Berichte


16. Gustav Kořinek Prüfung vom 19.-21.11.2021 in Braunau, Tschechien

Vom 19. bis 21. November 2021 fand die 16. Gustav Kořinek Prüfung statt, zu der Herr Dr. Adrian Rusu mit seiner Hündin Paulina von Althausen als Hundeführer und ich als Richter eingeladen waren.

Bei der Gustav Korinek Prüfung werden die Fähigkeiten der Alpenländischen Dachsbracke bei grossen Bewegungsjagden vor allem auf Sauen und Rotwild geprüft. Es werden, neben sogenannten technischen Fächern, sprich Gehorsam, eine künstliche Schweißfährte und vor allem die Fähigkeiten zum Aufspüren, anhaltenden Bedrängen und Hochmachen von Wild unter sehr natürlichen Bedingungen geprüft. Die Hauptschwierigkeit liegt dabei in der Arbeit auf Schwarzwild, denn dieses Wild hat die Tendenz nicht schon auf Annährung von Hunden zu fliehen, sondern sich auch in gesundem Zustand durchaus den Hunden zu stellen. Hier haben nur Hunde Erfolg, die sehr hartnäckig und scharf, jedoch ohne sich selbst zu gefährden, das Wild bedrängen. Die genannten Anforderungen sind in Österreich für die vermehrt durchgeführten Bewegungsjagden von größtem Nutzen. Sie stellen eine nicht ganz neue Erweiterung des Anforderungsprofils an die Alpenländische Dachsbracke dar.

Den Höhepunkt der Prüfung bildet eine Bewegungsjagd auf Sauen, Kahlwild etc. in einem Revier mit sehr grossen Ausdehnungen. Heuer war dies eine 1100 ha grosse Pachtjagd an der tschechisch-polnischen Grenze, die sich über den gesamten zweiten Prüfungstag erstreckte. Das Gebiet in diesem sogenannten Braunauer Bergland ist kaum besiedelt und hügelig bis bergig, von Misch-, Laub- und Nadelwäldern, sowie sehr reichlichem Unterwuchs bedeckt. Das Gebiet ist forstlich gut erschlossen (tschechische Staatsforste).

Frei waren Schwarzwild und Kahlwild. Ausser den Hundeführern und Richter waren auch andere Schützen an der Jagd beteiligt. Insgesamt waren etwa 80 Personen bei der Jagd zu koordinieren.

Die Hunde bekamen, vom Veranstalter gestellt, jeder ein GPS- Tracking System (Garmin) zur permanenten Standortbestimmung während der Prüfung durch die Prüfungsleitung. Die Hundeführer hatten keinen Einblick auf die Ortungsergebnisse. Sie dienten der Sicherheit der Hunde. Ausserdem ergänzten sie die Beurteilung der Hunde. Die eigentliche Beurteilung erfolgte durch über das Gebiet verteilte und beim Trieb mitgehende Richter.

Im Fall der Hündin Paulina von Althausen kam das Ortungssystem zum Einsatz. Sie war auf der Wildfährte bis tief nach Polen vorgerückt. Anhand der Ortung konnte ihre Rückkehr genau verfolgt werden und zur Beruhigung der Beteiligten beitragen. Im Notfall hätte man die Hündin auch abholen können.

Insgesamt sind 9 Gespanne zur Prüfung angetreten, 7 haben die Prüfung erfolgreich beendet. Die gezeigten Leistungen waren bei vier Gespannen herausragend! Der diesjährige Sieger ist Herr Ing. Pavel Havran mit seinem Rüden Pit vom Kienbühel (Züchter Raimund Brunner, Lavant in Osttirol). Die geforderte Leistung konnte vom österreichischen Hundeführer Dr. Rusu leider nicht gezeigt werden, weshalb er zurückzog.

Die Teilnehmer nach Losen geordnet:

Los 1 Ing. Jozef Zadlukal Argo Diviacie udolie
Los 2 Věra Černá Fili z Hrebecskych lesu
Los 3 Eduard Mazanec Laky z Hrebecskych lesu
Los 4 Jacek Pokorski Bazar od Mutra
Los 5 Ing. Pavel Havran Pit vom Kiehnbühel
Los 6 Ing. Miloš Hvĕzda Azor z Dobroucskeho udoli
Los 7 Mag. Michal Filo Bella z Chrastokovej
Los 8 Dr. Adrian Rusu Paulina von Althausen#
Los 9 Mag. Jozef Zatlukal Edy z Visavy
Die Lose 3 und 8 haben zurückgezogen!

Hier die Resultate im Detail:

LOS 1 2 4 5 6 7 9
Fachwertziffer
Nase 4 4 3 2 4 3 2 3
Suchen 4 3 3 2 3 4 3 3
Halten der Spur (Fuchs, Hase, Schwarzwild) 3 4 4 3 4 4 4 4
Spurlaut 4 4 4 4 4 4 4 4
Künstl. Schweißfährte
a) Riemenarbeit oder frei 5 3 2 1 3 2 1 2
b) Todverbellen oder Todverweisen 15
Passion auf Schwarzwild 5 4 4 1 4 4 4 4
Gehorsam 2 3 4 4 4 4 4 4
Verhalten auf Schuß 2 4 4 4 4 4 4 4
Verhalten beim erlegten Wild 3 1 3 1 4 4 4 4
Standruhe
a) angeleint 2 3 4 3
b) frei 4 4 4 4 4
Ausdauer 3 3 3 2 4 4 4 4
Orientierung 4 4 2 2 4 4 4 4
Führigkeit
a) angeleint 1 4 3 2
b) frei 3 4 2 4 4
Ablegen
a) am Riemen 2 3 3
b) frei ohne Gegenstand 4 4 4 4 3 4
Punkte 177 140 122 191 165 143 182
Platz 2. 4. 7. 1. 3. 6. 2.
Preis III. II. III. I. II. III. II.

Im Namen des Klub Dachsbracke möchte ich mich auf diesem Wege nochmals für die Einladung zu dieser hervorragend organisierten Prüfung bedanken. Mein besonderer Dank gilt der liebevollen und kompetenten Betreuung durch Herrn Ing. Aleš Doležal, Obmann des tschechischen Klubs.

Weidmannsheil
Dr. Georg Urak

Danke an Katarzyna Hutka für die Fotos, weitere Fotos sind in der Fotogalerie des tschechischen Klubs.


Landestreffen der Landesgruppe Oberösterreich am 7.11.2021 in Grünau im Almtal

Am Sonntag dem 7. November 2021 fand das Landestreffen des Klub Dachsbracke Oberösterreich in Grünau im Almtal statt. Wir bedanken uns im Vorhinein bei Familie Altmann für die Bereitstellung der Lokalität. Bei bestem Herbstwetter konnte der frisch gebackene Landesleiter Sebastian Altmann das Treffen im Gasthof Schindlbach Gut eröffnen.

Nach der Begrüßung wurde eine Gedenkminute für alle verstorbenen Mitglieder im abgelaufenen Klubjahr gehalten. Danach folgte der Bericht über die letzten Monate im Klub. Die Landesgruppe Oberösterreich konnte heuer im Sommer schon einen Übungstag und jetzt im Herbst eine Gebrauchsprüfung veranstalten. Bei dieser wurde auch der neue Landesleiter-Stellvertreter gefunden. Herr Bernhard Haider wird künftig die Landesgruppe als Stellvertreter unterstützen. Wir hoffen auf weiteren Zuwachs von neuen Hundeführern in der Landesgruppe.

Jetzt wurde das Wort an die anwesenden Vorstandsmitglieder übergeben.

Klubobmann Harald Heil konnte einen kürzen Rückblick über das letzte Jahr sowie über die neue Satzung und Prüfungsordnung geben. Er bedankte sich ein weiteres Mal bei Herrn Altmann, dass dieser so kurzfristig im Sommer die Landesleitung übernommen und schon ein paar Veranstaltungen organisiert hat. Ausbildungsreferent Franz Höhn appellierte an die anwesenden Mitglieder, dass sich wieder mehr Leistungsrichter und Anwärter in der Landesgruppe finden sollen. Schließlich berichteten der Zuchtwart Dr. Georg Urak und Ausstellungsreferent Georg Hubmer über die Geschehnisse im letzten Jahr. Das Zuchtgeschehen im Klub läuft während der Pandemie leider etwas passiv ab. Im heurigen Jahr gab es nur etwas über 50 Welpen. Hoffentlich wird diese Situation wieder besser und es entscheiden sich wieder mehr Hundeführer mit Familien, die Zucht im Klub Dachsbracke zu unterstützen. Es gibt ja nichts Schöneres, als kleine Dachsbracken zu Hause zu haben. Durch die ganzen Absagen von Hundeaustellungen fiel die Berichterstattung des Ausstellungsreferenten Hubmer kurz aus.

Danach wurden noch die Hundeführerabzeichen an die Teilnehmer der vorletzten Gebrauchsprüfung 2019 in Altmünster verliehen. Herr Norbert Röhrer und Sebastian Altmann konnten das Abzeichen persönlich in Empfang nehmen. Hans Jörg Blöchl wird es dann auf dem Postweg erhalten.

Es folgte ein gemeinsames Mittagessen mit gemütlichem Ausklang.

Wir hoffen auf ein noch erfolgreicheres neues Klubjahr 2022.


567. Gebrauchsprüfung vom 5.-6.11.2021 in Grünau im Almtal

Die Gebrauchsprüfung der Landesgruppe Oberösterreich vom 5.-6. November fand heuer in Grünau im Almtal statt.

Bei perfektem Wetter konnte Prüfungsleiter Hubmer die Richterkollegen und Anwärter begrüßen. Eine Richterbesprechung folgte. Danach wurde ein Schiedsgericht bestimmt und die Richtergruppen eingeteilt. Von den beiden gemeldeten Hunden war einer schon vorgeprüft, somit begann diese Prüfung erst einen Tag später.

Nachdem auch der Hundeführer angereist war, konnte nach einer kleinen Stärkung im Jagdhaus die Prüfung beginnen. Eine ca. 20-minütige Autofahrt in ein nahe gelegenes Niederwildrevier folgte. Vielen Dank an den Jagdleiter von Pettenbach Franz Aitzetmüller für die Bereitstellung des Reviers. Blasius Rettenbacher mit seiner Pranka von Althausen absolvierte dort die Prüfungsfächer der Lauten Jagd. Leider konnte die Hündin nicht sehr überzeugen, es wurde gerade noch ein positives Ergebnis erreicht. Das Revier besticht durch einen sehr hohen Hasenbesatz. Ein Leistungsrichter hatte sogar einen Hasen mit den Füßen aus der Sasse gestoßen.

Das Prüfungsgespann tritt die Heimreise an, es wird am nächsten Vormittag für die weiteren Fächer wieder anreisen. Für die Richter und Richteranwärter ist der Tag aber noch nicht zu Ende. Nach einer weiteren Richterbesprechung konnten die 2 Prüfungsfährten ordnungsgemäß getreten werden. Das Revier Schindlbach-Kefermann weist sehr viele verschiedene Verleitfährten auf. Somit wird man am nächsten Tag sehen, wie vertraut die Hunde mit der Wundfährte sind. Mit einem gemütlichen Abend, bei dem es ein ordentliches „Ritteressen“ aus einem nahe gelegenen Gasthaus, der „Germdiele“ gab, ließ man den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen wurde das weitere Prüfungsgespann begrüßt. Nach einer Richterbesprechung wurden die Fährten verlost und es ging raus ins Revier. Begonnen wurde mit der Schweißarbeit, danach folgte der Rest. Leider musste bei einem Hundeführergespann die Riemenarbeit abgebrochen werden. Es waren zu viele Abrufe auf der Wundfährte, der Hund konnte keine ordentliche Arbeit zeigen. Dafür begeisterte das zweite Gespann die Richter umso mehr. Der Hund hat das Totverweisen perfekt beherrscht und konnte nach den Gehorsamsfächern mit dem Apportieren überzeugen. Nachdem alle weiteren Fächer abgearbeitet wurden, hat Zuchtwart Dr. Georg Urak und Formwertrichter Georg Hubmer die Hunde noch Form bewertet.

Nach einer weiteren Richterbesprechung wurden dass Prüfungszeugnis gedruckt. Dieses konnte bei der anschließenden Siegerehrung unter Applaus überreicht werden. Der neue Landesleiter-Stellvertreter Bernhard Haider wurde auch im Zuge der Prüfung gefunden. Nach seiner mehr als erfolgreichen Gebrauchsprüfung wird er uns jetzt auch im Klub weiterhin unterstützen. Bei einer gemütlichen Jause und einigen Getränke ließ man die Prüfungstage Revue passieren.

Vielen Dank nochmals an alle Beteiligten, den Prüfungsleiter, den Richtern, den Revierinhabern und allen weiteren, die zu diesen schönen Prüfungstagen beigetragen haben. Wir hoffen in Zukunft auf jährliche Vor- und Gebrauchsprüfungen in der Landesgruppe Oberösterreich.


562. Gebrauchsprüfung vom 16.-17.10.2021 in Admont

Die 562. GP des Klub DBR fand heuer von 16. – 17. Oktober in der Steiermark, genauer in Admont/Kaiserau, statt.

Bei schönem Herbstwetter konnte LL Robert Hafellner zu Mittag des 16. Oktobers im GH Admonterhof das Richterkollegium samt Anwärter begrüßen. Da erfuhren wir, dass von den 4 gemeldeten Hunden einer abgesagt hat.

Anschließend wurden die 3 Richtergruppen eingeteilt und ein Schiedsgericht bestimmt. Danach ging es geschlossen hinauf zur Kaiserau, denn dort erwarteten uns schon die Revierführer. Mit diesen ging es später hinaus in die Reviere des Stiftes Admont und der Gemeindejagd Bärndorf, wo unter der Führung von LRA Florian Kreuzbichler schon die Fährten für unsere GP – ein herzlicher Dank nochmals an dieser Stelle! – vormarkiert worden waren.

Davor gab es noch eine Richterbesprechung, um den genauen Ablauf der Fährten zu besprechen.

Wir fanden in den Revieren sehr schöne, dem Gelände angepasste vormarkierte Fährten vor, die durchaus dem natürlichen Verlauf einer Flucht von einem angeschweißten Stück Rotwild entsprachen! Nach gewissenhaftem Errichten der Fährten, die der Prüfungsordnung entsprachen, trafen wir uns wieder am Sammelplatz auf der Kaiserau. Nun ging es wie schon gewohnt zur Eggerhube, wo uns herzlich die Besitzer empfingen. Da es nun doch schon ein kühlerer Herbstnachmittag geworden ist, war es für uns sehr angenehm, uns dort in der bereits beheizten Küche einzufinden und zu wärmen und auch um uns bei ausgezeichnet vorbereiteter Hausmannskost zu stärken. Nach einem mehr oder weniger langem Verweilen auf der Hube ging es schließlich wieder zurück ins Standquartier, wo wir uns alle zeitgerecht – um am nächsten Tag fit zu sein – zu Bette begaben.

Am nächsten Morgen nach eingenommenem Frühstück, der Begrüßung der verbliebenen 3 Gespanne durch LL Hafellner sowie der Verlosung der Fährten und der Ansage des Prüfungsablaufes durch den Prüfungsleiter ging es rauf auf die Kaiserau. Dort wurde eine Richterbesprechung abgehalten, um den Ablauf für uns Richter noch einmal durch zu besprechen und um etwaige offene Fragen von den LR und den LRA im Vorfeld zu klären. Nach dieser Besprechung ging es dann getrennt für jede Richtergruppe mit dem zugelosten Hunde-Führergespann in den jeweiligen Revierteil. Zuerst standen die Schweiß- und Riemenarbeit, dann die Gehorsamsfächer samt Revierführigkeit sowie abschließend die Laute Jagd am Programm.

Treffpunkt nach erfolgter Prüfungsarbeit war dann direkt auf der Kaiserau beim Lift, wo von unserem Zuchtwart Dr. Georg Urak die Formbewertung durchgeführt wurde. Nach der abschließenden Richterbesprechung wurden von unserem Administrator, LL Robert Hafellner, die Prüfungsergebnisse digitalisiert und die Prüfungszeugnisse ausgedruckt. Leider konnte 1 Gespann die Prüfung nicht positiv abschließen. Von den beiden erfolgreichen Gespannen konnte einer einen II. und einer einen III. Preis erlangen, was ihnen im Zuge der Preisverteilung unter Applaus mitgeteilt wurde. Damit war die 562. GP des Klub DBR beschlossen.

Vielen Dank an dieser Stelle an alle Gönner und Spender des Klub DBR, Landesgruppe Steiermark, ohne die so eine Prüfung nicht mit einem so prall gefüllten „Gabentisch“ möglich wäre, sowie den Besitzern der Eggerhube für die Gastfreundschaft in ihren Gemäuern!

Nochmals ein aufrichtiger Dank gilt unserem LL Robert Hafellner, der die Prüfung im Vorfeld wie immer bestens organisiert hat und unserem LRA Florian Kreuzbichler und seinen Helfern, welche ihre Reviere zur Verfügung gestellt haben sowie die Fährten bestens aufbereitet und die Stücke ausgelegt haben!

Zum Schluss noch ein Dankeschön allen Leistungsrichtern und Anwärtern, die sich immer die Zeit nehmen und die Mühe auf sich nehmen, um eine Prüfung wie diese im Sinne unserer Alpenländischen Dachsbracken überhaupt richten zu können!

Weidmannsheil
PL Rupert Mörth


40. Schweißprüfung mit Fährtenschuh des ÖJGV am 23.102021 in Tullnerbach

Im Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verband (ÖJGV) sind ca. 16000 Gebrauchshundeführer über ihre Rasse- oder Ausbildungsvereine organisiert. Neben der Interessenvertretung werden alljährlich zumindest eine Sonderprüfung für Vorstehhunde und eine Schweißsonderprüfung für alle Jagdhunderassen organisiert. Nur 0,1l Schweiß bei 20 Stunden Stehzeit auf einer Länge von 1200 bis 1400 Schritt müssen bis zum Stück bewältigt werden.

16 Hundegespanne – von jeder Rasse nur eines – traten für ihre Verbandsvereine an. Der Tullner Jagdhunde-Klub unter PLStv Johannes Schödl, PL Johannes Schiesser und das Präsidium des ÖJGV sorgten für einen perfekte Organisationsablauf in den von den Österreichischen Bundesforsten (ÖBF) zur Verfügung gestellten Revieren. Das Überprüfen der Papiere und das Ziehen der Nummern erfolgte am Vorabend, während gleichzeitig eine Richterschulung für den Fährtenschuh abgehalten wurde. Nach der Richterbesprechung erhielten beim Grünen Abend im GH Wienerwaldhof alle Gespanne vom Internationalen Hubertusorden/Niederösterreich praktische Give-aways für den Jagdeinsatz.

Der Prüfungstag zeigte sich in herbstbunten Blättern. Bei klarem, aber leicht windigem Wetter und daher trockenem, schon belaubtem Boden, nahmen die Richtergruppen ihre Prüflinge in Empfang, posierten kurz für ein Erinnerungsfoto und rückten zu den Fährten ab. Für den Klub Dachsbracke waren Franz Höhn als Leistungsrichter, Tobias Schneider als Anwärter und Fahnenjunker, ich selbst als Fotograf und Revierkundiger im Einsatz.
Wegen der schwierigen Verhältnisse kam es zu relativ vielen Abrufen.
Zwei Gespanne bestanden diese selektive Prüfung nicht, ebenfalls zwei (DK und GM) kamen ohne Abruf zum Stück und errangen einen ersten Preis. Fö Ing. Reinhard Naderer vom Klub Dachsbracke mit Waldi von der Mieleralm bestand die Prüfung mit einem dritten Preis.

Das „Jagd vorbei“ der Purkersdorfer Jagdhornbläser klang auf der Heimfahrt noch lange nach.

HorRüdHo
Hanno Zanier


561. Gebrauchsprüfung mit Landestreffen am 2.10.2021 in Altenmarkt im Pongau

Am Freitag, den 1. Oktober trafen sich bei wunderschönem Herbstwetter die Leistungsrichter und Leistungsrichteranwärter in Altenmarkt im Pongau. Aufgrund der idealen Lage wurde, wie in den Jahren zuvor, die Jausenstation Habersatt als Standquartier gewählt. Die Begrüßung wurde erstmals durch Thomas Winkler abgehalten, welcher auch zugleich Prüfungsleiter war. Im Anschluss folgte die Richterbesprechung, in der alle Neuerungen der Prüfungsordnung und einige weitere Details nochmal genau besprochen wurden. Ein besonderes Dankeschön möchte ich hiermit unserem Prüfungsreferenten Franz Höhn aussprechen. Danach wurden die Richtergruppen eingeteilt und sie machten sich auf den Weg ins Revier, um vier künstliche Rehwildwundfährten anzulegen. Die Wundfährten entsprachen selbstverständlich allen Anforderungen der Prüfungsordnung.

Einen Tag später, am Samstag, den 2. Oktober um 08:00 Uhr trafen sich die vier Hundegespanne und Leistungsrichter mit den Leistungsrichteranwärtern wieder im Standquartier. Landesleiter Hans Fercher begrüßte alle recht herzlich, bevor es zur Verlosung der Wundfährten kam. Alle vier Hundegespanne wurden nun eingeteilt und machten sich zugleich auf den Weg ins Revier. Die Stücke wurden nun vom einem Leistungsrichter oder einem Anwärter am Ende der Wundfährten hingelegt. Daraufhin konnte die 561. Gebrauchsprüfung starten.

Es ist sehr erfreulich, dass alle vier Gespanne die Prüfung meisterten und Alois Schnell mit der Hündin Nora von der Feldseite sogar den Titel eines österreichischen Prüfungssiegers erreichte. Dies ist eine großartige Leistung, zu welcher ich nochmals sehr herzlich gratulieren möchte. Den Prüfungssieger des Tages machte jedoch das Gespann Hannes Tranninger mit Carlo von der Schlossherrnalm.

Nachdem alle wieder im Standquartier eingetroffen sind, wurde Herr Dr. Urak, unser Zuchtwart und Formwertrichter recht herzlich begrüßt. Denn neben der Gebrauchsprüfung wurden auch noch zwei Hunde Form bewertet. Im Anschluss folgte ein Jahresrückblick vom Landesleiter Hans Fercher über das Vereinsgeschehen 2020. Bei dieser Gelegenheit wurde Roland Habringer für die 25jährige Mitgliedschaft das Vereinsabzeichen in Gold überreicht, und unserem ältesten aktiven Mitglied, Peter Rohrmoser, konnte die Urkunde für die 40jährige Mitgliedschaft überreicht werden.

Danach folgte die Überreichung der Hundeführerabzeichen sowie 3 silberne Brüche vom Klub Dachsbracke von der GB 2020. Im Anschluss konnte mit der Siegerehrung gestartet werden, es wurde allen Hundeführern zur bestandenen Prüfung gratuliert. Hiermit war der offizielle Teil der Prüfung beendet, danach ließen wir den Nachmittag in gemütlicher Runde ausklingen.

Waidmannsheil
LL Stv. Thomas Winkler


Überreichung 25 jährige Klubmitgliedschaft an Ofö. Ing. Andreas Glock

Im Zuge einer forstlichen Exkursion bei der Metternich’schen Forstverwaltung im Revier Manhartsberg konnte an Herrn Ofö. Ing. Andreas Glock das Goldene Klubabzeichen für die 25-jährige Klubmitgliedschaft überreicht werden.

Zur Person:

Andreas Glock ist dem Klub Dachsbracke im Jahr 1993 beigetreten, als er seine erste Hündin „Fella von der Moosrauth“, geworfen am 5.5.1993, zu sich nach Hause geholt hat. Mit Fella nahm Ofö. Glock an der 377. GP am 24.11.1995 in Hirschwang teil, und erreichte mit ihr einen 3.Preis mit 161 Punkten, FW: sehr gut. Das Gespann konnte ca. 100 erfolgreiche Nachsuchen absolvieren!

Im Jahr 1998 legte er erfolgreich die Leistungsrichterprüfung ab, und war ab diesem Zeitpunkt bei den Prüfungen stets dabei.

Im September 2003 war die Freude groß, erneut kam eine Hündin namens „Rona vom Compedal“, geworfen am 19.9.2003, ins Hause Glock. Leider verstarb diese bereits in der 10. Woche, da Epilepsie diagnostiziert wurde.

In eigener Sache:

Seine dritte Hündin „Quilli vom Spangelgraben“ WD: 5.11.2003, durfte ich als dazumal noch Forstadjunkt, kennenlernen. Ich darf erwähnen, dass ich zu diesem Zeitpunkt keinerlei Erfahrung mit Hunden, und schon gar nicht mit Dachsbracken hatte, und dass ich erst ein paar Jahre später ebenso dem Klub beitreten würde. Das war alles in weiter Ferne.

Andreas hat mir während der Adjunktenzeit die Arbeit mit der Dachsbracke nicht nur gezeigt, sondern ich konnte miterleben, wie es ist, einen treuen Begleiter an seiner Seite zu haben, und das den ganzen Tag über. Er war und ist ein Perfektionist auf diesem Gebiet. Sein umfangreiches jagdliches und kynologisches Wissen, sein Gespür, seine Geduld undseine Erfahrung mit den Dachsbracken, wie auch die notwendige Zeit und die perfekte Einsatzmöglichkeit in den zahlreichen, von ihm zu betreuenden Revieren, möchte ich an dieser Stelle erwähnen.

Dass dies keine leeren Worte sind, hat das Gespann des Öfteren bewiesen:

2 Gebrauchsprüfungen in Hirschwang an der Rax:
449.GP am 29.Oktober 2005: 1.Preis mit 250 Punkten; FW: Vorzüglich
455.GP am 20.Oktober 2006: 1.Preis mit 318 Punkten (!!) mit vorzüglicher Riemenarbeit, vorzüglicher Hatz&Bail und sehr gutem Totverweisen

Österreichischer Jagdhundeprüfungssieger verliehen im März 2007

„Quilli vom Spangelgraben“ mit den Rufnamen „Mona“ absolvierte ca. 130 erfolgreiche Nachsuchen. Dabei waren auch Fährten mit einer Stehzeit von mehr als 48 Stunden und mehreren Kilometern Länge.

Die züchterische Seite:

Quilli vom Spangelgraben hatte 2 Würfe, in Summe 13 Welpen (7 R/6 H) in den Jahren 2006 und 2008. Als jetziger Landesleiter darf ich die wertvolle Arbeit des Züchters für den Klub erwähnen. Von den 13 Welpen sind 7 in NÖ, 2 in der Steiermark und je 1 in OÖ und Tirol geblieben, was in weiterer Folge einen Aufschwung unserer Landesgruppe bedeutete!

Als die Welpen aus dem 1. Wurf Ende Mai 2006 da waren, bekam ich völlig überraschend einen Anruf von Andreas, der mich gefragt hat, ob ich nicht einen Welpen haben möchte, es sind noch Rüden zu vergeben. Recht lange zögerte ich nicht. Im Juli 2006 besuchte ich den Wurf, und Andreas wies mir „Rokko vom Matzenerwald“ zu. Da ich keinerlei Vorkenntnisse oder Ansprüche an den Welpen hatte, ich mich auf Andreas voll und ganz verlassen habe, war ab diesem Tag für mehr als 14 Jahre, Rokko mein Begleiter. Mir ist folgender Satz von Andi in Erinnerung geblieben:

„Schau, dass du den Rüden mit spätestens einem halben Jahr im Griff hast, sonst wird´s öha! Der braucht einen konsequenten Partner und viel Arbeit.“ Nach ein paar Wochen wusste ich erst, was damit gemeint war. ☺

An dieser Stelle möchte ich mich bei Ofö. Andreas Glock sehr herzlich bedanken. Er war derjenige, der mich motiviert und überzeugt hat, ein Dachsbrackenführer zu werden.

Nach dem traurigen Verlust von „Mona“ folgte eine VÄ Hündin „Dora von der Hochasteralm“, geworfen am 24.7.2013. Mit Dora absolvierte er die 522. GP am 24.-25.10.2015 in Altenmarkt/Yspertal. Das Gespann erreichte mit 191 Punkten einen 2.Preis, FW: ungenügend

Dora konnte bis dato ca. 80 erfolgreiche Nachsuchen absolvieren.

Für das erfolgreiche Führen von 3 verschiedenen Dachsbracken auf Gebrauchsprüfungen erhielt Ofö.Glock das Hundeführerdiplom im Jahr 2016.

Im Namen des Klub Dachsbracke darf ich mich für die Treue und Verbundenheit zu unserer einzigartigen Jagdhunderasse bedanken.

Weidmannsheil & Weidmannsdank Andreas!
Thomas Rupp


Wandertag der Dachsbrackenfreunde Kärnten am 29.08.2021

Am 29.08.2021 fand der alljährliche Wandertag der Dachsbrackenfreunde von Kärnten statt. An einem wunderschönen frühherbstlichen Morgen trafen wir uns auf der Hochrindel. MF. Adolf Pichlkastner hat auch heuer wieder diese schöne Wanderung mit herrlichem Ausblick auf den Lattersteig, Eisenhut, Rosennock usw. organisiert. Nach kurzer Begrüßung durch den LL Alfred Rieder wurde die Urkunde und das Hundeführerabzeichen an DI. Birgit Trappitsch überreicht. Dann ging die Wanderung los, vom Parkplatz zu einem schön angelegten Speicherteich. Dort machten wir eine kurze Rast und ein Fotoshooting.

Danach gingen wir weiter auf den Rundweg und zurück zur Herzlhütte, wo uns die Wirtsleute mit kulinarischen Köstlichkeiten erwarteten. Dort saßen wir noch einige Stunden gemütlich beisammen. Unser Musikant unterhielt uns mit der Harmonika und es wurden einige lustige Episoden von Prüfungen, Richtern und Hundeführern erzählt.

Es war wieder ein wunderschöner und lustiger Wandertag mit Freunden und unseren Dachsbracken. Vielen Dank nochmals an MF Adolf Pichlkastner für die Organisation und den Dachsbrackenfreunden für Ihre zahlreiche Teilnahme.

LL Alfred Rieder