Prüfung


38. Schweißprüfung des Österreichischen Jagdgebrauchshunde-Verbandes vom 5.-6.10.2018

Die 38. Schweißprüfung des ÖJGV wurde in Zusammenarbeit mit dem Innviertler Jagdggbrauchshundeklub vom 5.-6.10.2018 in Lengau am Kobernaußerwald ausgetragen.

„I bin’s, dei Präsident!“, diese Worte ließen mich Anfang Juli am Telefon zusammenzucken. Schnell war ich von Harald Heil zur Teilnahme an dieser Schweißprüfung vergattert, zu der pro Rasseverein nur ein Hund gemeldet werden darf. Nichts wurde aus dem unbesorgt in den Sommer und Herbst Hineinjagen. Regelmäßige Trainingsfährten und Schleppen mit meiner im 2. Behang stehenden gevieräugelten Djina vom Kalkberg standen auf der Tagesordnung.

Die Vorbereitung

Wie immer unterstützte mich der ganze Klub mit Rat und Tat. Harald legte eine Fährte durch einen Reheinstand und riet mir, den allgemeinen Gehorsam zu festigen und die anfangs überpassionierte Djina durch strammen Riemen auf meine Marschgeschwindigkeit zu bringen. Bei angenommenen Verleitfährten solle ich sofort reagieren.

Thomas Rupp trat neben der Organisation des Schweißhunde Übungstages in Seitenstetten eigens für mich eine kurze Rotwildfährte. Die Arbeit war mehr als ernüchternd: Djina ging vom Anschuss in die falsche Richtung ab. Nach Abruf arbeitete sie brav, bis sie in einem undurchsichtigen Staudenwerk auf eine Rehfährte changierte. Wertvolle Tipps kupferte ich mir an diesem Tag vom dort vortragenden Praktiker Peter Niethammer aus dem Schwarzwald ab.

Auf den Versager reagierend trat ich in zweiwöchigen Intervallen mit mehrfach verwendeten Rotwildschalen – ein Paar musste ich mir mangels Verfügbarkeit beim Wildprethändler kaufen – lange Fährten durch jegliche Vegetation und vorzugsweise durch Reheinstände. Schleppen mit Unterbrechungen (ein Tipp von Franz Höhn) bzw. auf offenem Feld im Quadrat mit Verweisern an den Seiten und Fähnchen an den Ecken (nach Anton Fichtlmeier), nutzten wir zum Üben der Winkel und dem Verweisen von Deckenteilen.

Die letzte lange Fährte trat mir Klubkamerad Hermann Steinschaden, der eigens eine frische Rehschleppe über die 20 Stunden alte Rotwildfährte zog. Djina hatte vor der Arbeit ausgiebig mit seiner jungen Hündin gespielt. Dass das Ruhe in die Arbeit bringen würde, war ein Irrglaube. Kaum angesetzt, legte sie sich in den Riemen. Diesmal hielt ich dagegen, bremste den Elan und konnte mich so auf den Körper des Hundes konzentrieren. Schon bald legte ich sie länger auf der Fährte ab. Von da an arbeitete sie konzentriert, ignorierte Verleitfährten, auch die frische Rehschleppe, und kam rasch zum Stück. Das Verweisen bzw. Totverbellen funktionierte leider schlecht, wird aber bei dieser Art von Schweißprüfung nicht geprüft.

Nach zwei  Wochen Pause und einer Schleppe am Weg nach Lengau (mein Revier liegt an der A1) kamen wir bei klarem Herbstwetter in einer malerischen, von Landwirtschaft geprägten Landschaft an. Im Standortquartier Jägerwirt traf ich beim Grünen Abend auf schon gesehene Funktionäre des ÖJGV und unseren Landesleiter Tirol, Herbert Geisler, der als Richter fungierte. Nach der Nummernverlosung und ein paar netten Gesprächen, die auch neue Bekanntschaften aus anderen Klubs brachten, war aber rasch Nachtruhe für Hund und Führer angesagt.

Der Prüfungsablauf

Die schmale Mondsichel  stand noch dominant über der aufsteigenden Morgenröte im schwarz-blauen Himmel, als ich einen weit ausholenden Auslauf quer durch die alten, teilweise aus alten Holzriegelbauten bestehenden Gehöfte von Lengau antrat, um Djina zu beruhigen. Nach dem Frühstück verzögerten sich Begrüßung, Richtergruppeneinteilung und der Fototermin um eine Stunde, was der Entspannung aber entgegenkam. Unter dem Hörnerklang der Innviertler Jagdhornbläser begrüßte Prüfungsleiter und Präsident des ÖJGV MF Johannes Schießer 15 Gespanne, 30 Richter und die Revierleiter. Mir wurde ein ehemalig kaiserliches, nunmehr von den ÖBF betreutes Revier im Herzen des Kobernaußerwaldes zugeteilt. Dort, über das Glas-Dorf Schneegattern angekommen, präsentierten sich mir glucksende Bäche, schlagreife Fichtenwälder mit Heidelbeerunterwuchs, die sich mit Jungbeständen abwechselten.

Nach dem Auslegen des Stückes und Absetzen des Hornbläsers wurden wir zur Fährte gebracht. An der aufgedockten Schweißleine marschierten wir, der Hund hochgradig passioniert, ca. 300m zum Anschuss. Eine wirklichkeitsnahe Einweisung erfolgte, indem die Uhrzeit des Anschweißens eines Stückes Rotwild, das Zeichnen, die Fluchtrichtung und der Anschuss bekanntgegeben wurden. Ich ließ mir Zeit, die Leine in aller Ruhe abzudocken und die Schlingen auszustreifen. Das ist ein zusätzliches Ritual, um Ruhe in den abgelegten Hund und mich zu bringen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Hund vom Anleinen bis zum Ansetzen nie aus seiner Halsung kommt. So untersuchte ich erst nach gefühlten 5 Minuten unter interessierter Beobachtung durch Djina den Anschuss.

Ab jetzt lief die Zeit. Ich ließ die Hündin zunächst aufgefangenen Schweiß bewinden und setzte sie am kurzen, straffen Riemen an, um ein ausführliches Untersuchen des Anschusses zu erreichen. Sie bögelte sich rasch in die markierte Richtung ein. Ich gab zumindest 7 m Leine und folgte dem Kraftpaket am gespannten Riemen. Djina folgte der Fährte zunächst spurtreu, untersuchte kurz Verleitfährten, sprang aber ohne die Notwendigkeit eines Rufes „Zur Fährte“ wieder ein. Teilweise lief sie leicht versetzt zur Fährte. Eine Ermahnung durch einen Richter, den Hund am straffen Riemen nicht zu den Markierungen zu leiten, schadete in der Beurteilung nicht.

Nach einem steilen Gegenhang nach 3/4 der Strecke legte ich Djina kurz ab, um selbst verschnaufen und die Konzentration halten zu können. Kurz danach lief Djina zunächst 2 Meter versetzt mit hoher Nase am Stück vorbei. Sie hatte den Hornbläser erkannt. Nach 10 Metern nahm ich sie eigenständig zurück, rasch hatte sie nach insgesamt 14 Minuten das Stück gefunden.

Das berührende „Hirsch Tot“ schallte durch den sonnendurchfluteten, frischen Wald und löste die Anspannung. Dann wurden die Brüche für Hund und Führer überreicht und das „Suchenheil“ entboten.

Das Ergebnis

Nach kurzer Verschnaufpause, einem Leckerli für Djina und dem Wechseln der Leinen wurde nach Beratung der Richter das Ergebnis verkündet: Fährtenarbeit, Fährtenwille und Zusammenarbeit des Gespannes je 4, Fährtensicherheit 3, ergaben letztlich 60 Punkte von 64 möglichen, daher für mich ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Wir konnten somit die Leistung vom Juni halten.

Die Streckenlegung und Preisverleihung fand auf einem hoch über dem Tal liegenden Plateau statt, auf dem einst die ca. 1504 zerstörte Friedburg stand. Ein auf die Strecke gelegter Hirsch gab, umringt von Hundeführern, Richterkollegium und Gästen zum Klang der Jagdhornbläser den Blick über das Alpenvorland zur Drachenwand und die Berchtesgadener Bergspitzen frei. Drei Hunde erhielten die Höchstpunktezahl und wurden nach ihrem Alter, als erster ein Terrier vor einem Beagle und einem weiteren Terrier gereiht. Djina und ich wurden mit einem I. d Preis Vierte. Ein Hund wurde zurückgezogen.

Den Organisatoren, Revierleitern und Richtern gilt der Dank dafür, dass eine derartig hochwertige Vergleichsschau und damit die praxisnahe Ausbildung unserer Jagdgebrauchshunde möglich war.

Meine Meldung des Ergebnisses erfüllte den Züchter Heinrich Muth in Marburg/Hessen mit Stolz, mein gestrenger Präsident quittierte dies übrigens mit: „Jetzt hob i di FAST dort, wo i di hoben will!“

Weidmannsheil
Hanno Zanier


XI. Internationaler Leistungsvergleich für Alpenländische Dachsbracken vom 7.-9.9.2018 in Weiden/Deutschland

Vom 7. bis 9. September fand der internationale Leistungsvergleich für Dachsbracken in Weiden/Deutschland statt. Teilnehmer und Gäste waren aus Deutschland, Tschechien, Norwegen, Österreich und der Slowakei angereist. Österreich war mit den Hundeführern Dr. Georg Urak (NÖ) und Ing. Kurt Schlechtleitner (Salzburg) vertreten. Als Richter fungierten Ausstellungsreferent Franz Höhn und Obmann Harald Heil.

Nach fünfstündiger Fahrt trafen wir um 16 Uhr im Standquartier Hölltaler-Hof ein und wurden vom bereits anwesenden 1. Vorsitzenden Ekkehard Stockinger vom Verein Dachsbracke e.V. herzlich empfangen. Unterbringung und Verpflegung waren hervorragend. Nach einem gemeinsamen Abendessen trafen sich die Zuchtwarte und Obmänner zu einem informativen Gespräch, bei dem die einzelnen Länder ihre Anliegen vorbringen konnten. Abgerundet wurde der Tag durch einen hervorragenden Vortrag des deutschen Zuchtwart Roger Hörr. Um 23 Uhr gingen wir zum gemütlichen Teil über.

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir in die schönen Reviere rund um Weiden. Bei herrlichem Herbstwetter und einer Temperatur von 9 Grad waren die Bedingungen für die Schweißarbeit ideal. Der gepflegte Mischwald und das für österreichische Verhältnisse flache Gelände waren für so manchen Hundeführer eine Wohltat. Am Ende des Tages konnte die weiße Fahne gehisst werden, denn alle Hundeführer waren in der Lage, die Prüfung positiv abzuschließen.

Mein Dank gilt dem 1. Vorsitzenden Ekkehard Stockinger und seinem Prüfungsleiter Torsten Pabusch mit seinen Helfern, welche die Prüfung mustergültig organisiert und durchgeführt haben.

Weidmannsheil
Harald Heil


Dr. Peter Lebersorger Gedächtnis Schweißsonderprüfung am 23.6.2018 in Stronsdorf

Der NÖ Landesjagdverband, der Österreichische Jagdgebrauchshunde-Verband und der Jagdhundeprüfungsverein Mistelbach veranstalten im Gedenken an Dr. Peter Lebersorger diese Schweißsonderprüfung mit Fährtenschuh (SPFS) nach der Prüfungsordnung des ÖJGV.

Nach dem überraschenden Ausfall eines versierten Klubkameraden nahm ich als Ersatzgemeldeter mit meiner Djina vom Kalkberg im zweiten Behang an dieser Schweißsonderprüfung teil.

Die Ausschreibung lautete auf 1200 Schritt getretene Schwarzwild-Fährte mit 0,1l Schweiß, mindestens 20 Stunden alt, ohne Schnallen. Teilnahmeberechtigt waren nur je ein Hund pro ÖJGV-Rasse mit abgelegter Wesensprüfung, der Hundeführer mit NÖ Jagdkarte. 12 Hunde traten an. Am Vorabend erfolgte die Verlosung der Fährten, im Anschluss ein kurzer grüner Abend. Übernachtet haben wir in der Gegend, auch um den Hund an die Gegend zu gewöhnen.

Nach der Begrüßung am folgenden Morgen durch den Präsidenten des ÖJGV, Mf. Schießer, mit Hornbläserbegleitung fuhren wir alle zumindest 45 Minuten in die jeweiligen, durch den Mistelbacher Jagdhundeprüfungsverein organisierten Reviere. Ich war in meinem Trupp als erster dran.

Vom Parkplatz waren es 300m zum Anschuss. Noch einmal Wasser angeboten, das Djina verweigerte, Untersuchen des Anschusses, Anlegen der Schweißleine und ausreichend Zeit fürs Ansetzen am Schweiß genommen. Djina braucht keine 10 Sekunden fürs Einbögeln in die bekannt gegebene Richtung und arbeitet etwas langsamer als sonst. Das hält den Leistungsrichter hinter mir allerdings nicht von der Bemerkung ab, dass sie extrem schnell ist! Im Augenwinkel sehe ich immer wieder die Markierungen beim Passieren derselben. Das dürfte ein eingefahrener Fehler von mir sein. Ich drücke den Hund daher auch mit der Leine gelegentlich auf den Verlauf der Fährte im kniehohen Gras (was den Richtern nicht unbemerkt bleibt).

Auf halber Strecke verliere ich die Konzentration und kann nicht lesen, ob Djina noch auf der Fährte ist, oder einer Verleitfährte folgt. Ich hole sie, ohne abgerufen zu werden, zurück und setze sie am letzten bekannten Punkt noch einmal an. Sie arbeitet jetzt um 180 Grad in eine andere Richtung. Ich sehe ein rotes Band (sonst sind sie gelb) an einem Strauch hängen und weiß nicht mehr wo es lang geht. Ich nehme Djina, wieder ohne Abruf zurück zum selben Punkt, mache eine (Nachdenk-) Pause, gebe ihr Wasser und lass sie ab sofort allein arbeiten. Wieder zieht sie wie ursprünglich nach rechts und ist (eh klar) auf der Fährte. Sie verweist noch brav zwei Schwartenstücke. In 18 Minuten (!) waren wir am Stück. Abzugspunkte gabs für mein Intermezzo.

Der Prüfungssieger, ein erfahrener Hannoveraner Schweißhunde Führer mit einer Hündin im ersten Feld haben fehlerfrei mit Pause 25 Minuten gebraucht. Zwei weitere Hunde (ein Bayerischer Gebirgsschweißhund und eine Steirische Rauhaarbracke) erreichen ebenfalls die Höchstpunktezahl 64; dann folgt ein weiterer Teilnehmer mit einem Foxterrier. Wir erreichen mit 58 Punkten einen hervorragenden 1e Preis und landen auf Platz 5 von 11.

Mein Dank geht an die Klubkameraden Thomas Rupp, Harald Heil, und Franz Höhn. Ersterer hat mir aufgrund von Tipps der beiden anderen mit Schleppen und Fährten geholfen, den Hund, der durch die Riegelsaison und die mangelnde Möglichkeit, Naturfährten zu arbeiten, kein Schweißprofi ist, innerhalb kurzer Zeit zu konzentrierter Nasenarbeit und zum Ignorieren der Verleitfährten zu bringen. Fehlt nur noch etwas Nachhilfe für das andere Ende der Leine!

Weidmannsheil
Hanno Zanier


Schweißsonderprüfung der Brackenjäger vom 22.-23.06.2018 in der West-Steiermark

Der ÖBV (Österreichische Brackenverein) war heuer für die Ausrichtung der SSP für Österreichische Bracken verantwortlich und das Team um Gebietsführer Heimo Puches hat in bewährter Manier alles perfekt organisiert.

Untergebracht im Gasthaus Klugbauer, wo wir bestens bewirtet wurden, kam auch die Kameradschaft nicht zu kurz und bei gutem Essen und Schilcher Wein wurde es dann doch etwas später.

Die Schweißfährten wurden im Revier Sommereben des Malteser Ritterorden gelegt. Wir fanden hier ideale Bedingungen vor und so konnte eigentlich nicht viel schiefgehen. Danke für die Bereitstellung dieses wunderschönen Revieres. Die Weststeiermark um Ligist bietet für solche Veranstaltungen ideale Bedingungen.

Danke an die Leistungsrichter des Klub Dachsbracke und an unsere beiden Hundeführer Alois Huber und Johann Schalk, die sich mit ihren Hündinnen im Mittelfeld platzierten, für die Mühe, die Hunde vorzubereiten.

Weidmannsheil
Harald Heil


CACIT Brackierprüfung des ÖBV 2017 in Hirschegg

Auf Einladung des Österreichischen Brackenvereins (ÖBV) und des Österreichischen Jagdgebrauchshundeverbands (ÖJGV) nahm eine Delegation des Klub Dachsbracke an dieser selektiven CACIT Prüfung teil.

Als Hundeführer wurden unser Zuchtwart Dr. Georg Urak mit Cilli vom Salzatal, Welpenvermittler Robert Solarzyk mit Caja vom Salzatal und Fachbeirat Andreas Koidl mit Waldi vom Omesberg entsandt. Als Gastrichter fungierten Obmann Harald Heil und Obmann-Stellvertreter Herbert Geisler. Prüfungsleiter Karl Heinz Neuhold und sein Stellvertreter Konrad Krammer sorgten für einen perfekt organisierten, bis ins kleinste Detail geplanten Prüfungsablauf.

Aufgewertet wurde die Veranstaltung durch den Präsidenten des ÖBV, Mf. Wolfgang Wachter, den Vorsitzenden der Brackenkommission im ÖJGV, Bezirksoberförster Ing. Wolfgang Ramsel und die ehemaligen ÖJGV Funktionäre Leopold Ivan und Gert Dobrovolny. Zur Prüfung in diesen wunderschönen Revieren rund um Hirschegg waren zehn Gespanne angemeldet. Bei leichten Minusgraden, 10 cm Neuschnee und Sonnenschein fuhren wir in die uns zugewiesenen Revierteile.

Sechs Gespanne konnten die Prüfung mit einer positiven Wertung in der Lauten Jagd und in den Revierführigkeitsfächern beenden. Die gezeigten Leistungen unserer Dachsbracken waren sehr erfreulich und alle drei Gespanne konnten bestehen.

1b Cilli vom Salzatal
1c Waldi vom Omesberg
2b Caja vom Salzatal

Danke an unsere Hundeführer, dass sie die lange Anfahrt auf sich nahmen, um unsere Dachsbracken bei so einer großen Veranstaltung zu präsentieren.

Weidmannsheil
Harald Heil
Obmann


539. Gebrauchsprüfung vom 2.-3.11.2017 in Lavant/Osttirol

Prüfungsleiter: Arno Mattersberger
Richter: Anton Angermann, Walter Angermann, Herbert Geisler, Hans Halbfurter, Alois Mattersberger, Reinhard Wille
Richteranwärter: Andreas Angermann

Die 539. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke wurde am 03. November bei wunderbar sonnigem Herbstwetter abgehalten. In den Revieren der Genossenschaftsjagden Lavant, Nußdorf und Tristach wurden künstliche Übernachtfährten gelegt, die in Länge, Verlauf und Stehzeit der Prüfungsordnung entsprachen.

Richter und Richteranwärter trafen sich am Donnerstag, dem 02. November um 13.30 Uhr in der Römerstube in Lavant zur ersten Richterbesprechung, Konstituierung des Schiedsgerichtes und anschließend zum Legen der künstlichen Schweißfährten.

Die Verlosung der Fährten wurde am Freitag, zu Beginn der Prüfung, durchgeführt. Für jeden zu prüfenden Hund stand ein Stück Rehwild zur Verfügung.

Die Laute Jagd war bei allen Hunden bereits vorgeprüft, ein Teilnehmer nahm jedoch die Möglichkeit wahr, sich zu verbessern.

Im Hinblick auf die Prüfungsergebnisse konnte im Rahmen der Richterbesprechung ein sehr positives Resümee gezogen werden. Ein starker I. und vier II. Preise bestätigen dies. Mit einem gemeinsamen Mittagessen und gemütlichem Beisammensein sowie einer Preisverteilung, für die der Prüfungsleiter die Preise organisiert hatte, ging die 539. Gebrauchsprüfung zu Ende.

Allen Mitwirkenden und dem Team der Römerstube als Standquartier gilt ein herzliches Vergelt´s Gott.


537. Gebrauchsprüfung vom 27.-28.10.2017 in Fresach/Kärnten

Prüfungsleiter: Alfred Rieder
Richter: Josef Anichhofer, Franz Höhn, Willibald Loibnegger, Heimo Rauter, Hannes Scharf, Heimo Scherzer,
Richteranwärter: Georg Hubmer, Georg Krautgartner, Leo Kogler

Von 27. bis 28. Oktober 2017 fand in Fresach/Kärnten die 537. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke unter der Leitung von Landesleiterstv. Alfred Rieder statt. Das Wetter zeigte sich bei einer Temperatur um die 0 Grad-Grenze von seiner schönsten herbstlichen Seite. Standquartier war der Alpengasthof Walder, wo direkt das Prüfungsrevier Nachbarschaft Amberg angrenzte.

Nach der Zusammenkunft und der Begrüßung am 27. um 12:00 Uhr fand eine kurze Richterbesprechung mit Einteilung der Richtergruppen statt und im Anschluss daran um 12:30 Uhr die Auslosung der Fährten. Gemeldet waren sechs Gespanne, wobei eine Meldung zurückgezogen wurde und ein Hund bereits davor erfolgreich auf natürlicher Schweißfährte geprüft werden konnte. Vier der antretenden Hunde waren in der Lauten Jagd bereits vorgeprüft, der Fünfte musste diese auf Grund einer Verletzung später nachholen.

Um 13:00 Uhr konnte dann auch schon mit der Prüfung der Revierführigkeit begonnen werden. Anschließend fanden sich alle Gruppen wieder beim Standquartier ein, von wo aus sich um 15:45 Uhr die Richtergruppen zum Legen der Schweißfährten aufmachten.

Im Anschluss konnte der Tag in geselliger Runde beim Grünen Abend ausklingen. Für musikalische Umrahmung war gesorgt.

Am nächsten Morgen erfolgte, frisch gestärkt durch ein gemeinsames Frühstück, die Fortsetzung der Gebrauchsprüfung. Nach dem Auslegen der Stücke begaben sich alle Gruppen zu ihren zugeteilten Schweißfährten. Diese konnten alle erfolgreich ausgearbeitet werden.

Zurück von der erfolgten Riemenarbeit wurde noch ein Hund in der Revierführigkeit geprüft. Auch zwei noch ausstehende Formbewertungen wurden durchgeführt, für die Formwertrichterin Andrea Prenner am Morgen angereist war. Nach Abschlussbesprechung der Richter mit Erledigung der Schriftarbeit fand abschließend in herrlichem Panorama die Streckenlegung mit Vergabe der Preise an die Hundeführer statt. Umrahmt wurde das Ganze durch die Jagdhornbläser Roland und Florian.

Auch unser Landesleiter Bruno Sabitzer war anwesend und gratulierte den Hundeführern zu den durchwegs guten Leistungen. Auch der Bezirksjagdhundereferent Michael Klammer, Stellvertreter Herbert Auer und der Hegeringleiter Gerhard Winkler waren am Samstag zur Prüfung angereist. Sie waren sehr erfreut über den positiven Ablauf der Prüfung und bedankten sich für die Abhaltung der Gebrauchsprüfung im Jagdbezirk Villach bzw. im Hegering Weißenstein – Fresach – Ferndorf.

Abschließend sei ein Dank an die Familie Walder für die ausgezeichnete Unterbringung und Bewirtung, sowie an die Nachbarschaftsjagd Amberg für die Zurverfügungstellung der Reviere gerichtet.

Bei gemeinsamem Mittagessen ging dann auch die 537. Gebrauchsprüfung des Klub Dachsbracke erfolgreich dem Ende zu.


Internationale Prüfung mit CACIT Vergabe – POHÁR GUSTAVA KOŘÍNKA vom 01.-03.12.2017 in Kosice, Slowakei

Vom 01.12.-03.12.2017 fand dieses Jahr die internationale Prüfung für Alpenländische Dachsbracken mit CACIT-Vergabe, die POHÁR GUSTAVA KOŘÍNKA statt.

Der ständig wechselnde Veranstaltungsort war dieses Jahr Kosice im Osten der Slowakei. Diese internationale Prüfung für Alpenländische Dachsbracken mit CACIT-Vergabe stellt eine umfassende Gebrauchsprüfung dar und hat in den Veranstaltungsländern Slowakei und Tschechien einen sehr hohen Stellenwert. Die antretenden Gespanne werden aus den besten der jeweiligen Länder ausgewählt.

Aufgrund der großen Entfernung der diesjährigen Veranstaltung waren dieses Jahr leider nur 3 Nationen mit Tschechien, der Slowakei und Österreich vertreten. Gemeldet und angetreten sind 9 Gespanne, zwei davon aus Österreich.

Der Veranstaltungsbeginn war am Freitag 01.12. um 12:00 Uhr. Nach einer traditionellen Begrüßung und einer Überprüfung der Hunde durch einen Veterinär begaben sich alle Anwesenden zu einem naheliegenden Saugatter. Dort wurde dann die erste Disziplin geprüft. Die Hunde mussten in einer kleinen Zäunung einen 80 kg Keiler finden und für 5 Minuten stellen. 8 Hunde konnten diese Prüfung erfolgreich meistern.

Im Anschluss wurde das Standquartier aufgesucht. Dort fand nach der Zuteilung der Zimmer in feierlichem Rahmen die Verlosung der Prüfungsnummern statt.

Der Klub Dachsbracke wurde durch Ausbildungsreferenten Franz Höhn repräsentiert, welcher vom Obmann Harald Heil Grußworte und ein Gastgeschenk an die Teilnehmenden überbrachte. Außerdem war Gerald Fressner als Leistungsrichter anwesend, welcher dankenswerterweise schon lange gute Beziehungen zu dieser Prüfung pflegt. Die antretenden Hundeführer aus Österreich waren Georg Krautgartner mit seiner Hündin Bria Kolesarka und Georg Hubmer mit seinem Rüden Eddie von Schnepfenstein.

Gestärkt von einem gemeinsamen Abendessen und Frühstück begab sich die Prüfungsgesellschaft am nächsten Morgen in ein naheliegendes Revier zur ganztägigen Treibjagd. Dabei wurde jedem Teilnehmer ein Leistungsrichter für die zwei Triebe zur Seite gestellt, die Hunde wurden mit einem Garmin GPS ausgerüstet.

Man darf durchaus behaupten, dass die folgende Jagd sämtlichen Gespannen einiges an Kraft und Ausdauer abverlangte. Der erste Trieb führte einen Bergrücken entlang durch eine Buchenläuterung, der zweite Trieb durch eine Dickung. Das Wetter war geprägt von starkem Wind und Schnee.

Um das verbleibende Tageslicht nach Triebende noch zu nützen wurden anschließend noch Gehorsamsfächer geprüft. Danach fand die Streckenlegung statt.

Zurück im Standquartier wurde nach einer sehr umfassenden Richterbesprechung der grüne Abend begangen. Bei Spanferkel, Musik und Tanz konnte so manche interessante Unterhaltung geführt werden.

Der letzte Prüfungstag begann ein wenig gemächlicher, da am Morgen noch die Schweißfährten getreten wurden. Jedes Gespann bekam eine 500 Meter Schwarzwildfährte mit 5 Stunden Stehzeit und mit Fährtenschuh getreten.

Vor der Schweißarbeit wurden noch die übrigen Gehorsamsfächer geprüft, danach ging es am Riemen zum Anschuss. Der Tradition entsprechend, war an jedem Fährtenende ein Jagdhornbläser anwesend. Nach dem offenen Richten und der Bruchübergabe wurde das Stück verblasen.

Abschließend fand, nach dem Eintreffen aller Gespanne, im Standquartier die Siegerehrung statt. Für Österreich konnte Georg Krautgartner mit seiner Hündin Bria Kolesarka den Titel für die beste Schweißarbeit beanspruchen. Gesamtprüfungssieger wurde Herr Milos Kolesar mit seinem Rüden Gero ze Zaporedi. Dazu eine herzliche Gratulation!

Abschließend sei ein Dank an den Klub chovateľov ALPSKÉHO JAZVEČÍKOVITÉHO DURIČA (Slowakei), im Besonderen an Frau Ing. Petra Vlček (Obfrau) für die vorbildhafte Organisation und Durchführung gerichtet.

Die Prüfung POHÁR GUSTAVA KOŘÍNKA stellt eine beispiellose Erfahrung für jeden Hundeführer dar, der Willens ist, sich dieser Herausforderung zu stellen.

Weidmannsheil!
Georg Hubmer
Ausstellungsreferent Klub Dachsbracke