrahmt. Über unsere Vierbeiner und über die Jagd wurde kameradschaftlich und im geselligem Ambiente fachgesimpelt und gewitzt.

Weidmannsheil
Ing. Wolfgang Rauscher