Berichte


Vorprüfung Laute Jagd am 8.1.2022 in Aurach und Umgebung/Tirol

Die Anlagen der Alpenländischen Dachsbracke zur Lauten Jagd werden als Grundlage der Zucht in der Vorprüfung der Lauten Jagd überprüft. Die Art der Suche, der dabei gezeigte Fährtenwille, die Übung der Nase und die dadurch entfesselte jagdliche Passion, der Spur- bzw. Fährtenlaut, die Länge des Haltens der Spur und die dabei entwickelte körperliche Kondition sind das Fundament für die weitere Verwendung als Schweißhund und sowohl für die Zucht, als auch für den Jagdgebrauch von ausschlaggebender Bedeutung.

Unter perfekten Witterungsbedingungen fand ein Teil der Vorprüfung zur Lauten Jagd der Landesgruppe Tirol auch heuer wieder im bewährten Revier der Genossenschaftsjagd Aurach statt. Leicht winterliche Temperaturen, mäßige Schneelage und ein über Nacht gefallenes „Hasengsperrl“, sowie das für seinen guten Hasenbestand bekannte Revier, boten optimale Verhältnisse für diese Prüfung.

Alle Gespanne konnten zumindest einen Hasen finden und diesen brackieren. Dadurch konnten sich die Richter ein sehr gutes Bild über die Leistung der Hunde machen.

Insgesamt konnten gute bis vorzügliche Leistungen gezeigt werden. Alle Hunde haben bestanden. Besonders erfreulich ist im Hinblick auf die Zucht, dass bei allen Hunden der Spurlaut mit sehr gut bis vorzüglich benotet werden konnte. Auch im Fach „Verhalten auf Schuss und Wesensfestigkeit“ konnten alle Teilnehmer positiv abschließen.

Im Anschluss an die Prüfung war es den Teilnehmern freigestellt, unter Einhaltung der geltenden Regelungen, im Prüfungslokal Hallerwirt einzukehren. Da noch alle Hundeführern anwesend waren, konnte der Prüfungsleiter die Zeugnisse direkt überreichen und den Teilnehmern gratulieren. In seiner Ansprache gratulierte er den Hundeführern zu den Leistungen ihrer vierbeinigen Jagdhelfer, bedankte sich bei allen Teilnehmern und Helfern und überbrachte die besten Grüße des Landesleiters Reinhard Wille, der leider verhindert war.

Ein großes Dankeschön gilt den Jagdpächtern für die zur Verfügungstellung des Prüfungsreviers „Genossenschaftsjagd Aurach“ und dem Prüfungsleiter für die perfekte Organisation, sowie allen Revierführern, Leistungsrichtern und Anwärtern, die zum Gelingen beigetragen haben.

Ein weiterer Dank auch dem Team des Hallerwirtes für die gastfreundliche Aufnahme und die Möglichkeit, die Urkunden usw. ausdrucken zu können.


567. Gebrauchsprüfung vom 12.-13.10. und 5.12.2021 in Nußdorf-Debant/Tirol

Prüfungsleiter: Anton Angermann
Richter: Anton Angermann, Walter Angermann, Raimund Brunner, Mair Josef, Dipl. Ing. Stefan Mair, Alois Mattersberger, Arno Mattersberger, Peter Mattersberger, Hans-Peter Tabernig
Richteranwärter: Franz Moisi, Ing. Andreas Angermann

Aufgrund der Coronapandemie hat sich die Landesgruppe Tirol dazu entschlossen, keine große Gebrauchsprüfung zu organisieren, sondern den Hundeführern mehrere Möglichkeiten zu geben, die GP im kleinen Rahmen abzulegen.

Von vier gemeldeten Gespannen kam es noch zu einer coronabedingten Unterbrechung. Ein Hundeführer fiel krankheitsbedingt am Prüfungstag aus. Nach Rücksprache mit Frau Lore Offenmüller vom ÖJGV wurde vereinbart, dass die Prüfung unterbrochen und sobald es wieder möglich ist, nachgeholt werden kann.

Aufgrund der Verschärfungen im Hinblick auf Covid19 wurde das Standquartier in den Garten der Familie Angermann nach Nußdorf-Debant verlegt, wo sich am 12. Oktober um 13.00 Uhr drei Richtergespanne mit entsprechendem Abstand zu einer ersten Richterbesprechung trafen. Nach den Grußworten und Einteilung der Richtergruppen wurde ein Schiedsgericht unter der Leitung des ältesten anwesenden Leistungsrichters, Anton Angermann, bestellt. Im Anschluss ging man nochmal die wichtigsten Teile der Prüfungsordnung durch, wobei größter Wert auf die Änderungen, welche bei der letzten Generalversammlung beschlossen wurden, gelegt wurde. Auch bei der anschließenden Anfahrt zu den Fährten wurde entsprechend der Vorgaben Mund-Nasenschutz getragen.

Für die künstlichen Schweißfährten wurden altbewährte Örtlichkeiten im Bereich der Genossenschaftsjagden Lavant und Nußdorf Debant im Lienzer Talboden gewählt. Die Fährten entsprachen mit ihrer Länge (ca. 1000m) und verschiedenen Bodenverhältnissen der Prüfungsordnung des Klub Dachsbracke. Eine Stehzeit der Übernachtfährte von ca. 17-18 Stunden war zu erwarten.

Nach getaner Arbeit traf man sich noch zu einer weiteren Richterbesprechung im Garten der Familie Angermann.

Am Prüfungstag trafen sich die drei Gespanne und Richtergruppen beim Standquartier im Freien. Prüfungsleiter Anton Angermann begrüßte alle Anwesenden und dankte für das pünktliche Erscheinen. Auf die Einhaltung der verordneten Richtlinien wurde ausdrücklich hingewiesen. Anschließend erfolgte die Anfahrt zu den Fährten, die Wildstücke, zweimal Reh und einmal Damwild wurden bereits vorher ausgelegt.

Die Laute Jagd war bereits bei allen Gespannen vorgeprüft. Im Rahmen des offenen Richtens wurden die erbrachten Leistungen jeweils mit den Prüflingen besprochen.

Nach der von den drei anwesenden Gespannen bestandenen Prüfung fand eine kurze Richterbesprechung statt, in der ein Überblick über die gezeigten Leistungen in den jeweiligen Prüfungsfächern gegeben wurde. Weiters wurden zwei Hunde noch von unserem Ehrenmitglied und Formwertrichter, Alois Mattersberger, formbewertet.

Es folgte die Eingabe aller Prüfungsergebnisse in den digitalen Jagdhund. Danach richtete Prüfungsleiter Anton Angermann noch Worte des Dankes an die Versammelten und überbrachte die Grüße von Klubobmann Mf Harald Heil, Zuchtwart Dr. Georg Urak und Landesleiter Reinhard Wille, die sich entschuldigt hatten. Im Anschluss wurde ein kurzer Bericht zu jeder Prüfungsarbeit abgegeben und danach durch den Geschäftsführer Ing. Andreas Angermann die Ergebnisse der 567. Gebrauchsprüfung bekannt gegeben. Diese wurden von den Hundeführern und allen Anwesenden mit Freude zur Kenntnis genommen, konnten doch zwei Gespanne mit einem I. Preis und der Erlangung des Silbernen Bruchs abschließen. Auch das dritte Gespann erzielte einen guten II. Preis. Weiters konnte jedem Hundeführer ein Sachpreis, der von der Landesgruppe Tirol zur Verfügung gestellt wurde, überreicht werden. Die Hundeführer bedankten sich bei den Richtern und verabschiedeten sich. Auf ein gemütliches Beisammen sein bzw. einen grünen Abend wurde aufgrund der Corona-Maßnahmen verzichtet.

Ein besonderer Dank gilt der Familie Angermann Anton und Andreas für die freundliche Aufnahme im „Prüfungsgarten“.

Ein weiteres großes Dankeschön gilt den Jagdleitern für die Zurverfügungstellung der Prüfungsreviere „Genossenschaftsjagd Lavant und Nußdorf“ und der Wildstücke, sowie den Leistungsrichtern und Anwärtern, die zum Gelingen beigetragen haben.

Am Samstag Nachmittag, 04. Dezember wurde bei trockenen Verhältnissen die Fährte für das vierte Gespann gelegt. Die folgende Nacht brachte ca. 20-25 cm Schnee. Unbeirrt von den winterlichen Verhältnissen konnte der Rüde mit seinem Führer die künstliche Fährte ausarbeiten und mit einem weiteren starken zweiten Preis die insgesamt hochklassige Prüfung beenden. Auch hier gab es die entsprechenden Geschenke der Landesgruppe Tirol.

 

 


Die richtige Wahl

Ich führe seit Herbst 2012 eine Brandlbrackenhündin und bin seit einigen Jahren in der Nachsuchestation Innsbruck / Innsbruck Land tätig.

Da ich mit der jagdlichen Leistung meiner Hündin nicht zufrieden war (wenig Laut, unruhiges Wesen) beschloss ich, mich nach einem neuen Jagdgefährten umzusehen.

Aufgrund der Erfahrungen mit meiner Hündin machte ich mich bewusst auf die Suche nach einem wesensfesten Hund mit gutem Laut und Spurwillen. Durch ein Gespräch mit einem Berufsjäger, der früher Dachsbracken geführt hat, bin ich auf diese Rasse aufmerksam geworden. Da ich leider keinen aktuellen Dachsbrackenführer kannte, habe ich mit dem damaligen Tiroler Landesobmann Herbert Geisler telefoniert und mich genau über Dachsbracken informiert. Beim Landestreffen in Kitzbühel im Mai 2019 war ich von dieser Rasse begeistert und überzeugt, den für mich richtigen Hund gefunden zu haben. Wie es der Zufall will, habe ich dort auch erfahren, dass der Züchter Johann Fercher aus Taxenbach / Salzburg (Zwingername: von der Stockerwand), noch Hundewelpen zu vergeben hat. Nach mehreren guten Telefonaten mit Johann, einem vorbildlichen Züchter, und einem Besuch bei den 6 Wochen alten Welpen haben wir dann Ende Juni 2019 Kuno von der Stockerwand zu uns nach Hause geholt.

Von Anfang an war ich begeistert von diesem Hund: sein ruhiges, sicheres Wesen vereinfachte mir die Ausbildung und das Training mit ihm war von Anfang an völlig problemlos und unkompliziert. Kuno war von der ersten Woche an ein guter und treuer Begleiter bei der Jagd.

Schon mit 10 Wochen ist Kuno auf den Geschmack der frischen Hasenspur gekommen. Nach zahlreichen Schleppen und dem Ausarbeiten künstlicher Fährten kam er am 9.10.2019, mit gerade einmal 5 Monaten, zur ersten natürlichen Nachsuche auf einen Hirsch. Dieser wurde am Vorabend beschossen und eine Tiroler Bracke suchte bereits in der Früh vergeblich nach dem Hirsch. 19 Stunden später rückte ich mit beiden Hunden aus. Am Anschuss war zwar kein Schweiß, der Schütze versicherte mir aber den Treffer. Eigentlich sollte meine Hündin die Nachsuche ausarbeiten, als ich aber den Anschuss kontrollierte, begann Kuno schon zielstrebig und selbstständig mit tiefer Nase zu suchen und zeigte mir nach wenigen Metern einen Tropfen Schweiß an. Nach weiteren 500m fand Kuno den verendeten Hirsch. Das war also sozusagen Kunos erste Nachsuche und es sollten in den nächsten Wochen noch mehre Nachsuchen mit Hatz und Beil folgen.

Am 26.12.2019 war ich bei einer Hasenjagd eingeladen. Mit 7 Monaten zeigte Kuno sein Können beim Brackieren – er brachte mir einen Hasen und einen Fuchs vor die Flinte und beeindruckte mit dieser Leistung auch die anderen Hundeführer.

Schon nach kurzer Zeit habe ich zu jagdlichen Einsätzen nur mehr Kuno mitgenommen weil er wesentlich ruhiger und genauer sucht.

Ein besonderes Erlebnis hatte ich am 19.8.2021 in einem 5500ha großen, schwierigen Gelände mit altem Zirbenwaldbestand im Wattental – Kunos mittlerweile 34. Nachsuche. Der Berufsjäger rief mich um 9:00Uhr früh an und berichtete mir von einem krankgeschossenen Hirsch mit Vorderlaufschuss. Eine Dreiviertelstunde später war ich mit Kuno vor Ort. Der Berufsjäger schilderte mir den Hergang: Er war mit einem Jagdgast auf der Jagd. Die beiden erlegten einen 3-erHirsch, wenige Minuten nach dem Schuss zogen weitere Hirsche in den Tageseinstand, worauf der Jagdgast einige 100m weiter neben dem ersten Hirsch einen zweiten 3-er Hirsch beschoss. Der Berufsjäger bemerkte sofort den pendelnden Vorderlauf, versorgte aber zuerst den ersten Hirsch und wollte dann mit seiner Hündin den zweiten Hirsch nachsuchen. Seine Hündin zeigte aber kein Interesse an der Krankfährte, sondern wollte immer zum aufgebrochenen Hirsch.

Der Berufsjäger zeigte uns dann den Anschuss, worauf Kuno am langen Riemen begann, ruhig und sicher die Fährte auszuarbeiten. Innerhalb der ersten 100m nach dem Anschuss zeigte Kuno mehrere Knochensplitter an. Da ich mir sicher war, dass Kuno gut auf der Fährte ist, schnallte ich ihn 200m nach dem Anschuss. Kurze Zeit später begann Kuno mit einem Hatzlaut. Ich war mir zwar nicht mehr sicher, ob er wirklich auf der Krankfährte war, weil wir ja mitten in einem Rotwildtageseinstand mit vielen Verleitfährten waren. Meine Befürchtungen stellten sich leider als berechtigt dar, die Hatz ging laut meinem GPS Gerät ca. 400m worauf Kuno wieder zu mir zurückkam. Völlig selbstständig ging er dann nochmal zum Anschuss und suchte mit tiefer Nase die Krankfährte ab. Nach ca. 500m begann er wieder eine Hatz, die nach 600m mit einem Standlaut endete.

Ich war mir sicher dass Kuno gerade den kranken Hirsch stellt. Ich machte mich auf den Weg aber ca. 200m bevor ich beim gestellten Hirschen war, begann die Hatz erneut. 700 Meter weiter gab Kuno wieder Standlaut, wieder kam ich nicht näher als ein paar hundert Meter heran, da die Hatz schon wieder weiter ging. Beim dritten Standlaut kam ich endlich ans Geschehen – Kuno stellte den kranken Hirsch, ich kam zum Fangschuss und sah, dass drei gesunde Hirsche absprangen.

Der Berufsjäger verfolgte die Nachsuche von der Ferne und war von Kunos Leistung, mit gerade zwei Jahren und drei Monaten einen kranken Hirsch aus einer Gruppe herauszusprengen, begeistert. Bis zum heutigen Tag (Dez. 2021) hatte ich mit Kuno bereits 54 Nachsuchen, viele davon mit Hatz und Beil, und überall wo Kuno hinkommt, begeistert er mit seiner tollen jagdlichen Leistung und seiner ruhigen, sicheren Art. Ich hoffe, dass ich mit Kuno noch einige tolle Nachsuchen erleben werde, und bin froh, dass ich mich für diese tolle Rasse entschieden habe.

Johannes Nagiller, Aldrans


563. Gebrauchsprüfung vom 22.-24.10.2021 in Altenmarkt

Prüfungsleiter: Ofö Ing. Thomas Rupp

Am 23. Oktober trafen die Richter und Revierführer zum Auslegen der Kunstfährten und anschließend zur Richterbesprechung im hiesigen Standquartier.
Von den gemeldeten 6 Hunden traten am darauf folgenden Tag 5 Hunde mit ihren Führern zu dieser Gebrauchsprüfung an, wobei einige in der lauten Jagd bereits vorgeprüft waren.

Prüfungsleiter Förster Rupp begrüßte nach dem Frühstück die Korona, es wurden die Fährten ausgelost und die Richtergruppen den jeweiligen Gespannen vorgestellt.

Bei herbstlichen Temperaturen wurde anschließlich die Fahrt in die Reviere gestartet, wobei wir uns herzlich bei der Habsburg´schen Forstverwaltung und der Jagdgesellschaft Altenmarkt für das zur Verfügung stellen der Reviere, und natürlich auch bei den Revierführern bedanken dürfen.

Am Ende des Tages konnten 4 Hunde durchgeprüft und mit einer entsprechenden Leistung die Gebrauchsprüfung erfolgreich bestanden abgelegt werden.
1 Hund bestand im I. Preis, 3 Hunde im II. Preis.

Anschließend wurde bei den Dachsbracken die Formbewertung von Formwertrichter Thomas Rupp vorgenommen.

Ausklingen ließ man den Prüfungstag mit dem traditionellen Grünen Abend in gemütlicher Runde.

Weidmannsheil
Ofö. Wolfgang Rauscher


565. Gebrauchsprüfung vom 22.-23.10.2021 in Fresach/Amberg

Prüfungsleiter: Alfred Rieder

Richter: Josef Anichhofer, Hans Drescher, Alfred Rieder, Bruno Sabitzer, Heimo Scherzer, Hubert Stark, Hubert Swetina, Dr. Georg Urak, Heimo Rauter

Formwertrichter: Dr. Georg Urak

Die 565. Gebrauchsprüfung des Klubs Dachsbracke, Gebietsführung Kärnten fand vom 22.10.2021 bis 23.10.2021 bei schönem Herbstwetter in Fresach im Revier „Nachbarschaft Amberg“ statt.

Bereits zum dritten Mal, mit kurzen Unterbrechungen, konnte eine Prüfung im schönen Revier Amberg abgehalten werden, wo sich alle Prüfungsteilnehmer im Alpengasthof „Walder“ am Freitag den 22.Oktober trafen. Prüfungsleiter Alfred Rieder begrüßte alle Richter und Hundeführer und bedankte sich im Vorhinein für die Zurverfügungstellung des Reviers „Nachbarschaft Amberg“ sowie für die Bewirtung und Unterkunft bei Familie Walder. Die Vorprüfung fand in der Gemeindejagd Zlan statt.

Zwei Hunde haben die Vorprüfung in der lauten Jagd nicht bestanden.

Da bereits zwei Hunde auf der natürlichen Schweißfährte vorgeprüft waren, mussten am Freitag nur mehr eine künstliche Schweißfährte sowie eine Verweiserfährte gelegt werden.

Vorerst ging es aber ins Revier, um die Gehorsamsfächer zu prüfen.

Nach Erledigung beider Vorhaben traf man sich im Standquartier, um eine kurze Richterbesprechung abzuhalten, die allerdings länger als geplant dauerte.
Nach einem üppigen Frühstück, welches von der Juniorchefin bereits um 7.00 Uhr Morgens serviert wurde, fuhren wir in das nahe gelegene Revier, um die ausständigen Prüfungsarbeiten zu erledigen.

Da diese für alle Hundeführer einen positiven Ausgang genommen hatten, konnten nach einer kurzen Richterbesprechung und Eingabe aller Prüfungsergebnisse in den „Digitalen Jagdhund“ von Dr. Georg Urak den Hundeführern die Prüfungsergebnisse bekannt gegeben, sowie ein schöner Sachpreis überreicht werden.

Nach einigen Fotoaufnahmen und einem sehr köstlichen Mittagessen wurde noch über die abgelaufene Prüfung diskutiert, ehe die Heimreise angetreten wurde.


16. Gustav Kořinek Prüfung vom 19.-21.11.2021 in Braunau, Tschechien

Vom 19. bis 21. November 2021 fand die 16. Gustav Kořinek Prüfung statt, zu der Herr Dr. Adrian Rusu mit seiner Hündin Paulina von Althausen als Hundeführer und ich als Richter eingeladen waren.

Bei der Gustav Korinek Prüfung werden die Fähigkeiten der Alpenländischen Dachsbracke bei grossen Bewegungsjagden vor allem auf Sauen und Rotwild geprüft. Es werden, neben sogenannten technischen Fächern, sprich Gehorsam, eine künstliche Schweißfährte und vor allem die Fähigkeiten zum Aufspüren, anhaltenden Bedrängen und Hochmachen von Wild unter sehr natürlichen Bedingungen geprüft. Die Hauptschwierigkeit liegt dabei in der Arbeit auf Schwarzwild, denn dieses Wild hat die Tendenz nicht schon auf Annährung von Hunden zu fliehen, sondern sich auch in gesundem Zustand durchaus den Hunden zu stellen. Hier haben nur Hunde Erfolg, die sehr hartnäckig und scharf, jedoch ohne sich selbst zu gefährden, das Wild bedrängen. Die genannten Anforderungen sind in Österreich für die vermehrt durchgeführten Bewegungsjagden von größtem Nutzen. Sie stellen eine nicht ganz neue Erweiterung des Anforderungsprofils an die Alpenländische Dachsbracke dar.

Den Höhepunkt der Prüfung bildet eine Bewegungsjagd auf Sauen, Kahlwild etc. in einem Revier mit sehr grossen Ausdehnungen. Heuer war dies eine 1100 ha grosse Pachtjagd an der tschechisch-polnischen Grenze, die sich über den gesamten zweiten Prüfungstag erstreckte. Das Gebiet in diesem sogenannten Braunauer Bergland ist kaum besiedelt und hügelig bis bergig, von Misch-, Laub- und Nadelwäldern, sowie sehr reichlichem Unterwuchs bedeckt. Das Gebiet ist forstlich gut erschlossen (tschechische Staatsforste).

Frei waren Schwarzwild und Kahlwild. Ausser den Hundeführern und Richter waren auch andere Schützen an der Jagd beteiligt. Insgesamt waren etwa 80 Personen bei der Jagd zu koordinieren.

Die Hunde bekamen, vom Veranstalter gestellt, jeder ein GPS- Tracking System (Garmin) zur permanenten Standortbestimmung während der Prüfung durch die Prüfungsleitung. Die Hundeführer hatten keinen Einblick auf die Ortungsergebnisse. Sie dienten der Sicherheit der Hunde. Ausserdem ergänzten sie die Beurteilung der Hunde. Die eigentliche Beurteilung erfolgte durch über das Gebiet verteilte und beim Trieb mitgehende Richter.

Im Fall der Hündin Paulina von Althausen kam das Ortungssystem zum Einsatz. Sie war auf der Wildfährte bis tief nach Polen vorgerückt. Anhand der Ortung konnte ihre Rückkehr genau verfolgt werden und zur Beruhigung der Beteiligten beitragen. Im Notfall hätte man die Hündin auch abholen können.

Insgesamt sind 9 Gespanne zur Prüfung angetreten, 7 haben die Prüfung erfolgreich beendet. Die gezeigten Leistungen waren bei vier Gespannen herausragend! Der diesjährige Sieger ist Herr Ing. Pavel Havran mit seinem Rüden Pit vom Kienbühel (Züchter Raimund Brunner, Lavant in Osttirol). Die geforderte Leistung konnte vom österreichischen Hundeführer Dr. Rusu leider nicht gezeigt werden, weshalb er zurückzog.

Die Teilnehmer nach Losen geordnet:

Los 1 Ing. Jozef Zadlukal Argo Diviacie udolie
Los 2 Věra Černá Fili z Hrebecskych lesu
Los 3 Eduard Mazanec Laky z Hrebecskych lesu
Los 4 Jacek Pokorski Bazar od Mutra
Los 5 Ing. Pavel Havran Pit vom Kiehnbühel
Los 6 Ing. Miloš Hvĕzda Azor z Dobroucskeho udoli
Los 7 Mag. Michal Filo Bella z Chrastokovej
Los 8 Dr. Adrian Rusu Paulina von Althausen#
Los 9 Mag. Jozef Zatlukal Edy z Visavy
Die Lose 3 und 8 haben zurückgezogen!

Hier die Resultate im Detail:

LOS 1 2 4 5 6 7 9
Fachwertziffer
Nase 4 4 3 2 4 3 2 3
Suchen 4 3 3 2 3 4 3 3
Halten der Spur (Fuchs, Hase, Schwarzwild) 3 4 4 3 4 4 4 4
Spurlaut 4 4 4 4 4 4 4 4
Künstl. Schweißfährte
a) Riemenarbeit oder frei 5 3 2 1 3 2 1 2
b) Todverbellen oder Todverweisen 15
Passion auf Schwarzwild 5 4 4 1 4 4 4 4
Gehorsam 2 3 4 4 4 4 4 4
Verhalten auf Schuß 2 4 4 4 4 4 4 4
Verhalten beim erlegten Wild 3 1 3 1 4 4 4 4
Standruhe
a) angeleint 2 3 4 3
b) frei 4 4 4 4 4
Ausdauer 3 3 3 2 4 4 4 4
Orientierung 4 4 2 2 4 4 4 4
Führigkeit
a) angeleint 1 4 3 2
b) frei 3 4 2 4 4
Ablegen
a) am Riemen 2 3 3
b) frei ohne Gegenstand 4 4 4 4 3 4
Punkte 177 140 122 191 165 143 182
Platz 2. 4. 7. 1. 3. 6. 2.
Preis III. II. III. I. II. III. II.

Im Namen des Klub Dachsbracke möchte ich mich auf diesem Wege nochmals für die Einladung zu dieser hervorragend organisierten Prüfung bedanken. Mein besonderer Dank gilt der liebevollen und kompetenten Betreuung durch Herrn Ing. Aleš Doležal, Obmann des tschechischen Klubs.

Weidmannsheil
Dr. Georg Urak

Danke an Katarzyna Hutka für die Fotos, weitere Fotos sind in der Fotogalerie des tschechischen Klubs.


Landestreffen der Landesgruppe Oberösterreich am 7.11.2021 in Grünau im Almtal

Am Sonntag dem 7. November 2021 fand das Landestreffen des Klub Dachsbracke Oberösterreich in Grünau im Almtal statt. Wir bedanken uns im Vorhinein bei Familie Altmann für die Bereitstellung der Lokalität. Bei bestem Herbstwetter konnte der frisch gebackene Landesleiter Sebastian Altmann das Treffen im Gasthof Schindlbach Gut eröffnen.

Nach der Begrüßung wurde eine Gedenkminute für alle verstorbenen Mitglieder im abgelaufenen Klubjahr gehalten. Danach folgte der Bericht über die letzten Monate im Klub. Die Landesgruppe Oberösterreich konnte heuer im Sommer schon einen Übungstag und jetzt im Herbst eine Gebrauchsprüfung veranstalten. Bei dieser wurde auch der neue Landesleiter-Stellvertreter gefunden. Herr Bernhard Haider wird künftig die Landesgruppe als Stellvertreter unterstützen. Wir hoffen auf weiteren Zuwachs von neuen Hundeführern in der Landesgruppe.

Jetzt wurde das Wort an die anwesenden Vorstandsmitglieder übergeben.

Klubobmann Harald Heil konnte einen kürzen Rückblick über das letzte Jahr sowie über die neue Satzung und Prüfungsordnung geben. Er bedankte sich ein weiteres Mal bei Herrn Altmann, dass dieser so kurzfristig im Sommer die Landesleitung übernommen und schon ein paar Veranstaltungen organisiert hat. Ausbildungsreferent Franz Höhn appellierte an die anwesenden Mitglieder, dass sich wieder mehr Leistungsrichter und Anwärter in der Landesgruppe finden sollen. Schließlich berichteten der Zuchtwart Dr. Georg Urak und Ausstellungsreferent Georg Hubmer über die Geschehnisse im letzten Jahr. Das Zuchtgeschehen im Klub läuft während der Pandemie leider etwas passiv ab. Im heurigen Jahr gab es nur etwas über 50 Welpen. Hoffentlich wird diese Situation wieder besser und es entscheiden sich wieder mehr Hundeführer mit Familien, die Zucht im Klub Dachsbracke zu unterstützen. Es gibt ja nichts Schöneres, als kleine Dachsbracken zu Hause zu haben. Durch die ganzen Absagen von Hundeaustellungen fiel die Berichterstattung des Ausstellungsreferenten Hubmer kurz aus.

Danach wurden noch die Hundeführerabzeichen an die Teilnehmer der vorletzten Gebrauchsprüfung 2019 in Altmünster verliehen. Herr Norbert Röhrer und Sebastian Altmann konnten das Abzeichen persönlich in Empfang nehmen. Hans Jörg Blöchl wird es dann auf dem Postweg erhalten.

Es folgte ein gemeinsames Mittagessen mit gemütlichem Ausklang.

Wir hoffen auf ein noch erfolgreicheres neues Klubjahr 2022.


567. Gebrauchsprüfung vom 5.-6.11.2021 in Grünau im Almtal

Die Gebrauchsprüfung der Landesgruppe Oberösterreich vom 5.-6. November fand heuer in Grünau im Almtal statt.

Bei perfektem Wetter konnte Prüfungsleiter Hubmer die Richterkollegen und Anwärter begrüßen. Eine Richterbesprechung folgte. Danach wurde ein Schiedsgericht bestimmt und die Richtergruppen eingeteilt. Von den beiden gemeldeten Hunden war einer schon vorgeprüft, somit begann diese Prüfung erst einen Tag später.

Nachdem auch der Hundeführer angereist war, konnte nach einer kleinen Stärkung im Jagdhaus die Prüfung beginnen. Eine ca. 20-minütige Autofahrt in ein nahe gelegenes Niederwildrevier folgte. Vielen Dank an den Jagdleiter von Pettenbach Franz Aitzetmüller für die Bereitstellung des Reviers. Blasius Rettenbacher mit seiner Pranka von Althausen absolvierte dort die Prüfungsfächer der Lauten Jagd. Leider konnte die Hündin nicht sehr überzeugen, es wurde gerade noch ein positives Ergebnis erreicht. Das Revier besticht durch einen sehr hohen Hasenbesatz. Ein Leistungsrichter hatte sogar einen Hasen mit den Füßen aus der Sasse gestoßen.

Das Prüfungsgespann tritt die Heimreise an, es wird am nächsten Vormittag für die weiteren Fächer wieder anreisen. Für die Richter und Richteranwärter ist der Tag aber noch nicht zu Ende. Nach einer weiteren Richterbesprechung konnten die 2 Prüfungsfährten ordnungsgemäß getreten werden. Das Revier Schindlbach-Kefermann weist sehr viele verschiedene Verleitfährten auf. Somit wird man am nächsten Tag sehen, wie vertraut die Hunde mit der Wundfährte sind. Mit einem gemütlichen Abend, bei dem es ein ordentliches „Ritteressen“ aus einem nahe gelegenen Gasthaus, der „Germdiele“ gab, ließ man den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen wurde das weitere Prüfungsgespann begrüßt. Nach einer Richterbesprechung wurden die Fährten verlost und es ging raus ins Revier. Begonnen wurde mit der Schweißarbeit, danach folgte der Rest. Leider musste bei einem Hundeführergespann die Riemenarbeit abgebrochen werden. Es waren zu viele Abrufe auf der Wundfährte, der Hund konnte keine ordentliche Arbeit zeigen. Dafür begeisterte das zweite Gespann die Richter umso mehr. Der Hund hat das Totverweisen perfekt beherrscht und konnte nach den Gehorsamsfächern mit dem Apportieren überzeugen. Nachdem alle weiteren Fächer abgearbeitet wurden, hat Zuchtwart Dr. Georg Urak und Formwertrichter Georg Hubmer die Hunde noch Form bewertet.

Nach einer weiteren Richterbesprechung wurden dass Prüfungszeugnis gedruckt. Dieses konnte bei der anschließenden Siegerehrung unter Applaus überreicht werden. Der neue Landesleiter-Stellvertreter Bernhard Haider wurde auch im Zuge der Prüfung gefunden. Nach seiner mehr als erfolgreichen Gebrauchsprüfung wird er uns jetzt auch im Klub weiterhin unterstützen. Bei einer gemütlichen Jause und einigen Getränke ließ man die Prüfungstage Revue passieren.

Vielen Dank nochmals an alle Beteiligten, den Prüfungsleiter, den Richtern, den Revierinhabern und allen weiteren, die zu diesen schönen Prüfungstagen beigetragen haben. Wir hoffen in Zukunft auf jährliche Vor- und Gebrauchsprüfungen in der Landesgruppe Oberösterreich.