Allgemeines


Jahreshauptversammlung 2017 in Radstadt

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Klub Dachsbracke fand am 17.06. im Innviertlerhof in Radstadt statt.

Der Geschäftsführer Peter Mattersberger eröffnete die Versammlung und begrüßte die anwesenden Teilnehmer. Zu Ehren unserer verstorbenen Mitglieder folgte ein Totengedenken.

Danach verlas Peter Mattersberger den Bericht des Obmanns Ing. Erwin Weiss über seine Tätigkeiten der vergangenen vier Jahre. Ing. Erwin Weiss, der derzeit auf Reha in der Steiermark verweilt, übermittelte seine Grüße.

Es folgten die Berichte des Geschäftsführers, des Zuchtwarts, der Welpenvermittlung, des Kassaführers, des Ausbildungsreferenten und des Ausstellungsreferenten.

Die anschließende Ehrung der verdienten Mitglieder wurde durch die Jagdhornbläser Gruppe Radstadt feierlich untermalt.

Die Durchführung der Wahl des neuen Vorstandes, der Fachbeiräte, des Schiedsgerichts, der Rechnungsprüfer sowie deren Stellvertreter für die nächsten vier Jahre übergab GF Mattersberger an Dr. Olsacher, der die Wahl satzungskonform abhielt.

Die Besetzung des Vorstandes ist auf der Homepage veröffentlicht.

Nach der Wahl wurde der Vorsitz an den neuen Obmann MF Harald Heil übergeben, der seine Ansprache hielt, in der er alle Mitglieder zur weiteren erfolgreichen Zusammenarbeit im Sinne der von uns vertretenen Rasse aufrief. Es folgte eine kurze Vorstellung der neuen Vorstandsmitglieder.

Die Ernennung von Ing. Erwin Weiss zum Ehrenmitglied für seine Verdienste um den Klub Dachsbracke wurde beschlossen.

Der 1. Vorsitzende des Verein Dachsbracke e.V. Deutschland Ekkehard Stockinger überbrachte Grußworte und lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Klub Dachsbracke.

Bei einem gemütlichen Mittagessen im Innviertlerhof, der uns schon bei der Internationalen Jagdhunde Zuchtschau 2017 liebevoll betreute, fand die Jahreshauptversammlung einen würdigen Abschluss.


Fragen und Antworten zur europäischen Feuerwaffenrichtlinie

Liebe Weidkameraden,

Hier die Fragen und Antworten zur europäischen Feuerwaffenrichtlinie, die der österreichische Abg EuP und Jäger Othmar Karas zusammengestellt hat. Meine Frage, ob aufgrund der kommenden Kennzeichnungspflicht von Waffen und wesentlichen Teilen (Verschluss, Abzugseinrichtung, Lauf) auch Altwaffen betrifft und somit künftig mit Schwierigkeiten bei EU-und echten Auslandsreisen zu erwarten sind, wurde unter Hinweis auf Art 8 der Überlegungen verneint.  Nach Zustimmung durch den Europ. Rat muss die Richtlinie noch in Österreich umgesetzt werden.

Weidmannsheil
Dr. Hanno Zanier


Formbewertungen bei den Landestreffen 2017

Bei den diesjährigen Treffen der Landesorganisationen des Klub Dachsbracke konnten die Teilnehmer ihr Hunde begutachten bzw. formbewerten lassen. Neben den jagdlichen Leistungen ist der Formwert ein wesentliches Kriterium für die Zucht.

Bei den Landestreffen in Heiligenkreuz, Werfen, Kitzbühel, Mürzhofen und Mageregg wurden insgesamt 32 Hunde unserer Rasse formbewertet, davon 21 im Alter unter 15 Monaten begutachtet und 11 Hunde endgültig formbewertet (ausgepunktet).

Die Resultate waren sehr überzeugend!

Von den 11 formbewerteten Hunden wurden 6 Hunde mit vorzüglich, 3 Hunde mit sehr gut, ein Hund mit gut und nur 1 Hund mit disqualifiziert benotet. Die Disqualifikation erfolgte wegen Kastration des Rüden.

Bei den 21 Begutachtungen waren 10 Hunde vielversprechend, 7 Hunde entsprechend und nur 4 Hunde nicht entsprechend.
Diese Resultate liegen weit über dem langjährigen Schnitt! Bisher lag der weitaus größte Teil unserer Hunde im Bereich „sehr gut“ bei den Formbewertungen oder „entsprechend“ bei den Begutachtungen. Ein sehr erfreuliches Resultat!

Hier möchte ich nicht verabsäumen, mich bei unserem Altmeister Lois Mattersberger zu bedanken. Er hat die weitaus größte Anzahl von Hunden formbewertet, da er sowohl in Kitzbühel, in Werfen und in Mageregg ganz alleine werten mußte! Die anderen Formwertrichter hatten leider keine Zeit. Insgesamt hat er 23 von 30 Bewertungen durchgeführt. Herzlichen Dank Lois!!

Dr. Georg Urak
(Zuchtwart Klub Dachsbracke)


Schadenersatz bei Unfallwild, Hunderiss etc.

Jagdausübungsberechtigte können den Schaden, der durch illegal getötetes Wild entstanden ist, geltend machen.

Ein jagdfachliches Gutachten attestiert für Lebendwild den Wiederbeschaffungswert, der bei widerrechtlich getötetem oder entzogenem Wild aus freier Wildbahn vom Jagdausübungsberechtigten beim Schädiger, wie z.B: bei Verkehrsunfall, Hunderiss, Wilderei, Fehlabschuss, Lebendfang, innerhalb von drei Jahren notfalls gerichtlich geltend gemacht werden kann.

Für alles jagdbare Wild sind Werte attestiert, wie z.B:

 Rehwild Kitz € 240
 Geiß € 460
 Böcke (abhängig Trophäengewicht) € 360 bis € 2.260 (ca 450-500g)
 Schwarzwild Geringe Keiler, Bachen , ÜL, Frischlinge € 9 pro kg (wenn aufgebrochen +25%)
 Keiler (abhängig Waffenlänge) € 900 bis € 3.200 (26cm)
 Rotwild Kalb € 460
 Tier € 900
 Hirsche (abhängig Trophäengewicht) € 270 bis € 8.110 (7-8kg)

Bei Bedarf steht unser Klubmitglied Dr. Hanno Zanier (Web: www.anwalt-zanier.at, Tel: +43 1 5325995) mit Rat und Tat zur Verfügung.


Leistungsrichter Prüfung des ÖJGV, Juni 2017

Im Namen des Richterreferenten Sebastian Hochradl möchte ich Euch auf die nachste Leistungsrichter Prüfung des Österreichischen Jagdgebrauchshunde Verbands hinweisen. Sie findet am 24.06.2017 um 13:30 in 5083 Grödig statt.
Weitere Informationen findet Ihr auf der Homepage des ÖJGV.

Mf. Harald Heil
Ausbildungsreferent


Leistungsrichter-Anwärter Seminar des ÖJGV

Im Namen des Richterreferenten Sebastian Hochradl möchte ich Euch auf das nächste Leistungsrichter-Anwärter Seminar des Österreichischen Jagdgebrauchshunde Verbands hinweisen. Es findet am 31.03.2017 in Meggenhofen statt.
Weitere Informationen findet Ihr auf der Homepage des ÖJGV.

Mf. Harald Heil
Ausbildungsreferent


Rückblick auf ein Dachsbrackenleben

David vom Rangerköpfl war mein Dachsbrackenrüde. Er war 14 ½ Jahren alt, als ich ihn wegen einer sich rasch verschlechternden Nervenlähmung im Lendenwirbelbereich, welche dazu führte, dass die Bewegungsabläufe und Körperfunktionen nicht mehr koordiniert werden konnten, einschläfern lassen musste.

Er war eine durchschnittliche Dachsbracke, für mich aber der beste Hund, den ich mir wünschen konnte. Als kleinster seines Wurfes musste er nach einer Bruchoperation zwei Wochen länger als üblich bei seiner Mutter bleiben, was ihm keineswegs geschadet hat. Sein Formwert war auch nicht „vorzüglich“, sondern nur „sehr gut“, und die Gebrauchsprüfung legte er nicht mit einem ersten sondern „nur“ mit einem Ib Preis ab, aber er war mit einem Stockmaß von 40 cm robust und ausdauernd und er hat mir bei so mancher Nachsuche viel Freude bereitet.

Auf Schweiß hatte ich den Eindruck, dass er am Anschuss nicht immer besonders sicher war. Aber wenn der Eindruck eines Menschen an einem Anschuss, wo nichts zu sehen ist, weiterhelfen würde, bräuchten wir ohnehin keinen Hund. Hatte er ein krankes Stück einmal vor sich, gab es für dieses aber kein Entkommen mehr, egal wie weit es immer gehen mochte. Er hat zwar nie ein Stück niedergezogen, aber es ist vorgekommen, dass er ein Tier mit einem Weichschuss gestellt und eineinhalb Stunden lange ohne Unterbrechung verbellt hat, weil ich wegen eines Versagens meiner Pistole nach Hause gehen musste, um mein Gewehr zu holen.
Seither gab es für mich keine Nachsuche mehr, bei welcher ich nur einer Faustfeuerwaffe führte. Hatz und Bail waren seine Spezialität. Zu sehen, wie der kleine Hund einen um ein Vielfaches größeren kapitalen Hirsch ständig Laut gebend umkreiste und wie sich sein Laut zornig veränderte, wenn der Hirsch die Bail brach, als wäre der Hund nicht vorhanden, um sich dann aber sehr bald wieder zu stellen, war einfach ein nicht zu beschreibendes Erlebnis.

Er war kein Hund, der Leistungen vollbrachte, wie sie oft von Hundeführern erzählt werden, aber für mich war er der beste Schweißhund und nebenbei ebenso raubzeugscharf wie liebenswert und umgänglich.

Wenn sich eine Katze auf einen Baum retten konnte, war er von diesem nicht mehr weg zu bringen. Er verbellte die Katze so lange, bis er sie hatte, und wenn es die ganze Nacht dauerte. Es gab dazu keine Alternative, denn er ließ sich in einem solchen Fall weder anleinen noch sonst wie von seinem Ziel abbringen. Die einzige Möglichkeit, sein Laut geben zu beenden war, die Katze vom Baum zu holen.

Sozusagen ganz privat war er kinderlieb und menschenfreundlich, der Liebling der Nachbarn. Er hat meine Frau, die sich vor Hunden generell fürchtete und sich vorher niemals vorstellen konnte, einen Hund zu haben, verzaubert. Er wusste, wie er sie mit der Nase anstubsen musste, um ihr zu zeigen, was er von ihr wollte. Sie hat durch seinen Tod noch mehr gelitten als ich.

Mein David war eine durchschnittliche Dachsbracke aber ebenso wie die meisten Hunde seiner Rasse der beste Schweißhund, den ich mir vorstellen kann.

Weidmannsheil
Dr. Alfred Olsacher