Berichte


541. Gebrauchsprüfung vom 28.-29.09.2018 in Altenmarkt im Pongau/Salzburg

Die 541. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke der Landesgruppe Salzburg wurde vom 28. – 29. September 2018 in Altenmarkt im Pongau, Salzburg abgehalten.

Prüfungsleiter: Roland Habringer
Richter: Roland Habringer, Josef Elmar Buchner, Peter Rohrmoser
Richteranwärter: Thomas Winkler, Georg Krautgartner

Erstmalig wurde die 541. Gebrauchsprüfung der Landesgruppe Salzburg selbstständig organisiert und abgehalten. Die Jahre zuvor wurden die Gebrauchsprüfungen immer im Zuge der Prüfungen des Jagdgebrauchshundeklubs Salzburg mitorganisiert und abgehalten. Durch den stressigen Ablauf und der Gemütlichkeit wegen hat sich unser Landesleiter Hans Fercher für eine autonome Gebrauchsprüfung unserer Rasse entschieden.

Standquartier war die Jausenstation Habersatt am äußeren Schwemmberg in Altenmarkt im Pongau, wo am Freitagmittag die Richter zur Besprechung eintrafen. Zur Prüfung gemeldet waren vier Hunde.

Die vier Fährten wurden am Freitagnachmittag gewissenhaft und laut Richterordnung getreten.

Alle vier Hunde waren zur „Lauten Jagd“ schon vorgeprüft. Darum ging es am Samstag nur um die Riemenarbeit und um die Gehorsamsfächer.

Am Samstag den 29.09.2018 konnte Prüfungsleiter Roland Habringer die Hundeführer, Richter und Richteranwärter bei bestem Herbstwetter begrüßen. Nach getaner Arbeit bzw. nach der Prüfung wurden die Ergebnisse bekanntgegeben und den Teilnehmern der 541. Gebrauchsprüfung konnten wunderschöne Sachpreise übergeben werden.

Ein herzlicher Weidmannsdank gilt vor allem dem Revierbesitzer der ÖBF AG, Herrn Weiß und seinem Aufsichtsjäger Thomas Winkler, aber auch dem Revierführer Jakob Winkler. Ein Dank gilt auch den Wirtsleuten der Jausenstation Habersatt für die hervorragende Verpflegung im Standquartier.

Durch den reibungslosen Ablauf und wegen der familiären Atmosphäre während und nach der Prüfung war das erstmalige selbstständige Abhalten der Gebrauchsprüfung in Salzburg ein voller Erfolg.

Genaue Ergebnisse der 541. Gebrauchsprüfung der Landesgruppe Salzburg werden im Jahresbericht veröffentlicht.

Weidmannsheil
Georg Krautgartner


Gut besuchter Wandertag der Landesgruppe Kärnten am 15.09.2018

Bei schönem, strahlendem Herbstwetter wurde am Samstag, den 15. September 2018 der erste Dachsbrackenwandertag der Landesgruppe Kärnten abgehalten.

Alle 21 Teilnehmer wurden beim Gasthof Thurner in Feld am See vom Organisator Johann Palle und Landesleiter Bruno Sabitzer herzlich begrüßt.

Hervorzuheben ist die Teilnahme von Willi Loibnegger aus dem Lavanttal und der Familie Angermann aus Osttirol, die die weiten Anreisen nicht scheuten, um bei diesem Wandertag dabei zu sein.

Vom Thurnerhof aus ging es per Auto zur Hochalmhütte, wo bei herrlicher Rundsicht die verschiedenen Regionen und Gipfel bestaunt werden konnten. Von der Hochalmhütte aus wanderten die Teilnehmer gruppenweise zum Gipfelkreuz des Mirnocks, wo eine kurze Rast abgehalten wurde, die zu Fotoaufnahmen und zur leiblichlen Stärkung diente.

Erwähnenswert ist, dass auch unsere ältesten Teilnehmer, Hannes Scharf und Willi Loibnegger, diese nicht zu unterschätzende Wanderung schafften, was wohl auf die gute körperliche Fitness dieser beiden Leistungsrichter zurückzuführen ist.

Nach dem kurzen Aufenthalt beim Gipfelkreuz marschierten wir wieder zur Hochalmhütte zurück, wo bereits ein saftiger Schweinsbraten auf die Dachsbrackenfreunde wartete.

Nachdem Hunger und Durst gestillt waren, verbrachten wir noch etliche Stunden auf der Hütte, wo so manche Episode über die anstehende Hirschbrunft und über unsere treuen Jagdbegleiter, die Dachsbracke, erzählt wurde.


Jagdhundevorstellung auf der Freistädter Messe am 15.08.2018

Auf Einladung des Bezirks-Hundereferenten Herbert Rammer wurde die Dachsbracke „Elvis von der Pletzenwand“ auf der Freistädter Wiesn vorgestellt.

Es waren zahlreiche Jagdhunde aus allen Einsatzbereichen vertreten. Als einziger Vertreter der Bracken konnte Elvis viele Sympathiepunkte gewinnen. Elvis hat sich dabei von der besten Seite gezeigt. Er war ruhig und entspannt, trotz Menschenmassen, Lärm und anderen Hunden. Das Interesse der Messebesucher zeigte sich darin, dass viele Personen auf mich zugekommen sind und sich über unsere Bracke erkundigt haben. Mehr als fünfzehn Info Folder wurden auf Nachfrage  ausgegeben.
Der Grund für das Interesse an dieser Hunderasse wurde wie folgt begründet:

  • Das Aussehen
  • Das Wesen
  • Der Einsatzbereich

Eine Kritik an unseren Hundereferenten möchte ich noch hinzufügen.
Die Beschreibung des Einsatzbereichs während der Vorstellung unserer Bracke zeigte leider, dass auch die Hundereferenten nicht genügend Wissen über diese Rasse verfügen oder bewusst das breite Einsatzgebiet der Bracke verschweigen. Anders ist es nicht zu erklären, dass man den Einsatz bei der Drückjagd und den Einsatz auf Schwarzwild und bei der Nachsuche als dritte anerkannte Schweißhunderasse unerwähnt lässt.

Weidmannsheil
Hansjörg Blöchl


38. Schweißprüfung des Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verbandes vom 5.-6.10.2018

Die 38. Schweißprüfung des ÖJGV wurde in Zusammenarbeit mit dem Innviertler Jagdggbrauchshundeklub vom 5.-6.10.2018 in Lengau am Kobernaußerwald ausgetragen.

„I bin’s, dei Präsident!“, diese Worte ließen mich Anfang Juli am Telefon zusammenzucken. Schnell war ich von Harald Heil zur Teilnahme an dieser Schweißprüfung vergattert, zu der pro Rasseverein nur ein Hund gemeldet werden darf. Nichts wurde aus dem unbesorgt in den Sommer und Herbst Hineinjagen. Regelmäßige Trainingsfährten und Schleppen mit meiner im 2. Behang stehenden gevieräugelten Djina vom Kalkberg standen auf der Tagesordnung.

Die Vorbereitung

Wie immer unterstützte mich der ganze Klub mit Rat und Tat. Harald legte eine Fährte durch einen Reheinstand und riet mir, den allgemeinen Gehorsam zu festigen und die anfangs überpassionierte Djina durch strammen Riemen auf meine Marschgeschwindigkeit zu bringen. Bei angenommenen Verleitfährten solle ich sofort reagieren.

Thomas Rupp trat neben der Organisation des Schweißhunde Übungstages in Seitenstetten eigens für mich eine kurze Rotwildfährte. Die Arbeit war mehr als ernüchternd: Djina ging vom Anschuss in die falsche Richtung ab. Nach Abruf arbeitete sie brav, bis sie in einem undurchsichtigen Staudenwerk auf eine Rehfährte changierte. Wertvolle Tipps kupferte ich mir an diesem Tag vom dort vortragenden Praktiker Peter Niethammer aus dem Schwarzwald ab.

Auf den Versager reagierend trat ich in zweiwöchigen Intervallen mit mehrfach verwendeten Rotwildschalen – ein Paar musste ich mir mangels Verfügbarkeit beim Wildprethändler kaufen – lange Fährten durch jegliche Vegetation und vorzugsweise durch Reheinstände. Schleppen mit Unterbrechungen (ein Tipp von Franz Höhn) bzw. auf offenem Feld im Quadrat mit Verweisern an den Seiten und Fähnchen an den Ecken (nach Anton Fichtlmeier), nutzten wir zum Üben der Winkel und dem Verweisen von Deckenteilen.

Die letzte lange Fährte trat mir Klubkamerad Hermann Steinschaden, der eigens eine frische Rehschleppe über die 20 Stunden alte Rotwildfährte zog. Djina hatte vor der Arbeit ausgiebig mit seiner jungen Hündin gespielt. Dass das Ruhe in die Arbeit bringen würde, war ein Irrglaube. Kaum angesetzt, legte sie sich in den Riemen. Diesmal hielt ich dagegen, bremste den Elan und konnte mich so auf den Körper des Hundes konzentrieren. Schon bald legte ich sie länger auf der Fährte ab. Von da an arbeitete sie konzentriert, ignorierte Verleitfährten, auch die frische Rehschleppe, und kam rasch zum Stück. Das Verweisen bzw. Totverbellen funktionierte leider schlecht, wird aber bei dieser Art von Schweißprüfung nicht geprüft.

Nach zwei  Wochen Pause und einer Schleppe am Weg nach Lengau (mein Revier liegt an der A1) kamen wir bei klarem Herbstwetter in einer malerischen, von Landwirtschaft geprägten Landschaft an. Im Standortquartier Jägerwirt traf ich beim Grünen Abend auf schon gesehene Funktionäre des ÖJGV und unseren Landesleiter Tirol, Herbert Geisler, der als Richter fungierte. Nach der Nummernverlosung und ein paar netten Gesprächen, die auch neue Bekanntschaften aus anderen Klubs brachten, war aber rasch Nachtruhe für Hund und Führer angesagt.

Der Prüfungsablauf

Die schmale Mondsichel  stand noch dominant über der aufsteigenden Morgenröte im schwarz-blauen Himmel, als ich einen weit ausholenden Auslauf quer durch die alten, teilweise aus alten Holzriegelbauten bestehenden Gehöfte von Lengau antrat, um Djina zu beruhigen. Nach dem Frühstück verzögerten sich Begrüßung, Richtergruppeneinteilung und der Fototermin um eine Stunde, was der Entspannung aber entgegenkam. Unter dem Hörnerklang der Innviertler Jagdhornbläser begrüßte Prüfungsleiter und Präsident des ÖJGV MF Johannes Schießer 15 Gespanne, 30 Richter und die Revierleiter. Mir wurde ein ehemalig kaiserliches, nunmehr von den ÖBF betreutes Revier im Herzen des Kobernaußerwaldes zugeteilt. Dort, über das Glas-Dorf Schneegattern angekommen, präsentierten sich mir glucksende Bäche, schlagreife Fichtenwälder mit Heidelbeerunterwuchs, die sich mit Jungbeständen abwechselten.

Nach dem Auslegen des Stückes und Absetzen des Hornbläsers wurden wir zur Fährte gebracht. An der aufgedockten Schweißleine marschierten wir, der Hund hochgradig passioniert, ca. 300m zum Anschuss. Eine wirklichkeitsnahe Einweisung erfolgte, indem die Uhrzeit des Anschweißens eines Stückes Rotwild, das Zeichnen, die Fluchtrichtung und der Anschuss bekanntgegeben wurden. Ich ließ mir Zeit, die Leine in aller Ruhe abzudocken und die Schlingen auszustreifen. Das ist ein zusätzliches Ritual, um Ruhe in den abgelegten Hund und mich zu bringen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hund vom Anleinen bis zum Ansetzen nie aus seiner Halsung kommt. So untersuchte ich erst nach gefühlten 5 Minuten unter interessierter Beobachtung durch Djina den Anschuss.

Ab jetzt lief die Zeit. Ich ließ die Hündin zunächst aufgefangenen Schweiß bewinden und setzte sie am kurzen, straffen Riemen an, um ein ausführliches Untersuchen des Anschusses zu erreichen. Sie bögelte sich rasch in die markierte Richtung ein. Ich gab zumindest 7 m Leine und folgte dem Kraftpaket am gespannten Riemen. Djina folgte der Fährte zunächst spurtreu, untersuchte kurz Verleitfährten, sprang aber ohne die Notwendigkeit eines Rufes „Zur Fährte“ wieder ein. Teilweise lief sie leicht versetzt zur Fährte. Eine Ermahnung durch einen Richter, den Hund am straffen Riemen nicht zu den Markierungen zu leiten, schadete in der Beurteilung nicht.

Nach einem steilen Gegenhang nach 3/4 der Strecke legte ich Djina kurz ab, um selbst verschnaufen und die Konzentration halten zu können. Kurz danach lief Djina zunächst 2 Meter versetzt mit hoher Nase am Stück vorbei. Sie hatte den Hornbläser erkannt. Nach 10 Metern nahm ich sie eigenständig zurück, rasch hatte sie nach insgesamt 14 Minuten das Stück gefunden.

Das berührende „Hirsch Tot“ schallte durch den sonnendurchfluteten, frischen Wald und löste die Anspannung. Dann wurden die Brüche für Hund und Führer überreicht und das „Suchenheil“ entboten.

Das Ergebnis

Nach kurzer Verschnaufpause, einem Leckerli für Djina und dem Wechseln der Leinen wurde nach Beratung der Richter das Ergebnis verkündet: Fährtenarbeit, Fährtenwille und Zusammenarbeit des Gespannes je 4, Fährtensicherheit 3, ergaben letztlich 60 Punkte von 64 möglichen, daher für mich ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Wir konnten somit die Leistung vom Juni halten.

Die Streckenlegung und Preisverleihung fand auf einem hoch über dem Tal liegenden Plateau statt, auf dem einst die ca. 1504 zerstörte Friedburg stand. Ein auf die Strecke gelegter Hirsch gab, umringt von Hundeführern, Richterkollegium und Gästen zum Klang der Jagdhornbläser den Blick über das Alpenvorland zur Drachenwand und die Berchtesgadener Bergspitzen frei. Drei Hunde erhielten die Höchstpunktezahl und wurden nach ihrem Alter, als erster ein Terrier vor einem Beagle und einem weiteren Terrier gereiht. Djina und ich wurden mit einem I. d Preis Vierte. Ein Hund wurde zurückgezogen.

Den Organisatoren, Revierleitern und Richtern gilt der Dank dafür, dass eine derartig hochwertige Vergleichsschau und damit die praxisnahe Ausbildung unserer Jagdgebrauchshunde möglich war.

Meine Meldung des Ergebnisses erfüllte den Züchter Heinrich Muth in Marburg/Hessen mit Stolz, mein gestrenger Präsident quittierte dies übrigens mit: „Jetzt hob i di FAST dort, wo i di hoben will!“

Weidmannsheil
Hanno Zanier


Jagdhundevorführung Aufsichtsjägerverband Stmk. 2018

Am 8.9.2018 veranstaltete der Steirische Aufsichtsjägerverband im Österreichischen Freilichtmuseum den Steirischen Aufsichtsjägertag.

Unter vielen Ausstellern war auch der ÖJGV, der Österreichische Jagdgebrauchshunde Verband eingeladen. Der Klub Dachsbracke war durch Anton Mocsics mit Sultan vom Steffingerwald, Alois Huber mit Vesta vom Schloss Greisenegg und Ludwig Schaffer mit Trixi vom Omersberg vertreten. Alle vier Brackenrassen (Brandlbracke, Steirische Rauhaarbracke, Tirolerbracke und Dachsbracke) waren auf einem Areal bei der Köhlerhütte gemeinsam anwesend.

Im Rahmen der Jagdhundepräsentation hatten um 14 Uhr unsere Dachsbracken ihren Auftritt. Anton Mocsics stellte vor ca. 300 – 350 interessierten Personen gekonnt unsere Rasse vor. Besten Dank an Karl Heinz Neuhold vom Österreichischen Brackenverein, der diese Präsentation bestens organisiert hatte.

Die Besucher zeigten großes Interesse und wir konnten sie den ganzen Tag über unsere Dachsbracken informieren. Das Wetter war herrlich und passte zu unserer Stimmung. Es war eine gelungene Veranstaltung.

Weidmannsheil
Ludwig Schaffer


XI. Internationaler Leistungsvergleich für Alpenländische Dachsbracken vom 7.-9.9.2018 in Weiden/Deutschland

Vom 7. bis 9. September fand der internationale Leistungsvergleich für Dachsbracken in Weiden/Deutschland statt. Teilnehmer und Gäste waren aus Deutschland, Tschechien, Norwegen, Österreich und der Slowakei angereist. Österreich war mit den Hundeführern Dr. Georg Urak (NÖ) und Ing. Kurt Schlechtleitner (Salzburg) vertreten. Als Richter fungierten Ausstellungsreferent Franz Höhn und Obmann Harald Heil.

Nach fünfstündiger Fahrt trafen wir um 16 Uhr im Standquartier Hölltaler-Hof ein und wurden vom bereits anwesenden 1. Vorsitzenden Ekkehard Stockinger vom Verein Dachsbracke e.V. herzlich empfangen. Unterbringung und Verpflegung waren hervorragend. Nach einem gemeinsamen Abendessen trafen sich die Zuchtwarte und Obmänner zu einem informativen Gespräch, bei dem die einzelnen Länder ihre Anliegen vorbringen konnten. Abgerundet wurde der Tag durch einen hervorragenden Vortrag des deutschen Zuchtwart Roger Hörr. Um 23 Uhr gingen wir zum gemütlichen Teil über.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir in die schönen Reviere rund um Weiden. Bei herrlichem Herbstwetter und einer Temperatur von 9 Grad waren die Bedingungen für die Schweißarbeit ideal. Der gepflegte Mischwald und das für österreichische Verhältnisse flache Gelände waren für so manchen Hundeführer eine Wohltat. Am Ende des Tages konnte die weiße Fahne gehisst werden, denn alle Hundeführer waren in der Lage, die Prüfung positiv abzuschließen.

Mein Dank gilt dem 1. Vorsitzenden Ekkehard Stockinger und seinem Prüfungsleiter Torsten Pabusch mit seinen Helfern, welche die Prüfung mustergültig organisiert und durchgeführt haben.

Weidmannsheil
Harald Heil


20 Jahre Klub Dachsbracke Slowakei

Auf Einladung des Klub Chovatelov, Slowakei brachen Dr. Georg Urak und ich am 1.9.2018 um 5 Uhr früh auf, um rechtzeitig den Zielort Sväty Anton zu erreichen. Jedes Jahr um diese Zeit findet dort rund um das Schloss ein großer Kirchtag statt. Inmitten dieses Festes präsentiert der Klub Dachsbracke Slowakei seine Zuchthunde und anschließend werden die Junghunde formbewertet.

Nach der Begrüßung durch Präsidentin Ing. Petra Vlcek hatten Dr. Urak und ich Gelegenheit, die Zuchthunde zu besichtigen. Im Auftrag des Klub Dachsbracke Österreich übergaben wir einen Gutschein für einen Welpen oder für eine Gratis-Deckung in Österreich und wünschten dem Slowakischen Klub alles Gute für die nächsten Jahre.

Weidmannsheil
Harald Heil


Schweißhunde Übungstag Wien/Nö/Bgld. 2018 in Seitenstetten

Bei diesem Schweißhunde Übungstag am 18.8.2018 bestand die Herausforderung darin, für vier zur Gebrauchsprüfung anstehende, ein zur Schweißsonderprüfung des ÖJGV gemeldetes und für 12 Junghundegespanne im Alter zwischen 4 und 16 Monaten, ein effizientes Praxisprogramm am Vormittag zu bieten. Nach dem Mittagessen wurde für 32 Teilnehmer ein Vortrag des Nachsuche-Experten Peter Niethammer aus dem Schwarzwald angesetzt, der an die 180 Nachsuchen pro Jahr durchführt. Er führt eine österreichische Dachsbracke, den Rüden Donar vom Schrattenbach ÖHZB 8534 genannt „Don“ und einen Hannoveraner Schweißhund.

Vorbereitungen für den Übungstag

Bereits am Freitag legten Übungs- und Landesleiter Fö Ing. Thomas Rupp, der Gastgeber OFö Ing. Thomas Handsteiner, Hans Reisenbauer, Welpenreferent Robert Solarzyk und ich paarweise insgesamt vier in zwei Etagen einer Forststraße angelegte Rehwild-, sowie eine Rotwildfährte in Längen von je ca. 500m. So konnten die Richter (zusätzlich Dr. Urak) und die Gespanne am nächsten Tag parallel durch Kundige begleitet werden, ohne weite Fahrtstrecken zurücklegen und Wartezeiten in Kauf nehmen zu müssen. Die Fährten führten durch Nadelwald, dicht bewachsenes Gelände bergauf und bergab, zum Teil bewusst durch Rehwildeinstände und Hasenbesatz.

Der Praxisteil des Übungstages

Die Hunde wurden vorbildlich am Anschuss abgelegt, sie beobachteten interessiert die Untersuchung durch den Hundeführer, fielen die Fährte einmal zu schnell, sonst konzentriert und langsam an und folgten dieser trotz der hohen Temperaturen und der seit Wochen herrschenden Trockenheit problemlos bis zu den Winkeln. Das Überschießen derselben durch zwei Hunde wurde von den Führern nicht erkannt. Nach Abruf, Abtragen und neuem Ansetzen arbeiteten die Hunde spurtreu. Verleitfährten wurden sonst nur kurz angenommen. Ein Gespann hatte – weil Übungstag – das Glück, dass neben der Fährte ein Reh hoch wurde. Nach längerem Ablegen und etwas Nachhilfe durch den instruierten Hundeführer nahm der Hund die Kunstfährte wieder an und fand, wie alle anderen, das Stück.

Die Leistungsrichter konnten den Prüfungskandidaten gute Tipps zur Verbesserung der Spurtreue, des Spurwillens, dem Erkennen des Abkommens von der Fährte, zum Rückruf zu dieser und zum Verhalten bei hoch werdendem gesundem Wild geben. Selbstverständlich kam das Lob für gute Arbeit nicht zu kurz.

Während diese Fährten gearbeitet wurden, wies Peter Niethammer die JunghundeführerInnen zunächst theoretisch in die Arbeit an der Schweißfährte ein. Die Vorbereitung des jungen Jagdhundes durch spielerische Schleppen mit allem Wild zum Kennenlernen, Gehorsam und ruhiges Bearbeiten des Anschusses wurden thematisiert. Anschließend ließ er die Teilnehmer sechs kurze Fährten treten, ihre Hunde am Anschuss ablegen, diesen ausgiebig selbst und dann durch die Hunde untersuchen, bevor die kurze Arbeit des jeweiligen Gespannes fachlich kommentiert wurde.

Pünktlich um 12:30h waren alle Teilnehmer zum Fototermin im Meierei-Garten des Stiftes Seitenstetten eingerückt. Hunde und deren Führer hielten hierfür, anders als sonst, vermutlich wegen der Mittagsmüdigkeit perfekt still. Auch die Oberösterreichischen Kameraden Landesleiter Sepp Pfarl und RI Josef Atschreiter gesellten sich jetzt zu uns.

Wir wurden unter dem Schatten spendenden, wuchtigen Holzgestühl des Meiereihofes mit einem vorzüglichen, wohlfeilen Catering mit durstlöschendem Birnen- und Apfelsaft aus dem Mostviertel empfangen. Die Hunde wurden dort versorgt und konnten ausruhen.

Die Vorträge am Nachmittag

Peter Niethammer stellte nach der Pause seine behördlich anerkannte Nachsuchestation im Schwarzwald vor. Diese rechtliche Stellung erlaubt es ihm, revierübergreifende Nachsuchen ohne ständige Einholung der Genehmigung durch die einzelnen Jagdpächter durch zu führen. Ausrüstung, Praxiswissen und Zusammenspiel zwischen Hund und Führer kamen ebenso zur Sprache wie die Schattenseiten der Arbeit, zB. schwer geschlagene und getötete Hunde.

Derzeit besteht die Nachsuchestation aus 5 Hundeführern mit insgesamt 12 Hunden. Folgende Hunderassen sind im Einsatz:

  • 1 Schwarzwildbracke (Slovenky Kopov)
  • 1 Westsibirische Laika
  • 2 Brandlbracken
  • 2 Hannoveraner Schweißhunde
  • 3 Bayerische Gebirgsschweißhunde
  • 3 Alpenländische Dachsbracken

Nachsuchen mit mehreren Hunden bis zu 16 km sind keine Seltenheit. Besonders hob der Referent hervor, dass es bei vielen Schützen an Praxiswissen im Erkennen der Schusszeichen und damit am Verlauf der Nachsuche mangelt. Vertreten der Fährte, Erstsuche mit 2-3 ungeeigneten Hunden und Anruf beim Spezialisten erst nach ein bis zwei Tagen sind die häufigsten Fehler, die eine erfolgreiche Nachsuche verhindern und Tierleid verursachen.

Auf allgemeinen Wunsch referierte Peter Niethammer trotz der bevorstehenden Rückreise von 1100km auch noch über die „Ausbildung vom Welpen zum Nachsuchehund“. Hoffen wir, dass er sein Vorhaben, sein Praxiswissen nieder zu schreiben und zu veröffentlichen, trotz seiner vielen Einsätze umsetzt.

Großer Dank für die Bereitstellung der Infrastruktur des Stiftes Seitenstetten (Meiereihof, Unterkünfte, Revier und Bestellung der Verpflegung) gebührt einmal mehr Herrn OFö Ing. Thomas Handsteiner. Ohne seinen Einsatz könnte der Schweißhunde Übungstag nicht in dieser Form und nicht derart zentral erreichbar abgehalten werden!

Angereichert mit derart viel neuer Information traten wir gegen 16:30h in alle Richtungen die Heimfahrt an.

„Vergelts Gott“ und Suchenheil den Organisatoren und dem Referenten!

Dr. Hanno Zanier